{"id":11816,"date":"2021-05-08T12:14:32","date_gmt":"2021-05-08T06:14:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11816"},"modified":"2021-05-08T12:19:43","modified_gmt":"2021-05-08T06:19:43","slug":"08-05-2021-bloss-nicht-auf-der-seuchen-zielgeraden-schlappmachen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11816","title":{"rendered":"08.05.2021 \u2013 Blo\u00df nicht auf der Seuchen-Zielgeraden schlappmachen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/den-unterschied-trinkste-nicht-wech.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/den-unterschied-trinkste-nicht-wech.jpg\" alt=\"\" width=\"747\" height=\"747\" class=\"alignnone size-full wp-image-11817\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/den-unterschied-trinkste-nicht-wech.jpg 747w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/den-unterschied-trinkste-nicht-wech-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/den-unterschied-trinkste-nicht-wech-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/den-unterschied-trinkste-nicht-wech-624x624.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Das Firmenschild h\u00e4ngt als Memento Mori in meinem Garten.<\/em> In dieser Weinhandlung (der Hinweis darauf ist im Laufe der Jahre verblasst) war ich im vorigen Jahrtausend l\u00e4ngere Zeit Stammgast. Die Chefin des Hauses pries ihr Angebot in h\u00f6chsten T\u00f6nen, trank aber selber keinen Schluck davon, sondern nur F\u00fcrst Bismarck und das in rauen Mengen. Ihre Lebensweisheiten waren sonder Zahl; teure Weine z. B kanzelte sie intern ab, wenn man und frau in trauter Zech-Runde beisammensa\u00df, begleitet von mitunter durch die undichte Decke des Kelleretablissements in bereitgestellte Eimer pl\u00e4tschernden Regentropfen, mit der Einordnung: \u201eDen Unterschied trinkste nich wech\u201c. Und darauf einen F\u00fc Bi.<br \/>\nDaran musste ich denken, als ich unl\u00e4ngst meine Erstimpfung (mit dem Rolls Royce aller Impfstoffe\u2026) mit einem besonderen Tropfen feierte, einem der F\u00fcrsten aus dem Burgund. Der ein Mehrfaches dessen kostete, was ich f\u00fcr Alltagstropfen zahle. Etwas f\u00fcr ganz besondere, einmalige Anl\u00e4sse eben.<br \/>\nEine glatte Entt\u00e4uschung. Den Unterschied trinkste eben nich wech. Wie soll ich dann meinen abgeschlossenen Impfschutz feiern, und wie das Ende der Seuche? Wobei letzteres schwierig zu bestimmen sein wird. Es wird ja sp\u00e4ter im Jahr keine Regierungserkl\u00e4rung von Bundeskanzler FLaschet geben (und ich wette 5:1, dass es auf diese Nulll\u00f6sung hinausl\u00e4uft), in der er verk\u00fcndet: \u201eLiebes Volk, hiermit erkl\u00e4re ich die Pandemie f\u00fcr beendet und die Party f\u00fcr er\u00f6ffnet.\u201c Vermutlich wird uns die Seuche noch Jahre begleiten, unterwegs hoffentlich alle Impfquerulanten niederstrecken, peinigen und bekehren, und uns mit regelm\u00e4\u00dfiger Corona-Impfung im Herbst begl\u00fccken (kriege ich dann jedes Mal den Rolls Royce \u2026?).<br \/>\nNein, das Ende der Seuche muss jede*r f\u00fcr sich individuell bestimmen, \u00dcbergabe des Impfpasses, erste Auslandsreise, erster Indoor Restaurant-Besuch, whatsoever. Eingedenk der Burgunder-Pleite werde ich dann mit Sicherheit keinen edlen Tropfen k\u00f6pfen. Ich werde dann etwas machen, was ich sonst fast nie mache: Ich drucke mir etwas aus (Auf dem Weg zum papierlosen B\u00fcro bin ich quasi auf der Zielgeraden). Und zwar meinen Blog von dem Tag an, wo ich das erste Mal den Begriff Corona verwendet habe, also vermutlich irgendwann im Februar oder M\u00e4rz 2020. Diese komplette individuelle Dokumentation meiner Wahrnehmung dieser epochalen, und hier passt der Begriff ausnahmsweise, Z\u00e4sur \u201eCorona-Pandemie\u201c werde ich dann binden und in aller Ruhe lesen. Wann und wo habe ich mich unter Seuchenbedingungen wie ver\u00e4ndert, wie hat sich meine Wahrnehmung, wie hat sich die Welt ge\u00e4ndert?<br \/>\nDas Ganze nat\u00fcrlich begleitet von einem edlen Tropfen.<br \/>\nJetzt habe ich nur eine Sorge: Blo\u00df nicht auf der Seuchen-Zielgeraden schlappmachen. Nicht auf den letzten Metern noch die Seuche einfangen. Vor der ich immer Respekt, aber nie Angst hatte. Hab sie ernst genommen, mich seri\u00f6s informiert, die Regeln eingehalten, hier im Blog daf\u00fcr geworben und ansonsten war ich dankbar f\u00fcr meine doch ziemlich privilegierte Existenz unter Seuchen-Bedingungen.<br \/>\nAber jetzt, auf der Zielgeraden, werde ich doch etwas hibbelig, gurgele z. B. noch \u00f6fter als fr\u00fcher nach Drau\u00dfen-Aufenthalten mit Dequonal. Nat\u00fcrlich ist eine Infektion f\u00fcr mich mittlerweile noch unwahrscheinlicher als fr\u00fcher, aber mit der Wahrscheinlichkeit ist das so eine Sache. Es soll ja auch Leute geben, die vom Blitz erschlagen werden. Oder die im Lotto Verm\u00f6gen gewinnen.<br \/>\nSonniges Wochenende, liebe Leserinnen, und halten auch Sie auf der Zielgeraden durch. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Firmenschild h\u00e4ngt als Memento Mori in meinem Garten. In dieser Weinhandlung (der Hinweis darauf ist im Laufe der Jahre verblasst) war ich im vorigen Jahrtausend l\u00e4ngere Zeit Stammgast. 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