{"id":11451,"date":"2020-12-08T16:25:37","date_gmt":"2020-12-08T10:25:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11451"},"modified":"2020-12-08T16:26:07","modified_gmt":"2020-12-08T10:26:07","slug":"08-12-2020-launig-apokalyptisch-und-handfest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11451","title":{"rendered":"08.12.2020 \u2013 Launig, apokalyptisch und handfest."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994-1024x700.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"427\" class=\"alignnone size-large wp-image-11453\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994-1024x700.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994-300x205.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994-768x525.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994-624x427.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Silke-arp-1994.jpg 1458w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\nAuftritt des verdienten K\u00fcnstlerkollektivs SCHUPPEN 68 bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Silke_Arp_bricht\">\u201eSilke Arp bricht\u201c,<\/a> Hannover, 1995, anl\u00e4sslich des 46. Geburtstages der DDR. Silke Arp machte 1995 das, was heute Avantgarde ist, und war laut Zeit \u201e \u2026 die einzig wirklich gro\u00dfst\u00e4dtische Lokalit\u00e4t, die es so auch durchaus in Berlin h\u00e4tte geben k\u00f6nnen \u2026\u201c. Das Foto zeigt rechts unseren damaligen Hauptdarsteller, den Liebling der Massen Pedder Popstar, bei seiner Performance zur Rede Stalins \u00fcber die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in der damaligen SU. Das war genauso jenseits allen guten Geschmacks und aller Konventionen wie meine folgende Ode an Erich Mielke in Hexametern, und demzufolge flippte der Ostzonenmob, der sich in den Schuppen (sic!) verlaufen hatte, weil er eine Art r\u00fchrseliger DDR-Nostalgie a la \u201eEin Kessel Buntes\u201c erwartet hatte, v\u00f6llig aus und wollte uns von der B\u00fchne pr\u00fcgeln.<br \/>\nEs war ein ganz, ganz gro\u00dfer Abend, ragend und unvergesslich in k\u00fcnstlerischer, gesellschaftlicher und menschlicher Bedeutung f\u00fcr alle Beteiligten und den Erdkreis. Es war durch Nichts mehr zu steigern. Demzufolge war nach diesem Abend vom verdienten K\u00fcnstlerkollektiv SCHUPPEN 68 f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Jahre Nichts mehr zu h\u00f6ren. Die damaligen SCHUPPEN Protagonist*innen gingen ihrer Wege: Ehe, Kinder, Kloster, Friedhof.<br \/>\nIch schreibe das auch, damit Sie, liebe Leserinnen, eine diesem Blog innewohnende gewisse Radikalit\u00e4t nachvollziehen k\u00f6nnen. Wer derartige Auftritte wie den Geschilderten relativ unbeschadet durchgestanden hat, was sollte den noch ersch\u00fcttern und was sollte ihn abhalten, den Dingen bis zur Wurzel (lat. Radix) auf den Grund zu gehen und die bestehenden Verh\u00e4ltnisse einer radikalen Kritik der Vernunft zu unterziehen?<br \/>\nInsofern wird es Sie nicht \u00fcberraschen, dass ich Hier und Heute, an diesem Ort und aus gegebenem Anlass, meine Forderung nach einem brutalstm\u00f6glichen Lockdown wiederhole, drei Wochen Alle Zuhause, Kontrolle durch Einsatz der Bundeswehr, maximale Repression gegen Regelverletzer*innen, gerne Zwangspsychatrisierung von Verschw\u00f6rungsspinnerinnen und Querdenker-Nazis, Zwangsimpfung, etc. pp. Das volle Programm.<br \/>\nDie Details entnehmen Sie bitte den Referentinnen-Entw\u00fcrfen aus den Schubladen der zust\u00e4ndigen Ministerien, die dort der n\u00e4chsten Mega-Pandemie harren, welche so sicher wie das Amen in der Kirche kommt.<br \/>\nWir (auch so eine Unsitte, die Verwendung des Pluralis Majestatis. Wird \u00fcberwiegend von Feuilleton-Schreiberlingen mit mangelhafter Ich-St\u00e4rke verwendet) haben mit Launigem angefangen, entfalteten im Mittelteil etwas Apokalypse und wollen mit Handfestem enden: dem B\u00f6rsentipp der Woche. Die Sparquote in der BRD hat unter Corona Rekordh\u00f6hen erreicht, \u00fcber 20 Prozent, zus\u00e4tzliche 100 Mrd. Euro liegen Negativverzinst irgendwo rum. Nur bei uns (Ok, nicht bei Allen)! Und harren der Ausgabe in Postcorona-Zeiten. Konsum! Weltweit. Was liegt also n\u00e4her als die Anschaffung eines <a href=\"https:\/\/www.onvista.de\/etf\/XTRACKERS-MSCI-WORLD-CONSUMER-STAPLES-UCITS-ETF-1C-USD-ACC-ETF-IE00BM67HN09\">Consumerbasierten, weltweit gestreuten ETF<\/a>. Das w\u00e4re jetzt aber zynisch, h\u00f6re ich da?<br \/>\nThema der n\u00e4chsten Vorlesung ist die Abgrenzung von Realit\u00e4t zu Wahn und Zynismus in Abh\u00e4ngigkeit von gesellschaftlichen Paradigmenwechseln. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auftritt des verdienten K\u00fcnstlerkollektivs SCHUPPEN 68 bei \u201eSilke Arp bricht\u201c, Hannover, 1995, anl\u00e4sslich des 46. Geburtstages der DDR. Silke Arp machte 1995 das, was heute Avantgarde ist, und war laut Zeit \u201e \u2026 die einzig wirklich gro\u00dfst\u00e4dtische Lokalit\u00e4t, die es so auch durchaus in Berlin h\u00e4tte geben k\u00f6nnen \u2026\u201c. 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