{"id":11848,"date":"2021-05-23T14:16:02","date_gmt":"2021-05-23T08:16:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11848"},"modified":"2021-05-23T14:16:02","modified_gmt":"2021-05-23T08:16:02","slug":"23-05-2021-sind-so-viele-fragen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=11848","title":{"rendered":"23.05.2021 \u2013 Sind so viele Fragen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210511_192544_resized_1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210511_192544_resized_1-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignnone size-large wp-image-11849\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210511_192544_resized_1-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210511_192544_resized_1-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210511_192544_resized_1-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210511_192544_resized_1.jpg 1205w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NnN_Oz1U0RE\">Train train<\/a><\/em>. Z\u00fcge waren ein klassischer Topos des Blues und Rock, Sehnsucht nach der Ferne und \u00dcberdruss am eigenen Ort, Neues erleben, Altes vergessen, Aufbruch, Entdeckung, Eroberung. Spielt, soweit ich das auf dem Schirm habe, in der schwarzen Auspr\u00e4gung von Pop, also Soul, Funk, Reggae (Hiphop, Rap etc. kann ich nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nicht beurteilen) kaum eine Rolle, scheint mehr ein wei\u00dfes Ding zu sein. Ob das das Conquistador-Gen der Wei\u00dfen ist, die einen offensichtlich unstillbaren Trieb zur Eroberung \u00e4u\u00dferer und innerer Kontinente hatten und noch haben? Weshalb sie auf dem Sektor Mobilit\u00e4t durchaus Bahnbrechendes erfanden, w\u00e4hrend ihnen die Kenntnis von Kr\u00e4utern, innerem Erleben und Spiritualit\u00e4t eher fl\u00f6ten ging. Ersatzweise entwickelten sie in der postkolonialen \u00c4ra  den TUI-Imperialismus, die Eroberung und Vernichtung fremder Kulturen mittels Boeing 727, Flughafen-Transfer, Halbpension, Hotel am Strand,  7 Tage, 4 Sterne f\u00fcr 629 Euro. Das geh\u00f6rt zum Recht auf freie Pers\u00f6nlichkeitsentfaltung, nach Grundgesetz Artikel 2: \u201eJeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit, das beinhaltet das uneingeschr\u00e4nkte Recht auf Urlaubsreisen\u201c.<br \/>\nZumindest gef\u00fchlte Grundgesetz-Praxis. Solcherlei Gedanken m\u00e4anderten unl\u00e4ngst durch mein Hirn, als ich die stillgelegte Trasse der ehemaligen Kohlebahn hinter meinem Haus vom hiesigen Hafen zum Kraftwerk erkundete. Die Katze oben begleitete mich eine Weile.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/bahnstrecke.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/bahnstrecke-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignnone size-large wp-image-11850\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/bahnstrecke-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/bahnstrecke-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/bahnstrecke-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/bahnstrecke.jpg 774w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\nIrgendwann war ich dann auf archaischen Bahnschwellen, die ich auch als Foto einer maroden rum\u00e4nischen Karpaten-Bahnlinie verkaufen k\u00f6nnte, alleine unterwegs, mitten in der Natur, Stille, wo keine 100 Meter entfernt, vor dem Fenster meines Arbeitszimmers, 20.000 Autos am Tag vorbeidonnern und meinem morgendlichen W\u00fcrfelhusten st\u00fcndlich Zucker geben. Man muss mitunter gar nicht weit reisen, um irgendwo anzukommen.<br \/>\nIch war auf den Bahnschwellen u. a. dabei, Gedankenstaub aus meinem Gem\u00fct zu sch\u00fctteln, nach einer drolligen Zoom-Sitzung, bei der ich das Missvergn\u00fcgen hatte, den Host zu geben. So sehr ich analoge Moderation sch\u00e4tze, so wenig goutiere ich digitale. Mir fehlt jedes Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wie die Leute in digitalen R\u00e4umen drauf sind. Wenn ich in einem analogen Versammlungs-Raum bin, \u201erieche\u201c ich nach wenigen Momenten die Stimmung, so wie andere schon beim Auto-Motor-Anlassen h\u00f6ren, dass die Bremsen in 57 Tagen mal wieder ge\u00f6lt werden m\u00fcssen, oder so. Hat halt jeder sein Ding.<br \/>\nIn digitalen Versammlungsr\u00e4umen rieche ich h\u00f6chstens meine Gem\u00fcsesuppe, die in der K\u00fcche auf dem Herd k\u00f6chelt. Und so muss ich mir Gedanken machen \u00fcber Seuchenforcierte Digitalisierungstendenzen und deren gesellschaftliche Auswirkungen, anhand eigenen Erlebens.<br \/>\nGestern z. B. sa\u00dfen schon die ersten Leute in der Au\u00dfengastronomie. Dieser winzige (norddeutsches Schweinenieselbibberwetter) Lichtstrahl von Hoffnung auf mehr \u201eNormalit\u00e4t\u201c lie\u00df mich unber\u00fchrt. Frisst sich der Digital-Virus langsam ins Gem\u00fct? Was geht an alten F\u00e4higkeiten und Wahrnehmungen fl\u00f6ten? Wann wird es endlich w\u00e4rmer? Und kommt der Hl. Geist zu Pfingsten \u00fcber mich und macht, dass ich in fremden Sprachen rede, so wie <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/HFA\/Apostelgeschichte2\">in der Bibel<\/a>?<br \/>\nSind so viele Fragen \u2026Aber das mit den Sprachen w\u00e4re ein Hammer. Griechisch ist echt so Schei\u00dfschwer, die Schrift allein \u2026<br \/>\nLiebe G\u00f6ttin, mach dass \u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Train train. 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