{"id":11173,"date":"2020-08-04T12:30:09","date_gmt":"2020-08-04T06:30:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11173"},"modified":"2020-08-04T12:30:09","modified_gmt":"2020-08-04T06:30:09","slug":"04-08-2020-bestrafe-einen-erziehe-hundert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11173","title":{"rendered":"04.08.2020 \u2013 Bestrafe einen, erziehe hundert."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/katharina-grosse.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/katharina-grosse-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignnone size-large wp-image-11174\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/katharina-grosse-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/katharina-grosse-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/katharina-grosse-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/katharina-grosse.jpg 1239w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Die Ausstellung von Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof ist tats\u00e4chlich so beeindruckend wie sie in fast allen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/25\/katharina-grosse-hamburger-bahnhof-kunst\">Feuilletons<\/a> befeiert wurde.<\/em> Ein feiner konzeptueller Ansatz, wie umgehen mit den Grenzen des klassischen musealen Raumes, ist \u00e4sthetisch opulent umgesetzt. Kunst wie auf Droge. Das ist nichts grundst\u00fcrzend Neues, dieses Terrain haben Stra\u00dfenkunst, Graffiti und Avantgarde schon lange beackert, aber wenn Sie, liebe Leserinnen, mal eine Ausstellung besuchen wollen wo Sie sich ohne Audioguide, Katalog und 4 Semestern Volkshochschule moderne Kunst einfach von \u00c4sthetik \u00fcberw\u00e4ltigen lassen k\u00f6nnen, gehen Sie hin, es lohnt sich. Und f\u00fcr mich als Ackersmann im Bergwerk der Sprache ist es immer wieder ein Heidenspa\u00df selbst in Texten, an denen monatelang Kolonnen von Vollakademikerinnen gew\u00fctet haben, Monsterklopse zu entdecken<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignnone size-large wp-image-11175\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/skulptural.jpg 1548w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Skulpural. <\/em>H\u00e4ngt seit Wochen da. Das geht nat\u00fcrlich gar nicht. Aber bevor ich hier in den Ruf eines Dudenkorinthenkackers gerate: Der Duden wird grunds\u00e4tzlich \u00fcberbewertet. Als Leitplanke f\u00fcr Loser, Minderleister und Ich-Schw\u00e4chlinge ok, aber freie und \u00fcberfliegende Geister wie ich lassen sich durch sowas keine Fesseln anlegen. Wir sind die Avantgarde, die aus toter Sprache das machen, was sie ist: Etwas Lebendiges, das sich im Prozess entwickelt. Was dann der Duden 3 Ausgaben sp\u00e4ter gerne mal einfangen darf. Hugh, ich habe gesprochen, ich Freigeist, ich. Aber skulpural, bei aller Freigeistigkeit: igitt.<br \/>\nIgitt war nat\u00fcrlich auch die Demo der Covidioten am Wochenende in Berlin. Wir sollen sie laut Kommentarsensibelchen auch im sonst h\u00f6chstgesch\u00e4tzten Deutschlandfunk nicht Idioten nennen, weil wir ja ihre Sorgen und N\u00f6ten ernstnehmen sollen und sie da abholen, wo sie \u00e4ngstlich bibbern etc. pp &#8211; also nicht beschimpfen, sondern sozialarbeiterisch bekuscheln.<br \/>\nDrauf geschissen. Nat\u00fcrlich nehme ich existentielle Sorgen und \u00c4ngste ernst, das gebietet mir nicht nur meine Empathie, das geh\u00f6rt auch zu meinem Job. Aber Sorgen und \u00c4ngste geben niemandem das Recht, mit Nazis zu marschieren und sie geben niemandem das Recht, als potentiell tausendfache Superspreader gezielt und bewusst das Leben anderer zu gef\u00e4hrden. Wer so handelt, dessen Sache ist nicht die der res publica, der Republik. Wer sich nicht verantwortungsvoll um die Sache der Allgemeinheit k\u00fcmmerte, den nannten die alten Griechen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Idiot\">idiotes<\/a>. Das ist der Stamm f\u00fcr Idiot und daher sind Menschen, die auf solchen Demos mitmachen, aus allen Gr\u00fcnden, auch aus denen der humanistischen Bildung, Idioten. Also alle Kommentator*innen, die das anders sehen: Setzen, Sechs.<br \/>\nDiesen Idioten ist \u00fcbrigens mit aller H\u00e4rte entgegen zu treten. So sind die Verantwortlichen f\u00fcr diese verbrecherischen Aktivit\u00e4ten vollumf\u00e4nglich privat haftbar zu machen f\u00fcr alle Corona-Folgekosten, die aus diesen Veranstaltungen resultieren, wie Kosten f\u00fcr \u00e4rztliche Behandlungen, Krankenhaus, Verdienstausf\u00e4lle, Versicherungen, Quarant\u00e4ne, Beerdigungen etc. pp. Das d\u00fcrfte jede durchschnittliche b\u00fcrgerliche Existenz in den Orkus jagen und wenn sich das rumspricht, ist schnell Schluss mit derlei Unfug. Wie sagte doch Mao dereinst:<br \/>\n\u201eBestrafe einen, erziehe hundert.\u201c  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausstellung von Katharina Grosse im Hamburger Bahnhof ist tats\u00e4chlich so beeindruckend wie sie in fast allen Feuilletons befeiert wurde. Ein feiner konzeptueller Ansatz, wie umgehen mit den Grenzen des klassischen musealen Raumes, ist \u00e4sthetisch opulent umgesetzt. Kunst wie auf Droge. 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