{"id":10115,"date":"2019-05-17T13:59:45","date_gmt":"2019-05-17T07:59:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10115"},"modified":"2019-05-17T22:50:17","modified_gmt":"2019-05-17T16:50:17","slug":"17-05-2019-alkohol-am-arbeitsplatz-die-kritischen-tage-einer-frau-und-stalingrad","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10115","title":{"rendered":"17.05.2019 \u2013 Alkohol am Arbeitsplatz, die kritischen Tage einer Frau und Stalingrad"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Aus-dem-Arbeitsleben.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Aus-dem-Arbeitsleben.jpg\" alt=\"\" width=\"663\" height=\"856\" class=\"alignnone size-full wp-image-10116\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Aus-dem-Arbeitsleben.jpg 663w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Aus-dem-Arbeitsleben-232x300.jpg 232w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Aus-dem-Arbeitsleben-624x806.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 663px) 100vw, 663px\" \/><\/a><br \/>\n<em>In einem meiner zahlreichen fr\u00fcheren Leben war ich kleiner Angestellter einer Maschinenbaufirma. Hier ein Bild von meinem Arbeitsplatz, keine Ahnung, wie das Mineralwasser da hin kam, in diesem Schrank vermutete unser Abteilungsleiter archivierte Akten.<\/em><br \/>\nEr wusste, warum er dieser Vermutung nie auf den Grund ging. Er kannte mich, wir mochten uns, und der Anblick w\u00e4re f\u00fcr ihn keine \u00dcberraschung, aber doch eine Entt\u00e4uschung gewesen.  Summa summarum konnte man \u00fcber diese Zeit meines Arbeitslebens in der Zeugnis-Sprache sagen:<br \/>\n<em>Durch meine ausgepr\u00e4gte Geselligkeit trug ich erheblich zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Meine P\u00fcnktlichkeit war beispielhaft und f\u00fcr meine Arbeit zeigte ich stets Verst\u00e4ndnis und Interesse. <\/em><br \/>\nWas \u00fcbersetzt hei\u00dft: Ich war ein ziemlicher Zecher und hielt massenweise Leute von der Arbeit ab. Au\u00dfer morgens p\u00fcnktlich am Arbeitsplatz zu sein, brachte ich nichts zustande und von Extrudern und Kalandern, dem Hauptgesch\u00e4ftsfeld der Firma, verstand ich so viel wie eine Kuh von der Quantenphysik. Dass ich mich an diesem Arbeitsplatz fast Jahrzehnte hielt, ist eines der gro\u00dfen Wunder der Neuzeit. Und nein, ich will die Probleme des Alkohols am Arbeitsplatz und grunds\u00e4tzlich \u00fcberhaupt nicht verniedlichen, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article193674363\/Experten-Alkohol-am-Arbeitsplatz-keine-Seltenheit.html\">die Meldung, die gerade \u00fcber den Ticker ging<\/a>, spricht eine deutliche Sprache. Alkoholismus ist eine Krankheit, die auf schwere psychische Probleme weist und massiv lebensverk\u00fcrzend ist, meist unter Qualen.<br \/>\nDaher ist dieser Blogeintrag ein Appell an Leute, die zu viel saufen: Reduziert das um die H\u00e4lfte und raucht ab und zu ne T\u00fcte. Macht mehr Spa\u00df, verl\u00e4ngert das Leben und w\u00e4re volkswirtschaftlich noch sinnvoller als eh schon (reduzierte Gesundheitskosten), wenn das Zeug legalisiert w\u00fcrde und Steuern darauf anfielen. Genug der Sonntagspredigten, ich wollte auch nur obiges Foto im Blog archivieren, eins meiner all-time-favourites. Wenden wir uns nun jenen zauberhaften Gesch\u00f6pfen zu, die das Leben so lebenswert machen, den erbl\u00fchten Frauen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Frauengold.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Frauengold.jpg\" alt=\"\" width=\"557\" height=\"787\" class=\"alignnone size-full wp-image-10117\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Frauengold.jpg 557w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Frauengold-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 557px) 100vw, 557px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Heute kann sich die Frau ihre Jugendfrische, bl\u00fchendes Aussehen und Ausgeglichenheit erhalten. Selbst an kritischen Tagen.<\/em> Ob damit die gemeint sind, wenn M\u00e4nne Zuhause ist?<br \/>\nFrauengold wurde sp\u00e4ter verboten, weil es krebserregend war, hatte aber enormen Erfolg einfach deshalb, weil es hochprozentigen Alkohol enthielt und sich die M\u00e4dels damit ordentlich die Kante geben konnten unter medizinischen Vorw\u00e4nden, was sonst in den reaktion\u00e4ren 50ern f\u00fcr Frauen verp\u00f6nt war.<br \/>\nWo bleibt das Positive? In der mangelnden Bildung von Neonazis z. B., deren Exponent Steve Bannon gestern folgenden Satz von sich gab:<br \/>\n<em>\u201e<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/steve-bannon-im-interview-bruessel-wird-zu-stalingrad-ld.1481934\">Nach der (EU-) Wahl wird jeder Tag in Br\u00fcssel Stalingrad sein.<\/a>\u201c<\/em><br \/>\nJa, nee, ist schon recht, alter Bl\u00f6dmann, Bildung ist Gl\u00fcckssache und Metaphern werden in der Lotterie verlost. Stalingrad war der Auftakt f\u00fcr die Niederlage des Faschismus, dessen Vertreter Bannon heute ist. Sein Stalingrad-Bild bedeutet also nicht das Ende der EU, so wie er es sich  w\u00fcnschte, sondern dass nach der Wahl der Untergang der Rechten in Europa eingel\u00e4utet wird.<br \/>\nSch\u00f6n w\u00e4r\u2019s.<br \/>\nEs ist immer wieder beleidigend, mit was f\u00fcr Nicht-Satisfaktionsf\u00e4higen Vollidioten ich mich hier rum\u00e4rgern muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem meiner zahlreichen fr\u00fcheren Leben war ich kleiner Angestellter einer Maschinenbaufirma. Hier ein Bild von meinem Arbeitsplatz, keine Ahnung, wie das Mineralwasser da hin kam, in diesem Schrank vermutete unser Abteilungsleiter archivierte Akten. Er wusste, warum er dieser Vermutung nie auf den Grund ging. 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