{"id":15178,"date":"2024-07-01T13:24:03","date_gmt":"2024-07-01T07:24:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15178"},"modified":"2024-07-01T13:24:03","modified_gmt":"2024-07-01T07:24:03","slug":"01-07-2024-die-kulturszene-in-frankreich-weiss-was-auf-sie-zukommt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15178","title":{"rendered":"01.07.2024 \u2013 Die Kulturszene in Frankreich wei\u00df, was auf sie zukommt."},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15179\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-1152x1536.jpg 1152w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-1536x2048.jpg 1536w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240614_151537-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Gesehen in der <a href=\"https:\/\/goolazo.berlin\/hohe-ballkunst-gelungene-ausstellung-im-b-part-berlin-zur-euro-2024\/\">Ausstellung <\/a>\u201ePublic Viewing &#8211; K\u00fcnstlerische Positionen zum Fu\u00dfball\u201c zur EM im b-part im Park Gleisdreieck in Kreuzberg<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Ausstellung bin ich per Zufall gesto\u00dfen, Gleisdreieck liegt bei mir vor der T\u00fcr. Ich habe mich vergeblich bem\u00fcht, im Bild oben satirische Elemente zu finden. Was f\u00fcr ein pubertierender Kitsch-M\u00fcll. Die ganze Ausstellung besteht fast ausschlie\u00dflich aus Deko-Ware, nett anzuschauendes Gepinsel, das optische Gegenst\u00fcck zu Kaufhaus-Dudelmusik oder Restaurant-Ohrtapeten. Auf meine Frage nach kritischen Positionen bedauerte die junge Kuratorin: \u201eDa haben wir leider keine Einsendungen von den jungen K\u00fcnstlerinnen zu erhalten.\u201c Und das in Berlin, an einem der hippsten Orte, Gleisdreieck. Wenn das die Kritik-Fallh\u00f6he der zeitgen\u00f6ssischen Kunst ist, dann gute Nacht. (Eine Arbeit des genialen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ror_Wolf\">Ror Wolf <\/a>war dabei  , aber der ist jenseits aller Kategorien, und schon lange tot).<\/p>\n\n\n\n<p>Je l\u00e4nger und intensiver ich den zeitgen\u00f6ssischen Kulturbetrieb betrachte, desto mehr steigt Grimm in mir auf und recht eigentlich, wenn es kein fulminantes Eigentor w\u00e4re, w\u00fcnschte ich diesen unterkomplexen und strunzdummen Wichten mal ein paar Jahre strammes AfD-Regiment. Null F\u00f6rdermittel, null Jobs, null Preisgelder, null Ank\u00e4ufe durch den Staat, alle Strukturen gegen die Wand gefahren, so sieht eine Kulturlandschaft nach AfD-Art aus. Und da ist die Faschismus-Hardcore Variante der zweiten Phase der Macht\u00fcbernahme noch nicht enthalten: Der Stra\u00dfenterror. E<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erich_M%C3%BChsam#KZ-Haft_und_Tod_(1933_und_1934)\">rich M\u00fchsam l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen\u2026. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur ist der gemeine Kulturschaffende hierzulande und weltweit von einem veritablen Antisemitismus besessen, siehe Documenta und zahlreiche andere Gelegenheiten, sondern grunds\u00e4tzlich derart fern aller relevanten gesellschaftlichen Konflikte (und damit meine ich nicht die Frage nach Diversit\u00e4t, Gender, sexueller Identit\u00e4t, K\u00f6rpergrenzen, Fluidit\u00e4t und was dergleichen Ged\u00f6ns mehr ist), dass man sich auch hier die alte DDR zur\u00fcck w\u00fcnscht mit dem Diktum: Geh auch Du, Genosse K\u00fcnstler, in die Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p>VW hat gerade seinen <a href=\"https:\/\/www.news38.de\/wolfsburg\/vw\/article300383087\/vw-duales-studium-produktion-betriebsrat-august.html\">dual Studierenden der Jahrg\u00e4nge 2025 und 2026 nach dem Ende ihres Studiums ein, zwei Jahre Arbeit in der Produktion verordnet. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Betriebsrat ist entsetzt. Aber nicht, weil es nicht 5 Jahre sind, sondern weil das eine Zumutung sei. Was zum Teufel soll schlecht daran sein, wenn zuk\u00fcnftige Chefs am eigenen Leib erfahren, was es hei\u00dft, 7 Stunden am Tag mal f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit z. B. t\u00e4glich 2000 Autoteile aus einer 100 Tonnen-Hydraulik-Presse zu stapeln, wenn ob des dr\u00f6hnenden L\u00e4rms keine Unterhaltung m\u00f6glich ist, die Maschine den rasenden Takt vorgibt und sich der K\u00f6rper am Ende des Tages so anf\u00fchlt, als h\u00e4tte er selbst in der Presse gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was sollte schlecht daran sein, wenn Kulturschaffende mal zwei Jahre lang Projekte in sozialen Brennpunkten mit bildungsfernen, migrantischen Kindern und Jugendlichen machen. Das w\u00fcrde zumindest die Gefahr reduzieren, die Tapeten dieser Welt mit derartigem M\u00fcll wie oben zu verunstalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kulturszene in Frankreich wei\u00df, was auf sie zukommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesehen in der Ausstellung \u201ePublic Viewing &#8211; K\u00fcnstlerische Positionen zum Fu\u00dfball\u201c zur EM im b-part im Park Gleisdreieck in Kreuzberg Auf die Ausstellung bin ich per Zufall gesto\u00dfen, Gleisdreieck liegt bei mir vor der T\u00fcr. Ich habe mich vergeblich bem\u00fcht, im Bild oben satirische Elemente zu finden. Was f\u00fcr ein pubertierender Kitsch-M\u00fcll. 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