{"id":14598,"date":"2024-01-05T15:26:29","date_gmt":"2024-01-05T09:26:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14598"},"modified":"2024-01-05T15:29:11","modified_gmt":"2024-01-05T09:29:11","slug":"05-01-2024-alle-macht-den-archivaren-sonst-wird-die-nachwelt-nichts-erfahren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14598","title":{"rendered":"05.01.2024 \u2013 Alle Macht den Archivaren, sonst wird die Nachwelt nichts erfahren!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"740\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion-1024x740.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14599\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion-1024x740.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion-300x217.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion-768x555.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion-1536x1111.jpg 1536w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion-624x451.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/olymoiastadion.jpg 1907w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Postkarte Vorderseite, M\u00fcnchener Olympiastadion<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"834\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte-834x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14600\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte-834x1024.jpg 834w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte-244x300.jpg 244w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte-768x943.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte-1251x1536.jpg 1251w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte-624x766.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/postkarte.jpg 1362w\" sizes=\"(max-width: 834px) 100vw, 834px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>R\u00fcckseite. 8.8.73. Wurstfabrikant Herta KG an den Kolonialwarenladenbesitzer Hermann Sievers. <em>(Archiv Hermann Sievers)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSehr geehrter Kunde! Wu\u00dften Sie, da\u00df die Besucher der Olympischen Spiele in M\u00fcnchen mehr als eine Million Herta Riesenbockw\u00fcrste gekauft haben. Das ist ein gro\u00dfer Erfolg, der die Qualit\u00e4t der Herta Riesenbockwurst unterstreicht. Vom 13.8. \u2013 18.8.73 starten wir mit der Riesenbockwurst \u2013 Art. 2710 \u2013 eine Verkaufsaktion.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich empfehle, machen Sie mit, es lohnt sich! &nbsp;Alles weitere beim n\u00e4chsten Besuch. Es gr\u00fc\u00dft Sie freundlichst Ihre Herta KG \u2026 \u201e<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1897 wurde von Ludwig und Hermine Schweisfurth eine Ladenmetzgerei in Herten begr\u00fcndet, daraus entstand im Laufe der Jahre der europ\u00e4ische Fleischkonzern <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herta_(Unternehmen)\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herta_(Unternehmen)\">Herta<\/a>,  der 1984 an den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestl\u00e9 verkauft wurde. 2019 wurde bekannt, dass Nestl\u00e9 die Investmentbank Rothschild beauftragt hat, in sechs L\u00e4ndern den Aufschnitt- und Fleischwarenbereich von Herta zu ver\u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rothschild_(Familie)\">Rothschilds <\/a>sind eine j\u00fcdische Familie, deren Stammreihe sich in Deutschland ab 1500 urkundlich belegen l\u00e4sst. Das vermutlich wirkm\u00e4chtigste antisemitische Stereotyp ist das von der internationalen j\u00fcdischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geldjude\">Finanzherrschaft &nbsp;<\/a>, das bis heute in den K\u00f6pfen aller linken, rechten und b\u00fcrgerlichen Antisemit*innen spukt und dort vermutlich unausrottbar bis zum Ende der Zivilisation sein tr\u00fcbes Dasein fristen wird. Unnachahmlich hat es einer der Lieblingsantisemiten aller Deutschen, Wilhelm Busch, in Verse gegossen, im germanischen Antiheldinnen-Epos \u201eDie fromme Helene\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUnd der Jud mit krummer Ferse,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Krummer Nas\u2019 und krummer Hos\u2019<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Schl\u00e4ngelt sich zur hohen B\u00f6rse<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Tiefverderbt und seelenlos.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Helene heiratet, kriegt Zwillinge, die allerdings nicht von ihrem Mann sind, wird nach allerlei Irrungen und Wirrungen Alkoholikerin, verbrennt betrunken an einer Petroleumlampe und wird vom Teufel in die H\u00f6lle geholt. Ein klassisches (Dichter-)M\u00e4nnertopos: Frauen, die einer selbstbestimmten Sexualit\u00e4t fr\u00f6nen, sind des Teufels und werden im Werk vom Sch\u00f6pfer ermordet. Oft genug nicht nur im Werk, sondern im Leben. Ehebrecherinnen werden in muslimischen Staaten wie Iran und Saudi-Arabien heute noch gesteinigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm Busch, ein gro\u00dfer Deutscher \u2026 Antisemit und Frauenhasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck ins M\u00fcchener Olympiastadion. Dort fanden die Spiele von 1972 statt. Sie wurden die heiteren genannt. Bis zum pal\u00e4stinensischen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%BCnchner_Olympia-Attentat\">Terroranschlag <\/a>auf die israelische Mannschaft, bei der 11 Mitglieder des israelischen Teams auf Grund der Unf\u00e4higkeit hiesiger Beh\u00f6rden ermordet wurden . Die Spiele wurden nicht abgebrochen, Deutschland blamierte sich bis auf die Knochen und das IOC verweigert bis heute ein Gedenken bei olympischen Spielen an den Terroranschlag, weil das andere Verb\u00e4nde vor den Kopf sto\u00dfen w\u00fcrde. Damit sind unter anderem Iran und Saudi-Arabien gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>1936 fand die Olympiade in Berlin statt, auch sie wurde \u00fcberwiegend als heiter bezeichnet. Der Terror dort kam nicht von au\u00dfen, sondern von innen. Hier \u00fcbernahm der Staat die Rolle des antisemitischen Schl\u00e4chters.<\/p>\n\n\n\n<p>2036 sollen die olympischen Spiele wieder in Berlin stattfinden, geht es nach den <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/olympia-bewerbung-olympia-2036-in-berlin-100.html\">Vorstellungen <\/a>manch stabiler Genies hierzulande . Da in unserer Kreuzberger WG noch Reste linker Verbal-Militanz schlummern, steht unsere AG \u201eOlympia Berlin 36 verhindern\u201c unter dem Motto \u201eFeuer und Flamme f\u00fcr Olympia\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls Sie, liebe Leserinnen, noch alte Postkarten besitzen: Auf keinen Fall entsorgen! Bitte an mich senden. An der privaten Familiengeschichte entfaltet sich in buntem Kleinformat das ganze Weltgeschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Macht den Archivaren, sonst wird die Nachwelt nichts erfahren<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Postkarte Vorderseite, M\u00fcnchener Olympiastadion R\u00fcckseite. 8.8.73. Wurstfabrikant Herta KG an den Kolonialwarenladenbesitzer Hermann Sievers. (Archiv Hermann Sievers) \u201eSehr geehrter Kunde! Wu\u00dften Sie, da\u00df die Besucher der Olympischen Spiele in M\u00fcnchen mehr als eine Million Herta Riesenbockw\u00fcrste gekauft haben. Das ist ein gro\u00dfer Erfolg, der die Qualit\u00e4t der Herta Riesenbockwurst unterstreicht. 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