{"id":14683,"date":"2024-01-26T17:21:22","date_gmt":"2024-01-26T11:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14683"},"modified":"2024-01-26T18:35:12","modified_gmt":"2024-01-26T12:35:12","slug":"25-01-2024-die-nation-die-portion-und-die-situation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=14683","title":{"rendered":"25.01.2024 \u2013 Die Nation, die Portion und die Situation"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"790\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2-1024x790.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14684\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2-1024x790.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2-300x232.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2-768x593.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2-624x482.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Scannen0001-2.jpg 1122w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Ich mache mich denkerisch und zeichnerisch jetzt an gewagte Allegorien heran. Hier ein Beispiel: Die Nation, die Portion und die Situation. Thomas Stethin, 17.01.2024.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Beruf des <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/auktion-mit-angeblicher-hitler-kunst-die-banalitaet-des-100.html\">Postkartenmalers <\/a>ist seit Adolf Hitler etwas in Verruf geraten  . Thomas Stethin hat ihn aufs Gl\u00e4nzendste rehabilitiert. Den Postkartenmaler, nicht den Hitler. Ich besitze eine umfangreiche Sammlung des Stethinschen Oeuvre und hoffe auch aus egoistischen Motiven der Verm\u00f6gensmehrung, dass er noch zu Lebzeiten den Durchbruch schafft. Aber vorrangig w\u00fcrde ich es ihm nat\u00fcrlich von Herzen g\u00f6nnen. Er hat das hinter sich, was man ein bewegtes Leben nennt. Eine gute Grundlage zumindest f\u00fcr die F\u00e4higkeit, etwas zu erz\u00e4hlen. Was letztlich eine Grundlage aller Kunst ist: Erz\u00e4hlungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Details <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/lokales\/hannover\/nach-alkohol-und-obdachlosigkeit-lehrer-aus-hannover-malt-postkarten-AMA4O4AEDNBQBFMGQRKZG5Q4HM.html\">hier<\/a>, leider hinter Bezahlschranke. Ich w\u00fcrde sein Werk als kritischen Dadaismus, bezeichnen, mit intellektuell-popkulturellen Einschl\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was der Welt erspart geblieben w\u00e4re, wenn Hitler Erfolg, als Maler Anerkennung und Auskommen gehabt h\u00e4tte und sich nicht gen\u00f6tigt gesehen h\u00e4tte, Politiker zu werden, ist Spekulation. Der Faschismus h\u00e4tte sich auch ohne ihn in Deutschland durchgesetzt, aber vielleicht mehr in der Mussolini Variante, nicht so m\u00f6rderisch.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fc\u00dfig zu spekulieren. Es ist so, wie es ist. Die Situation ist wie besehen, die Nation auf dem Vormarsch und wir kriegen alle unsere Portion ab. Der Zeichner hat recht. Kauft massenweise Stethin, denn er zeichnet die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Morgen ist Holocaust-Gedenktag, genauer: Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Ob da auch Hunderttausende, wie bei den letzten Anti-AfD-Demos, an den Feierlichkeiten in der ganzen BRD teilnehmen? Kann man eigentlich Demokrat und Antisemit sein? Wie wohl die <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/ost-thueringen\/saale-orla\/landratswahl-buendnis-stichwahl-ebersdorf-100.html\">Landratswahl <\/a>morgen im ostelbischen Saale-Orla-Kreis ausgeht? Der AfD Kandidat hatte im ersten Durchgang \u00fcber 45 Prozent erzielt, der CDU-Kandidat 33 Prozent. 33 &#8211; 45, merken Sie was? Zur Wahl des CDUlers hat ein breites B\u00fcndnis aufgerufen aus u. a. Arbeiter-Wohlfahrt, Behindertenverband des Kreises, Pflegedienstleister, die Diakoniestiftung, B\u00fcrgermeister, Pfarrer, Mitglieder des Kreistages, Unternehmer, \u00c4rzte \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fcrchte, der AfD Kandidat wird gewinnen. Viele Ostelbier haben vermutlich den Aufschrei der b\u00fcrgerlichen Mitte gar nicht wahrgenommen, die lesen nun mal keine Tageszeitung und gucken auch keine \u00d6ffentlich-Rechtlichen. Und wenn sie was mitkriegen, denken sie vermutlich nicht selten: Diesen rotgr\u00fcn-linksversifften Wessis werden wir es mal zeigen. Trotz ist auch bei Erwachsenen eine weitverbreitete Emotion. Gerade bei jenen, die \u201enicht zu Ende geboren wurden\u201c und damit anf\u00e4llig f\u00fcr Faschismus, konditioniert zum Vernichten, zum T\u00f6ten, siehe <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sachbuch-maennerphantasien-neuauflage-von-klaus-theweleits-100.html\">hier<\/a>. Dressed to kill.<\/p>\n\n\n\n<p>Was dabei rauskommt, beschrieb Ernst <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_J%C3%BCnger\">J\u00fcnger<\/a>, Nazi-Autor, in der Nachkriegs-BRD hoch geehrt und gefeiert  wie der Nazi Heidegger. Und bei solchen Kontinuit\u00e4ten wundert sich das B\u00fcrgertum, wenn dabei Schlamassel rauskommt. Was ist schlimmer: Naivit\u00e4t oder D\u00e4mlichkeit?<\/p>\n\n\n\n<p>Das vorletzte Wort soll J\u00fcnger haben, damit Sie, liebe Leserinnen, wissen, wo der Hammer h\u00e4ngt. Zitat zum Kriegsgeschehen, zur Feuertaufe von Blut, Tod, Vernichtung:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201cWenn das Blut durch Hirn und Adern wirbelte wie vor ersehnter Liebesnacht und noch viel hei\u00dfer und toller. Die Feuertaufe! Da war die Luft so von \u00fcberstr\u00f6mender M\u00e4nnlichkeit geladen, dass jeder Atemzug berauschte, dass man h\u00e4tte weinen m\u00f6gen, ohne zu wissen warum. O M\u00e4nnerherzen, die das empfinden k\u00f6nnen!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Eros und Thanatos, so nah beieinander. Man m\u00f6chte wirklich weinen. Nee, besser: Frau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich mache mich denkerisch und zeichnerisch jetzt an gewagte Allegorien heran. Hier ein Beispiel: Die Nation, die Portion und die Situation. Thomas Stethin, 17.01.2024. Der Beruf des Postkartenmalers ist seit Adolf Hitler etwas in Verruf geraten . Thomas Stethin hat ihn aufs Gl\u00e4nzendste rehabilitiert. Den Postkartenmaler, nicht den Hitler. 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