{"id":14398,"date":"2023-11-02T13:18:10","date_gmt":"2023-11-02T07:18:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14398"},"modified":"2023-11-02T13:23:50","modified_gmt":"2023-11-02T07:23:50","slug":"02-11-2023-fellatio","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14398","title":{"rendered":"02.11.2023 \u2013 Fellatio"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/110814Hallo-Sonntag-Bettelstudent-Ausbildung.pdf.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"339\" height=\"805\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/110814Hallo-Sonntag-Bettelstudent-Ausbildung.pdf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14399\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/110814Hallo-Sonntag-Bettelstudent-Ausbildung.pdf.jpg 339w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/110814Hallo-Sonntag-Bettelstudent-Ausbildung.pdf-126x300.jpg 126w\" sizes=\"(max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Rhetorik-Grundkurs, Erste Lektion: Immer mit einem Witz beginnen. Aus dem Archiv: Hallo Sonntag, 14.08.2011. Einer geht noch: Was haben Studenten und Walfische gemeinsam? Immer im Tran und die meiste Kraft im Schwanz. Ok, der war ein bisschen Walfischfeindlich, aber ganz putzig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberleitung ist es jetzt etwas ruckelig, zum Bundesverfassungsgericht BVG, aus dem <a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14386\">Eintrag <\/a>vom 29.10.23  . Geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf, was vermutlich auch an der Sogkraft des Bildes von Maina-Miriam Munski in dem Eintrag liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ging es um die Tatsache, dass dieses famose Organ BVG noch 1966 dekretiert hatte, dass die Ehefrau im Akte der ehelichen (!) Beiwohnung weder Gleichg\u00fcltigkeit noch Widerwillen zur Schau stellen d\u00fcrfe. 1997, richtig gelesen, nicht 1897, beschloss der Bundestag, Vergewaltigung in der Ehe als Verbrechen ins StGB zu \u00fcbernehmen. Im Umkehrschluss: Bis dahin konnte der Ehemann die G\u00f6ttergattin halbtot zum Verkehr pr\u00fcgeln und blieb straffrei. <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gesetz-strafbarkeit-vergewaltigung-ehe-100.html\">Zu den 138 Abgeordneten<\/a>, die auch noch 1997 dagegen stimmten, geh\u00f6rte Friedrich Merz  . Ich erw\u00e4hne das deshalb, weil es mir beim Umgang mit Faschismus nicht nur um die politisch organisierte Herrschaftsform geht, sondern auch um psychische Strukturen und Mentalit\u00e4ten. Der Faschismus als Herrschaftsform kann nur da an die Macht gelangen, wo er auf eine entsprechende psychische Disposition einer hohen Anzahl von Mitgliedern der Gesellschaft trifft. Als da unter anderem w\u00e4ren: Analer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Analcharakter#Eigenschaften_des_Analcharakters\">Zwangscharakter  <\/a>, Unf\u00e4higkeit zu Empathie, sadistische Tendenzen, autorit\u00e4rer Charakter, ausgepr\u00e4gtes Wut- und Hasspotential, Frauenverachtung, Starrheit, Mangel an Selbstreflexion etc. pp. Da kommt am Ende nicht <em>zwangsl\u00e4ufig <\/em>unser kleiner Faschist bei raus, so wie Merz eher ein hemmungsloser Opportunist im Sinne des Diederich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Untertan\">He\u00dfling &nbsp; <\/a>ist, aber die Disposition dazu ist bei einer H\u00e4ufung von solchen Merkmalen wahrscheinlicher als bei einem eher libert\u00e4ren Charakter.<\/p>\n\n\n\n<p>Merz und andere, schlimmere, Konsorten wie H\u00f6cke, stehen in Traditionslinien, verk\u00f6rpern Kontinuit\u00e4ten. Die deutsche Justiz wurde nach 1945 komplett nicht entnazifiziert, die gleichen Henker und Verbrecher urteilten, bis in h\u00f6chste Instanzen, nach 1945 ungebrochen weiter, im Zweifel wieder gegen Opfer des Faschismus. Wie der furchtbare Nazirichter Willi <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willi_Geiger_(Richter)\">Geiger<\/a>, der am BVG-Beiwohnungsurteil von 1966 beteiligt war. Offensichtlich wirkte dieser klerikal-faschistische Geist des patriarchalen Durchgriffs auf den weiblichen K\u00f6rper noch bis 1997, siehe Merz. Und dar\u00fcber hinaus. Und wirkt, und wirkt \u2026. .<\/p>\n\n\n\n<p>Wie krank die BVG-Dekretierung von 1966 ist, wird klar, wenn man (!) sich das Geschehen in der ehelichen Kemenate konkret vor Augen f\u00fchrt: Es kommt also zur Scheidungsklage, weil die Gemahlin w\u00e4hrend des Aktes Gleichg\u00fcltigkeit bis hin zum Widerwillen an den Tag legte. Wie wurde da eigentlich der eherne Rechtsgrundsatz gehandhabt: Bei Aussage gegen Aussage in dubio pro reo? Oder hatte der Gemahl den Nachbarn dazu gebeten, zwecks Protokoll? Video, Handys etc. gab es damals ja nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Widerwillen w\u00e4re ja f\u00fcr unseren sensiblen Ehegatten-Wahrnehmungs-Weltmeister noch zu realisieren, wenn sich die Gattin z. B. w\u00e4hrend des Aktes \u00fcbergibt. Klare Willens\u00e4u\u00dferung. Aber Gleichg\u00fcltigkeit? Ist da schon das einfache Fehlen von Begeisterungsbekundungen wie z. B.: \u201eOh ja, mach mir den Hengst, du geiler Fickfrosch?\u201c (Ich bitte, mir diese Verbalentgleisung nachzusehen, ich m\u00f6chte halt nur anschaulich sein.) Oder muss es schon aktives Tun sein, wie die Lekt\u00fcre eines Buches w\u00e4hrend des coitalen Geschehens? Was technisch in der a tergo-Position machbar ist, siehe auch TV-Konsum. Zigarette rauchen dabei w\u00e4re auch ein deutliches Indiz. Ich zitiere mal sinngem\u00e4\u00df aus einem Urteil von 1965: \u201eDer Klage auf Scheidung wegen \u00fcbergro\u00dfer Gleichg\u00fcltigkeit im ehelichen Gemach wurde stattgegeben, weil der Kl\u00e4ger glaubhaft machen konnte, dass er die Beklagte mit Gewalt dazu zwingen musste (durfte er bis 1997, d. A.), die Zigarette aus dem Mund zu nehmen, damit sie ihn im Akte der Beiwohnung felliert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSie felliert\u201c ist 3. Person Singular, weiblich, Pr\u00e4sens, Indikativ, von \u201efellieren\u201c, dem Verb zu Fellatio. (\u201eEr felliert\u201c geht selbstverst\u00e4ndlich auch, bei \u201eEs felliert\u201c wird\u2019s schon schwierig bis schwerkriminell.) Auch wenn jetzt einige ins Schlucken kommen, ob der grammatischen Verrenkungen: Cunnilingieren gibt es nat\u00fcrlich auch. Wer erinnert sich nicht an den Asterixband mit dem r\u00f6mischen Centurio Gaius Julius Cunnilingus und seine Abenteuer mit der gallischen Konkubine Fellatrix.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rhetorik-Grundkurs, Erste Lektion: Immer mit einem Witz beginnen. Aus dem Archiv: Hallo Sonntag, 14.08.2011. Einer geht noch: Was haben Studenten und Walfische gemeinsam? Immer im Tran und die meiste Kraft im Schwanz. Ok, der war ein bisschen Walfischfeindlich, aber ganz putzig. 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