{"id":10883,"date":"2020-03-13T12:35:43","date_gmt":"2020-03-13T06:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10883"},"modified":"2020-03-13T21:59:29","modified_gmt":"2020-03-13T15:59:29","slug":"13-03-2020-was-uns-noch-alles-blueht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10883","title":{"rendered":"13.03.2020 \u2013 Was uns noch alles bl\u00fcht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized-1024x749.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"457\" class=\"alignnone size-large wp-image-10884\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized-1024x749.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized-300x219.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized-768x562.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized-624x456.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200313_070105_resized.jpg 1534w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Pastellfarbene Bl\u00fcten in der Morgensonne.<\/em> Sonst sieht\u2019s zappenduster aus, sieht man von der Mail von Sheema Khawaja von heute Nacht ab, laut der ich als Erbe des verstorbenen Goldh\u00e4ndlers 30 Millionen geerbt habe. Damit k\u00e4me ich erstmal \u00fcber die Runden. Aber irgendwann wird sich herausstellen, dass Geld nicht essbar ist. Auf den rauchenden Tr\u00fcmmern unserer Zivilisation wird sich ein neues Gesellschaftsmodell erheben, in dem die wenigen \u00dcberlebenden der Seuche Subsistenzwirtschaft betreiben. Die Produzent*innen sind dann autonom und betreiben Naturaltausch. Bei meinen handwerklichen G\u00e4rtnerf\u00e4higkeiten sehe ich ganz duster in die Zukunft. Au\u00dfer Marihuana-Anbau sehe ich da keine Chancen f\u00fcr mich. Am besten, ich fange morgen gleich an. Eigentlich m\u00fcsste ich mich jetzt, wo ich den Blog schreibe, auf die Landespressekonferenz vorbereiten, in der ich die drei Botschafter*innen der Landesarmutskonferenz der Weltpresse pr\u00e4sentiere. Die drei renommierten sozialpolitischen Frontleute von SDP, Gr\u00fcnen und CDU der letzten Legislaturperiode stellen uns ihre F\u00e4higkeiten und Erfahrungen zur Verf\u00fcgung und das w\u00e4re unter normalen Umst\u00e4nden eine feine Berichterstattung geworden. Ein Termin, der einiger Vorarbeit bedurfte.<br \/>\nAber ach, angesichts der viralen Umst\u00e4nde rauscht nachher der Ministerpr\u00e4sident mitsamt Kabinett da ein bei der Landespressekonferenz (das ist auf L\u00e4nderebene das, wo im Bund immer Steffen Seibert mit sonorer Stimme Nichts verlautbart) und verk\u00fcndet die Ma\u00dfnahmen des Landes zum Seuchen-Containment, Schulschlie\u00dfungen etc. pp. Und sofort im Anschluss daran werden s\u00e4mtliche Medienleute in alle Windrichtungen zerstieben und Berichte produzieren und f\u00fcr uns wird sich kein Schwein auch nur eine Sekunde interessieren.<br \/>\nZu Recht.<br \/>\nFr\u00fcher h\u00e4tte noch Gram mein Haupt gebeugt. Erst hat man kein Gl\u00fcck und dann kommt auch noch Pech dazu. Mittlerweile umw\u00f6lkt heitere Altersgelassenheit mein Gem\u00fct. Was soll\u2019s. Es bleibt das Gef\u00fchl, dass gestern ein Z\u00e4surtag war, was die Seuche angeht. Was vorher irgendwie wattig-surreal war, ein Geschehen, das eigentlich nur wenig mit einem selbst zu tun hat, bis auf H\u00e4ndewaschen, r\u00fcckt nun f\u00fchlbar in den Alltag, und das nicht nur wegen einer vermutlich verkackten Pressekonferenz. Und keine wei\u00df, was uns noch alles bl\u00fcht. Aber Kopf hoch, liebe Leserinnen, was uns unter anderem vom Tier unterscheidet, ist das Prinzip Hoffnung.<br \/>\nZum Beispiel darauf, dass im April der Flugverkehr noch l\u00e4uft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pastellfarbene Bl\u00fcten in der Morgensonne. Sonst sieht\u2019s zappenduster aus, sieht man von der Mail von Sheema Khawaja von heute Nacht ab, laut der ich als Erbe des verstorbenen Goldh\u00e4ndlers 30 Millionen geerbt habe. Damit k\u00e4me ich erstmal \u00fcber die Runden. Aber irgendwann wird sich herausstellen, dass Geld nicht essbar ist. 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