{"id":14470,"date":"2023-11-24T16:50:02","date_gmt":"2023-11-24T10:50:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14470"},"modified":"2023-11-24T16:59:02","modified_gmt":"2023-11-24T10:59:02","slug":"24-11-2023-und-wie-isses-muss-ja-was-solls-und-selber-hoer-bloss-auf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14470","title":{"rendered":"24.11.2023 \u2013 \u201eUnd? Wie isses?\u201c \u2013 \u201eMuss ja. Was soll\u2019s. Und selber?\u201c \u2013 H\u00f6r blo\u00df auf!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>BILD<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14471\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-683x1024.jpg 683w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-768x1152.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-1024x1536.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-1366x2048.jpg 1366w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-624x936.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/20231121_175425-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Ganz normale Theke in ganz normaler Kneipe mit ganz normalem Bier. Im ehemaligen hann\u00f6verschen Arbeiterviertel Linden gibt es unz\u00e4hlige Szenekneipen, aber fast keine \u201enormale\u201c Kneipe mehr. Ein Ort, wo Vereinssitzungen bei Gr\u00fcnkohl und Br\u00e4genwurst stattfinden, sich Reste von SPD-Ortsvereinen zur Jahreshauptversammlungen treffen und sich existentialistisch gegr\u00fcndete Dialoge abspielen: \u201eUnd? Wie isses?\u201c \u2013 \u201eMuss ja. Was soll\u2019s. Und selber?\u201c \u2013 H\u00f6r blo\u00df auf!\u201c Ehemalige Arbeiterkneipen, ein aussterbendes Kulturgut. Es gab in Linden H\u00e4user, in denen zwei Kneipen existierten, eine im Parterre und eine im Keller. Aus, vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verschwinden solcher Orte von kollektiver Identit\u00e4t und die parallele Nomadisierung der Gesellschaft, also ihre Zerlegung in frei flottierende, vagabundierende Individuen, hat mit dazu beigetragen, kollektive Widerstandskr\u00e4fte gegen die neoliberale Variante des Kapitalismus zu atomisieren, Bindungskr\u00e4fte sowohl an konsensuale Normen als auch an gesellschaftliche Gro\u00dforganisationen und Wertegemeinschaften zu schw\u00e4chen und nur noch zwei G\u00f6tzen auf dem Altar allgemeiner Verehrung bestehen zu lassen: Das eigene Ich und Geld. Die Fratze der Folgen dieser Entwicklung lacht uns jeden Morgen aus den breaking news an: Auch in Deutschland werden wir wohl wie in England demn\u00e4chst ein <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/keine-angehoerigen-immer-mehr-bestattungen-von-amts-wegen-in-hamburg-a-7dcd9922-f245-45d6-ba8e-487489c0bbb6\">Einsamkeitsministerium <\/a>brauchen, steiler Anstieg von <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/kriminalstatistik-bundeskriminalamt-sieht-steilen-anstieg-der-gewalt-im-land-a-eb081b9c-66f3-4caa-a5aa-7c14ea8e70b4\">Gewalt <\/a>in der Gesellschaft , psychische Erkrankungen explodieren, gerade bei <a href=\"https:\/\/www.dasding.de\/newszone\/viele-krankmeldungen-arbeitsausfaelle-junge-menschen-psychische-erkrankungen-100.html\">jungen <\/a>Leuten und in ganz Europa ist der Faschismus auf dem Vormarsch. Im aktuellen Fall Geert Wilders in den Niederlanden von den B\u00fcrgermedien vornehm Rechtspopulist genannt. Den Begriff Faschismus scheuen die B\u00fcrgermedien wie der Teufel das Weihwasser. Nachvollziehbar, ist jener doch Kind ihrer Mitte und sie m\u00fcssten sich mit unangenehmen Selbstreflexionen und Selbstkritik besch\u00e4ftigen, wollten sie diesen Vormarsch nachhaltig analysieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die n\u00e4chsten Umfragewerte der AfD bin ich gespannt. Ob sie in der Ostzone das erste Mal die 40 Prozent-Marke knackt? Und bei der Europawahl am 9. Juni 24? St\u00e4rkste Partei? Der triumphale Erfolg von Wilders d\u00fcrfte ihr ebenso in die Karten spielen wie das Haushaltschaos der Ampelm\u00e4nner und das erb\u00e4rmlich opportunistische Verhalten der CDU in dieser Causa.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz zu schweigen von solchen Prozessen wie dem Anwachsen der Gewalt. Vor allem im \u00f6ffentlichen Raum registrierte das Bundeskriminalamt eine Zunahme. So stieg die Zahl der Gewalttaten auf Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen um knapp 14 Prozent auf rund 18.000 an, auf Bahnanlagen um 28 Prozent und in Gastst\u00e4tten um 53 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcnde: Mit dem Wegfall der letzten Coronaeinschr\u00e4nkungen im Fr\u00fchjahr sind die Menschen wieder deutlich mehr unterwegs als zu Pandemiezeiten. Erh\u00f6hte Mobilit\u00e4t erzeugt mehr Tatanl\u00e4sse.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich, und jetzt geht es ans Eingemachte: Infolge des Ukrainekriegs schossen die Preise in die H\u00f6he, die Inflation wurde laut Umfragen zu einem der dr\u00e4ngendsten Probleme der Menschen  in Deutschland. Laut BKA korreliere dies mit der Zahl der Gewaltdelikte, in \u00f6konomisch schw\u00e4cheren Regionen fielen die Fallzahlen h\u00f6her aus. Armut als Gewaltrisiko und das vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die AfD ihre h\u00f6chsten Ergebnisse in \u00f6konomisch schw\u00e4cheren Regionen erzielt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0Und jetzt wird es richtig dramatisch: Junge M\u00e4nner aus den Maghreb-Staaten fielen deutlich h\u00e4ufiger als Mehrfach- und Intensivstraft\u00e4ter auf, als ihr Anteil an der Bev\u00f6lkerung es vermuten lie\u00dfe. Und das hat nicht nur mit dem erh\u00f6hten Konfliktrisiko in Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften zu tun, denn dort sind auch junge M\u00e4nner aus anderen Kulturkreisen untergebracht, die nicht in dem Ausma\u00df signifikant auff\u00e4llig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss kein PR-Genie sein, um sich die n\u00e4chste Kampagne nicht nur der AfD auf Basis dieser Fakten auszumalen.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings geh\u00f6ren auch f\u00fcr unabh\u00e4ngige Linke bisherige liebgewonnene Grunds\u00e4tze auf den Pr\u00fcfstand, was Migration angeht. Aus der geschilderten Maghreb-Gruppe resultiert ein erheblicher Prozentsatz des militanten migrantischem Antisemitismus. Und angesichts des einheimischen linken und rechten Antisemitismus, von dem in der Mitte ganz zu schweigen, ist das das letzte Importgut, was ich mir fl\u00e4chendeckend hier w\u00fcnsche. Angesichts solcher schmerzhafter Wahrheiten werden Sie, liebe Leserinnen, verstehen, warum ich mich nach Fl\u00fcssigkeitsgetr\u00e4nkten Dialogen sehne wie: \u201eUnd? Wie isses?\u201c \u2013 \u201eMuss ja. Was soll\u2019s. Und selber?\u201c \u2013 H\u00f6r blo\u00df auf!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BILD Ganz normale Theke in ganz normaler Kneipe mit ganz normalem Bier. Im ehemaligen hann\u00f6verschen Arbeiterviertel Linden gibt es unz\u00e4hlige Szenekneipen, aber fast keine \u201enormale\u201c Kneipe mehr. 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