{"id":13951,"date":"2023-07-04T13:15:33","date_gmt":"2023-07-04T07:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=13951"},"modified":"2023-07-04T13:16:27","modified_gmt":"2023-07-04T07:16:27","slug":"04-07-2023-wir-brauchen-zwei-jahrzehnte-der-rekommunalisierung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=13951","title":{"rendered":"04.07.2023 \u2013 Wir brauchen zwei Jahrzehnte der Rekommunalisierung"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13952\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-2048x1536.jpg 2048w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garten2-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Blumen, Zen und gr\u00fcne G\u00e4rten. Im Rahmen meiner morgendlichen Garten-Zen-Meditation spr\u00e4che ich, w\u00e4re ich gl\u00e4ubig, regelm\u00e4\u00dfig ein Dankesgebet daf\u00fcr, dass ich in einer WEG wohne, was keine erweiterte WG ist, wie Alt-Hippies glauben m\u00f6gen, sondern das K\u00fcrzel f\u00fcr Wohnungs-Eigent\u00fcmer*innen-Gemeinschaft. Wohin mich gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde gef\u00fchrt haben. Es war weder Lebensziel von mir, Kanzler zu werden, Lokf\u00fchrer, Pilot oder gar Wohnungseigent\u00fcmer. Hat sich so ergeben. Schwein gehabt angesichts der aktuellen Mietsituation. Die Geschichte ist f\u00fcr einen \u00fcbergeordneten, politischen Kontext auch nur deshalb von Belang, weil sie prototypisch f\u00fcr den Paradigmenwechsel in den 90ern steht: Wie aus ehemaligen Hausbesetzern Hausbesitzer wurden. O tempora o mores. Dazu demn\u00e4chst mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute geht es um m\u00f6gliche L\u00f6sungen der dramatischen Wohnsituation f\u00fcr alle die, die weder gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde erfahren haben noch mit ausreichend Taler versehen sind, so dass ihnen die Wohnkostenentwicklung am Arsch lang gehen k\u00f6nnte. Was auf maximal ca. 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung zutrifft. 40 Prozent haben keinerlei R\u00fccklagen oder gar Schulden, 60 Prozent m\u00fcssen ihr gesamtes Einkommen f\u00fcr den Lebensunterhalt ausgeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich brauchen wir zwei Jahrzehnte der Rekommunalisierung. Das hei\u00dft, die S\u00fcnden der vergangenen Jahrzehnte an Privatisierung von \u00f6ffentlicher Daseinsf\u00fcrsorge auf den Gebieten Gesundheit, Energie, Wohnen, Verkehr, Bildung, etc. m\u00fcssen radikal und unumkehrbar r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden. Das ist sowohl sozial\u00f6kologisch notwendig, der Markt richtet es eben nicht, als auch aus Gr\u00fcnden des Erhalts unserer Demokratie. Bis es soweit ist, hier ein paar ungeordnete Vorschl\u00e4ge zum Thema \u201eBezahlbares Wohnen\u201c:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Aldi und Lidl \u00fcberbauen, d. h. alles, was flach, eingeschossig gebaut ist in Cities, muss aufgestockt werden<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Ganze Stra\u00dfenz\u00fcge \u00fcberbauen, siehe <a href=\"https:\/\/berliner-abendblatt.de\/service\/berlin-spandau-welterbe-zum-anfassen-am-denkmaltag-id86493\">https:\/\/berliner-abendblatt.de\/service\/berlin-spandau-welterbe-zum-anfassen-am-denkmaltag-id86493<\/a>&nbsp; Berlin Siemensstadt<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; In die Tiefe bauen, Hochh\u00e4user, die gen Himmel streben, k\u00f6nnen das auch in die andere Richtung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Kooperation zwischen Landeswohnungsbaugesellschaft und kommunalen Genossenschaften, zum Ankauf von Vonovia etc. Liegenschaften<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Leerstandskataster in Ballungsr\u00e4umen erstellen f\u00fcr leerstehende B\u00fcros und Industriebrachen, die zu Wohngeb\u00e4uden umgebaut werden k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Eine ganzheitliche Quartiersentwicklung, funktionierendes Quartiersmanagement, mit Betroffenenbeteiligung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Gesundheitskioske in sozialen Brennpunkten, als Basis f\u00fcr niedrigschwellige Information, Aufkl\u00e4rung, Beratung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Neue Wohngemeinn\u00fctzigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Housing_First\">Housing first <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Matching Agentur Wohnen, die Menschen mit unterschiedlichen W\u00fcnschen zusammenbringt, z. B. Senior*innen, denen die Wohnung, das Einfamilienhaus zu gro\u00df geworden ist, mit Student*innen, die Zimmer suchen. Oder f\u00fcr Wohnraumtausch mit Familien, die zu kleine Wohnungen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Eine j\u00e4hrliche Wohnungsnotfallstatistik, wie in NRW und Berlin<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Keine Strom- und Gassperren, keine Zwangsr\u00e4umungen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Mobilisierung von Bauland f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum durch die Anwendung von Erbbaurecht, Rekommunalisierung von Liegenschaften und Gr\u00fcndung eines \u00f6ffentlichen Bodenfonds.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Enteignungen von b\u00f6rsennotierten Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Einheiten<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Nationalen Aktionsplan zur \u00dcberwindung von Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit in die Praxis umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Blumen, Zen und gr\u00fcne G\u00e4rten, siehe oben, ist \u00fcbrigens eine Anspielung auf das Buch \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gammler,_Zen_und_hohe_Berge\">Gammler, Zen und hohe Berge\u201c<\/a> von Jack Kerouac, ohne den die 60er und alles was danach kam, nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, und ohne den ich sp\u00e4ter nicht durch Europa getrampt w\u00e4re. Na ja, halb Europa.<\/p>\n\n\n\n<p> .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blumen, Zen und gr\u00fcne G\u00e4rten. Im Rahmen meiner morgendlichen Garten-Zen-Meditation spr\u00e4che ich, w\u00e4re ich gl\u00e4ubig, regelm\u00e4\u00dfig ein Dankesgebet daf\u00fcr, dass ich in einer WEG wohne, was keine erweiterte WG ist, wie Alt-Hippies glauben m\u00f6gen, sondern das K\u00fcrzel f\u00fcr Wohnungs-Eigent\u00fcmer*innen-Gemeinschaft. Wohin mich gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde gef\u00fchrt haben. 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