{"id":13643,"date":"2023-03-24T14:19:42","date_gmt":"2023-03-24T08:19:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=13643"},"modified":"2023-03-24T23:19:26","modified_gmt":"2023-03-24T17:19:26","slug":"24-03-2023-alle-die-gegen-das-aufstehen-sind-sollen-aufstehen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=13643","title":{"rendered":"24.03.2023 \u2013 Alle, die gegen das Aufstehen sind, sollen aufstehen!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"814\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-1024x814.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13644\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-1024x814.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-300x238.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-768x610.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-1536x1221.jpg 1536w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-2048x1628.jpg 2048w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230320_131313-624x496.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>S A U.<\/p>\n\n\n\n<p>N A waren zum L\u00fcften ge\u00f6ffnet. Betrachtung ist immer eine Frage des Augenblicks. Betrachten wir uns Deutschland. Das Heilige R\u00f6mische Reich Deutscher Nation umfasste im Jahr 1000 unter anderem Rom, Wien, Br\u00fcnn, Marseille und Utrecht. Das deutsche Kaiserreich vor dem 1. Weltkrieg Elsass, Lothringen, Teile D\u00e4nemarks und das halbe Polen. Nach dem 2. Weltkrieg gab es zwei kleine deutsche Staaten, deren geografischen Umfang ich mal voraussetze, wir sind ja hier nicht in der Klippschule. Sowohl Geografie als auch Bezeichnung des Staatswesens, in dem wir aktuell leben, haben sich im Laufe der Zeit dramatisch ge\u00e4ndert, meist durch Krieg, Gewalt, Tod, Unrecht, bejubelt oder verdammt, je nach Standpunkt und Betrachtung. Immer waren diese Ver\u00e4nderungen Anlass f\u00fcr neuen Nationalismus, Chauvinismus, Revanchismus, neue Kriege, Ver\u00e4nderungen usw. usf, ein elender Circulus Vitiosus. Der Frieden hatte fast nie eine Chance, um auch nur mal Luft zu holen. Allein aus diesem Grund ist mir schon der Begriff \u201eNation\u201c zutiefst zuwider und kaum etwas empfinde ich \u00e4sthetisch \u2013 und damit politisch \u2013 absto\u00dfender als Nationalhymnen und Flaggen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das im Hinterkopf habend, empfand ich angesichts der aktuellen News einen der seltenen Momente von Zuversicht und Hoffnung. Im Ukrainekrieg zeichnet sich zumindest auf der Wording-Ebene erstmals Aussicht auf Waffenstillstand ab. Bis heuer galt mehr oder weniger explizit im Nato-Mainstream: Ukrainekrieg bis zur vollst\u00e4ndigen R\u00fcckeroberung aller Gebiete, inklusive Krim.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist illusorisch. Demzufolge hat sich heute erstmals ein US-Politiker vorsichtig in eine andere Richtung ge\u00e4u\u00dfert, was ich f\u00fcr einen Paradigmenwechsel halte: US-Au\u00dfenminister <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-24-maerz-a-cd69e9d0-1880-40da-bd39-6f51e402cacf\">Antony Blinken schlie\u00dft langfristig Verhandlungen \u00fcber die k\u00fcnftigen Grenzen der Ukraine <\/a>nicht aus. Und er gibt der Ukraine die Marschrichtung vor: \u201e \u2026. Ich glaube, dass es Gebiete in der Ukraine gibt, bei denen die Ukrainer entschlossen sind, am Boden darum zu k\u00e4mpfen. Und eventuell gibt es Gebiete, bei denen sie beschlie\u00dfen, dass sie versuchen wollen, sie auf anderen Wegen wiederzuerlangen \u2026.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Krim z. B.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu wird die L\u00f6sung des Konfliktes in die n\u00e4chste Geberation verschoben. Es gibt einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen, \u00fcber Jahre, mit Auf und Ab und irgendwann, in Jahrzehnten, erscheint die R\u00fcckeroberung der Krim so wie eine heutige Forderung nach R\u00fcckeroberung Breslaus durch die Reichswehr. Sorry, Bundeswehr, respektive Bundesschrotthaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist das nicht gerecht. Aber in der im ersten Moment moralisch vollkommen legitim erscheinenden Forderung nach \u201enationaler Integrit\u00e4t (der Ukraine)\u201c liegt bereits der Keim f\u00fcr weiteren Krieg, Gewalt, Vertreibung. Was dem einen z. B. 1933, Deutschland, die nationale Integrit\u00e4t in den Grenzen von 1914 war, war f\u00fcr den anderen, Frankreich, eine vollkommen zu Recht so empfundene Drohung mit Krieg. Womit ich den imperialistischen Angriffskrieg Putins in keiner Weise legitimieren will. Ich weise nur auf das Dilemma hin, das klassische Dilemma: Gerechtigkeit oder Frieden?<\/p>\n\n\n\n<p>Da mir Leben das H\u00f6chste der G\u00fcter ist, tendiere ich zu Frieden. Mit der Gerechtigkeit ist das eh so eine Sache. Wir erinnern uns an die alte <a href=\"http:\/\/bsti.be\/bs\/3_studienrichtung\/gym\/deutsch6\/kurzgeschichte\/baleks.html\">Geschichte<\/a>: \u201e \u201eGerechtigkeit der Erden, o Herr, hat dich get\u00f6tet \u2026 \u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Oder ist es zum Beispiel gerecht, dass ich wieder beim B\u00fcchnerpreis leer ausgegangen bin?<\/p>\n\n\n\n<p>Also alle, die f\u00fcr den Frieden sind, sollen aufstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und danach sollen alle aufstehen, die gegen das Aufstehen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S A U. N A waren zum L\u00fcften ge\u00f6ffnet. Betrachtung ist immer eine Frage des Augenblicks. Betrachten wir uns Deutschland. 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