{"id":10570,"date":"2019-11-29T14:51:48","date_gmt":"2019-11-29T08:51:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10570"},"modified":"2019-11-29T14:54:14","modified_gmt":"2019-11-29T08:54:14","slug":"29-11-2019-es-wird-kaelter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10570","title":{"rendered":"29.11.2019 \u2013 Es wird k\u00e4lter"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignnone size-large wp-image-10571\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bl\u00fctentr\u00e4ume.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Blick auf die Veranda: bevor die Fr\u00f6ste kommen, schnell noch Restbl\u00fcten eingesammelt.<\/em> Wobei die Rose noch wunderbar duftet und unerm\u00fcdlich ist, die produziert auch zu Weihnachten noch Bl\u00fcten. Ein Blick in die Politik zeigt, dass sich manche Bl\u00fctentr\u00e4ume auf das Sch\u00f6nste verwirklicht haben, wie die Geschichte vom gr\u00fcnen EU-Parlamentarier Reinhard B\u00fctikofer zeigt. Der beklagt v\u00f6llig zu Recht in der HAZ vom 28.11.2019 die \u201eB\u00f6sartigkeit des Regimes\u201c im kommunistischen China, das massenhaft Uiguren interniert, Zitat: \u201eWer solche Dokumente (<em>die die B\u00f6sartigkeit des Regimes belegen sollen, kdg<\/em>) an die \u00d6ffentlichkeit gebracht hat, empfindet vielleicht so etwas wie Scham, dass der altehrw\u00fcrdigen Kulturnation China solche totalit\u00e4ren Praktiken aufgezwungen werden. Da werden Professoren in Lager gesteckt, und in den Dokumenten hei\u00dft es, man m\u00fcsse den Lagerinsassen beibringen, wie man sich anst\u00e4ndig anzieht. Das ist zynisch.\u201c<br \/>\nWelcher aufrechte Demokrat wollte solch wackeren S\u00e4tze nicht unterschreiben. B\u00fctikofer ist Experte.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reinhard_B%C3%BCtikofer\">Laut Wikipedia<\/a> war er in den 70ern Mitglied der Gesellschaft f\u00fcr Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) und des maoistischen Kommunistischen Bund Westdeutschland KBW.  .<br \/>\nWas bei Wikipedia nicht steht, kann man hier in einem <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/gruene-ex-maoisten\/\">Artikel des \u201eNeuen Deutschland\u201c<\/a> von 2008 nachlesen, und es beschreibt die Gesinnung und Phantasien dieser Parteikader pr\u00e4zise:<br \/>\n<em>\u201eIn einer Schrift des KBW hie\u00df es etwa \u00fcber Daniel Cohn-Bendit, damals Mitstreiter der Frankfurter Sponti-Gruppe \u00bbRevolution\u00e4rer Kampf\u00ab, aus der auch Joschka Fischer kam: \u00bbEs gibt nur zwei M\u00f6glichkeiten. Entweder er wird von der Arbeiterklasse eine n\u00fctzliche Arbeit zugewiesen bekommen, etwa in einer Fischmehlfabrik in Cuxhaven, oder er wird w\u00e4hrend der Revolution durch die Massen an den n\u00e4chsten Baum bef\u00f6rdert.\u00ab<\/em><br \/>\nPack schl\u00e4gt sich, Pack vertr\u00e4gt sich, sp\u00e4ter trafen sich die Schm\u00e4henden und Geschm\u00e4hten schiedlich-friedlich bei den Gr\u00fcnen, einem Abklingbecken f\u00fcr Pseudorevoluzzer*innen (ein paar Frauen waren auch beim KBW dabei, aber wenige. Solche kranken Machtphantasien von Zwangsarbeit und Aufh\u00e4ngen sind M\u00e4nnerdom\u00e4ne.)<br \/>\nDer Autor dieser Zeilen ist der Letzte, der Faulenzern und Studienabbrechern wie B\u00fctikofer die Karriere nicht g\u00f6nnen w\u00fcrde. Und jede*r hat das Recht auf Entwicklung und Ver\u00e4nderung. Nichts ist so schrecklich wie der bar jeder Ver\u00e4nderung durch sein trostloses Dasein stapfende Spie\u00dfer. Und gel\u00e4uterte S\u00fcnder wie B\u00fctikofer oder den ex-Steinewerfenden ex-Au\u00dfenminister Joseph Fischer liebt die Gesellschaft, viel mehr als diesen immer schon alt gewesenen Sauerland Rocker Friedrich Merz, der mit seinen Ansichten geboren wurde.<br \/>\nWas mich an der Sache so st\u00f6rt, ist dieses synchrone, fl\u00e4chendeckende, immer dem Zeitgeist angepasste Verhalten, dieser gnadenlose Opportunismus, koste es, was es wolle. Sie haben <em>alle<\/em> unten links angefangen und enden <em>alle<\/em> oben rechts. Nicht einer, der antizyklisch agieren w\u00fcrde, lebendig halt, und gerade jetzt, wo es darauf ank\u00e4me, linkes, radikales Denken reaktiviert. Kein Wunder, dass sie alle (na ja, fast, Fischer und B\u00fctikofer zumindest) fett und h\u00e4sslich sind, in einen Fettkokon gepanzert gegen das Leben, und die Scham. Die dann doch, siehe oben, bei B\u00fctikofer, ihren unbewussten Ausbruch hatte. (Es gibt auch Sympathische und Engagierte bei den Gr\u00fcnen, die weder Verstand noch Moral an der Garderobe der Institutionen abgegeben haben. Um die geht es hier nicht, hier geht\u2019s um Kritik, immer.)<br \/>\nEine feine Gesellschaft.<br \/>\nEs wird k\u00e4lter. Trotzdem sch\u00f6nes Wochenende, liebe Leserinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blick auf die Veranda: bevor die Fr\u00f6ste kommen, schnell noch Restbl\u00fcten eingesammelt. Wobei die Rose noch wunderbar duftet und unerm\u00fcdlich ist, die produziert auch zu Weihnachten noch Bl\u00fcten. Ein Blick in die Politik zeigt, dass sich manche Bl\u00fctentr\u00e4ume auf das Sch\u00f6nste verwirklicht haben, wie die Geschichte vom gr\u00fcnen EU-Parlamentarier Reinhard B\u00fctikofer zeigt. 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