{"id":14275,"date":"2023-10-04T13:28:08","date_gmt":"2023-10-04T07:28:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14275"},"modified":"2023-10-04T13:30:52","modified_gmt":"2023-10-04T07:30:52","slug":"14275","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14275","title":{"rendered":"04.10.2023 \u2013 Wahrscheinlich fehlt mir das Sieger-Gen"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"689\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie-689x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14276\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie-689x1024.jpg 689w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie-202x300.jpg 202w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie-768x1142.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie-1033x1536.jpg 1033w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie-624x928.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/130306Politik-Kommunikation-DGWS-Kopie.jpg 1075w\" sizes=\"(max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Blick ins Archiv, Politik &amp; Kommunikation, das Blatt aus Berlin f\u00fcr Entscheider im politischen Sektor, 2013. Mittlerweile war auch das politische Berlin auf die Scherztruppe aus der norddeutschen Flachebene aufmerksam geworden und fragte etwas verwirrt nach, ob das nun ein Witz gewesen sei mit der Gr\u00fcndung der DGWS, Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Witz und Scherz. Meine Antwort ist des politischen Sektors w\u00fcrdig, hinterher ist man in dieser Sache auch nicht viel schlauer. Da aber die Medien bei jeder SCHUPPEN 68-Aktion Bestandteil der Inszenierung sind, denn nur was medial stattfindet, hat real stattgefunden, \u00fcberrascht das staatsm\u00e4nnisch pr\u00e4zise formulierte Nichtssagen nicht weiter. Wenn ich mir das st\u00e4ndig wachsende mediale Echo dieser Zeit auf die Aktionen anschaue, durchaus wohlwollend, teils mit Sympathisantinnen in den Redaktionen, ist es schon erstaunlich, wie wenig Kapital ich daraus geschlagen habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich fehlt mir das Sieger-Gen. Anders als, und damit sind wir mitten im politischen Berlin, wie es singt und lacht, das beim ehemaligen CDU-B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eberhard_Diepgen\">Diepgen  <\/a>und seinem Spie\u00dfgesellen, dem ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klaus-R%C3%BCdiger_Landowsky#Berliner_Bankenskandal_2001\">Landowski <\/a>der Fall war . <\/p>\n\n\n\n<p>Beide kannten sich aus Zeiten in einer schlagenden Verbindung und so f\u00fchrten sie sich auch in Berlin auf: Zynisch, gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig, gierig, brutal, unf\u00e4hig. Wer diese nackte, unverh\u00fcllte Fratze arroganter Macht bewundern will, schaue sich die faszinierende arte- Serie an \u201e<a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/rbbkultur\/radio\/programm\/schema\/sendungen\/der_tag\/archiv\/20231002_1600\/kultur_aktuell_1845.html\">Capital <\/a>B \u2013 wem geh\u00f6rt die Stadt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wer verstehen will, wie Berlin nach der Wende zu dem geworden ist, was es ist, wer wissen will, wie Macht und Herrschaft im Kapitalismus funktioniert und warum als Konsequenz immer mehr Menschen sich von der Demokratie abwenden, der ist hier bestens aufgehoben und wird zus\u00e4tzlich mit einmaligem Archivmaterial aus der Zeit atemberaubend unterhalten. Beim Anblick der Bilder der b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Schlacht um die besetzten H\u00e4user in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%A4umung_der_Mainzer_Stra%C3%9Fe\">Mainzer <\/a>Stra\u00dfe 1990 nach dem Sommer der Anarchie grenzt es an ein Wunder, dass es dabei keine Toten gab .<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Kriminellen der Erde, so auch die Diepgen-Landowski-Bande, vermuteten zu Recht im Berlin der Nachwendezeit eine Goldgrube mit gigantischem milliardenschwerem Inhalt. Bestechung, Mord und Totschlag regelten das, was das Parlament nicht immer willf\u00e4hrig zugestand. Der f\u00fcr Immobilien zust\u00e4ndige Referatsleiter Hanno <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Briefbombenattentat_auf_Hanno_Klein\">Klein <\/a>wurde mit einer Briefbombe ins Jenseits bef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p> Ein Mitarbeiter der Immobilien-Firma Aubis, zentraler Akteur der Berliner <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berliner_Bankenskandal\">Bankenkrise<\/a>, versuchte seine Chefs zu erpressen, arbeitete auch mit dem zust\u00e4ndigen Untersuchungsausschuss zusammen und wurde 2002 ermordet. Beide Male verliefen die Untersuchungen im Sande, obwohl zahlreiche Spuren noch nicht ausgewertet waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Verantwortlich f\u00fcr den Banken-Skandal, der Berlin in die finanzielle Schieflage brachte, die vor allem von der CDU permanent skandalisiert wird, war die Diepgen-Landowski-Bande von der Berliner CDU. Sie gr\u00fcndete 1994 die Bankgesellschaft Berlin AG, mehrheitlich im Besitz des Landes Berlin, um einen Finanz-Big Player in Berlin zu haben. Der Steuerzahler haftete f\u00fcr s\u00e4mtliche Risiken der gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig und bar jeden Sachverstandes investierenden Volltrottel AG. Au\u00dferdem legte sie riesige Immobilienfonds mit risikofreien gigantischen Renditen f\u00fcr alle Mitglieder und Bekannten der Diepgen-Landowski-Bande auf. Damit das alles mit rechten, also kriminellen, Mitteln zuging, wurde Landowski als Vorstandsmitglied der Bankgesellschaft installiert. Obwohl er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses war. Das ist so, als ob man den Wolf zum H\u00fctehund f\u00fcr die Schafherde macht. Dar\u00fcber hinaus lie\u00dfen sich Diepgen und Landwoski derart dreist bestechen, dass es sogar auffiel, was in Deutschland selten vorkommt. Die Ermittlungen verliefen im Sande, bis auf ein paar l\u00e4cherliche Verurteilungen mit Bew\u00e4hrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD hat \u00fcbrigens munter in dieser Betonmafia mitgemischt. Und genau diese alten CDU-SPD-Seilschaften sind jetzt wieder an der Regierung und verhindern die Umsetzung des erfolgreichen Volksbegehrens auf Enteignung gro\u00dfer Immobilienkonzerne.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie, liebe Leserinnen, also einige Gr\u00fcnde kennenlernen wollen, warum sich immer mehr Menschen von der Demokratie abwenden, schauen Sie sich Capital B (das Wortspiel ist beabsichtigt) an, Sie werden auf hohem Niveau bestens unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und obwohl dieser irrsinnige Geist des Sommers der Anarchie, der Stra\u00dfenk\u00e4mpfe, der scheinbar grenzenlosen Freiheit und Kreativit\u00e4t, der kriminellen Aus\u00fcbung von Macht und Herrschaft im Kapitalismus, verflogen oder unsichtbarer geworden ist, umweht die Steine von Capital B und die Menschen dort immer noch ein Hauch jener Aura, die Berlin so einmalig macht. Wer Sinne hat, das wahrzunehmen, sp\u00fcrt das. Das ist wie eine Transzendenzerfahrung in einer riesigen Kathedrale. Daf\u00fcr muss man nicht glauben, die Transzendenz ist da.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blick ins Archiv, Politik &amp; Kommunikation, das Blatt aus Berlin f\u00fcr Entscheider im politischen Sektor, 2013. Mittlerweile war auch das politische Berlin auf die Scherztruppe aus der norddeutschen Flachebene aufmerksam geworden und fragte etwas verwirrt nach, ob das nun ein Witz gewesen sei mit der Gr\u00fcndung der DGWS, Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Witz und Scherz. 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