{"id":12909,"date":"2022-06-23T12:52:58","date_gmt":"2022-06-23T06:52:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=12909"},"modified":"2022-06-23T13:48:54","modified_gmt":"2022-06-23T07:48:54","slug":"23-06-2022-wuetend-knallte-ich-den-hoerer-die-gabel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=12909","title":{"rendered":"23.06.2022 \u2013 W\u00fctend knallte ich den H\u00f6rer auf die Gabel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220622_102428_resized_1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220622_102428_resized_1-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignnone size-large wp-image-12910\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220622_102428_resized_1-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220622_102428_resized_1-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220622_102428_resized_1-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/20220622_102428_resized_1.jpg 867w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Tischfernsprecher W 48. Ein Ger\u00e4t aus dem Fundus des gesch\u00e4tzten Kommunikationsexperten H. Sievers.<\/em><br \/>\nEin Satz aus der Literatur bis in die 90er, mit dem die Generation U 40 nichts anfangen kann: W\u00fctend knallte ich den H\u00f6rer auf die Gabel.<br \/>\nIch hatte Claudia Roth am Telefon den R\u00fccktritt empfohlen. Sie hatte sich geweigert, mit dem Hinweis darauf, dass die <a href=\"https:\/\/www.bazonline.ch\/ein-lang-angekuendigtes-debakel-951807313769\">Leiterin <\/a>der Documenta demn\u00e4chst zum R\u00fccktritt gedr\u00e4ngt w\u00fcrde, damit sie und Steinmeier aus der Schusslinie k\u00e4men. Bauernopfer.<br \/>\nMeine Frage, ob wenigstens dem uns\u00e4glichen Team aus Indonesien die k\u00fcnstlerische Verantwortung entzogen w\u00fcrde, die Documenta als Zeichen der \u00dcbernahme von Schuld und Verantwortung f\u00fcr zwei Wochen dicht gemacht w\u00fcrde und die Aktivit\u00e4ten des BDS in Deutschland endlich unter Strafe gestellt w\u00fcrden, hatte sie verneint. W\u00fctend knallte ich den H\u00f6rer auf die Gabel (Ein zu und zu sch\u00f6ner Satz).<br \/>\nDie bisherigen <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/judenhass-bei-der-documenta-diese-kunst-toetet-kommentar-a-70d6b0eb-0d7c-4879-a0dd-950720b02686\">Stellungnahmen <\/a>aller Verantwortlichen sind derart unter meiner intellektuellen W\u00fcrde, strotzen so vor Dummheit und Feigheit, dass ich mich weigere, sie auch nur zu verlinken.<br \/>\nEs gibt drei Arten von Antisemitismus in unserer Gesellschaft: Rechten, aus der Mitte und linken. Rechter ist genuiner Faschismus. Da muss nichts zu gesagt werden. Der aus der Mitte ist das Erbe einer nach dem Krieg nur formal entnazifizierten b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, in der der Antisemitismus weiter g\u00e4rte. Die Leiterin der Documenta mag da als Beispiel gelten.<br \/>\n Der linke Antisemitismus gr\u00fcndet u. a. im Antiimperialismus. Eine kurze und pr\u00e4zise <a href=\"https:\/\/www.anders-denken.info\/informieren\/antisemitismus-von-links\">\u00dcbersicht <\/a>\u00fcber die Genese mit Beispielen des linken Antisemitismus gibt es <a href=\"https:\/\/www.anders-denken.info\/informieren\/antisemitismus-von-links\">hier<\/a>. Die \u201eAntiimps\u201c entdeckten in den 60ern ff. Lenins Theorie des Imperialismus als h\u00f6chster Form des Kapitalismus f\u00fcr sich und Amerika als Wurzel allen imperialistischen \u00dcbels, mit Israel als seinem St\u00fctzpunkt. Und Pal\u00e4stinenser*innen als Lieblingsprojektionsfl\u00e4che f\u00fcr feuchte Befreiungsphantasien. Das fl\u00e4chendeckend getragene Symbol dieser Narrheit war das \u201ePali\u201c genannte Pal\u00e4stinensertuch, eine \u00e4sthetische Schwerstkatastrophe, die ich mir noch nicht mal zum \u00d6lhacken in den Keller gelegt h\u00e4tte. Damals konnten Pal\u00e4stinenser-Organisationen, \u00e4hnlich den Kurdinnen, zur Not (!) als fortschrittlich gelten.<br \/>\nDie Fronten waren klar, wer der Gute und wer der B\u00f6se war und es geh\u00f6rte zum guten, antiimperialistischen Ton, den Zionismus zu verdammen, immer antisemitisch konnotiert. Der Kommunistische Bund z. B. , sonst eher zumindest ansatzweise zurechnungsf\u00e4hig, rief gerne zum Kampf gegen \u201eden internationalen Zionismus\u201c auf. Eine antisemitische Floskel par excellence.<br \/>\nThe times they are a changing. Von Fortschritt und Emanzipation nichts mehr zu sehen, weltweit, im Anti-Imp Zusammenhang oder sonstwo. Heute hei\u00dft das \u201eDekolonisation\u201c, ist aber die gleiche, angebr\u00e4unte Br\u00fche<br \/>\nDie gew\u00e4hlte Regierung der Pal\u00e4stinenser z. B.  wird von der Hamas gestellt, eine faschistische Terrororganisation, die den Holocaust und das Existenzrecht Israels leugnet und es als Pflicht f\u00fcr jeden Muslim (Religi\u00f6ser Wahn kommt dazu) sieht, Juden zu t\u00f6ten, wo auch immer.<br \/>\nWas sich nicht ge\u00e4ndert hat, sind die K\u00f6pfe der mittlerweile ergrauten Anti-Imps. Wie Claudia Roth, ehemals Managerin der linksradikalen Krachkapelle Ton, Steine, Scherben. Sie tr\u00e4gt schon mal Schleier bei ihren Besuchen im Iran und macht auf dicke Hose mit den dortigen Antisemiten, w\u00e4hrend sie hier als eine der wenigen im Bundestag gegen die Verurteilung des BDS stimmte. Claudia Roth ist eine klassische Antisemitin in der Tradition der Antiimps.<br \/>\nMit Antisemiten zu diskutieren ist \u00fcbrigens \u00e4hnlich sinnlos wie mit Coronaschwurblerinnen, das ist psychodynamisch gesehen ein Holz. Es handelt sich hier um Wahn. Der, anders als beim Kapitalisten, kein Interesse vertritt, zumindest kein eigenes. Dem linken Antisemiten k\u00f6nnen sie 10x was erz\u00e4hlen davon, dass Israel vergleichsweise eine Insel von Freiheit und Gerechtigkeit ist, umgeben von einem Meer von Barbaren und Hamas-Faschisten. Der linke Antisemit wird zuh\u00f6ren, nicken und sagen: \u201eDas stimmt alles. Aber Israel hat doch \u2026.\u201c<br \/>\nW\u00fctend knallte ich den H\u00f6rer auf die Gabel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tischfernsprecher W 48. Ein Ger\u00e4t aus dem Fundus des gesch\u00e4tzten Kommunikationsexperten H. Sievers. Ein Satz aus der Literatur bis in die 90er, mit dem die Generation U 40 nichts anfangen kann: W\u00fctend knallte ich den H\u00f6rer auf die Gabel. Ich hatte Claudia Roth am Telefon den R\u00fccktritt empfohlen. 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