{"id":15226,"date":"2024-07-18T13:41:49","date_gmt":"2024-07-18T07:41:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15226"},"modified":"2024-07-18T14:02:14","modified_gmt":"2024-07-18T08:02:14","slug":"18-07-2024-da-laeuft-es-einem-warm-den-ruecken-runter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15226","title":{"rendered":"18.07.2024 \u2013 Da l\u00e4uft es einem warm den R\u00fccken runter"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/090808Gleitze-HAZ-Kritik-Sommerloch.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"772\" height=\"811\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/090808Gleitze-HAZ-Kritik-Sommerloch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15227\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/090808Gleitze-HAZ-Kritik-Sommerloch.jpg 772w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/090808Gleitze-HAZ-Kritik-Sommerloch-286x300.jpg 286w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/090808Gleitze-HAZ-Kritik-Sommerloch-768x807.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/090808Gleitze-HAZ-Kritik-Sommerloch-624x656.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Passend zur Zeit: Sommerloch<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/120730neue-presse-kunstinstallateure.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"886\" height=\"909\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/120730neue-presse-kunstinstallateure.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15228\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/120730neue-presse-kunstinstallateure.jpg 886w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/120730neue-presse-kunstinstallateure-292x300.jpg 292w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/120730neue-presse-kunstinstallateure-768x788.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/120730neue-presse-kunstinstallateure-624x640.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 886px) 100vw, 886px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Passend zum Thema: Documenta (Im Bild der gesch\u00e4tzte Kollege H. Sievers)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/140928MoPo-Er-verbrennt-Geld.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"595\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/140928MoPo-Er-verbrennt-Geld-595x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15229\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/140928MoPo-Er-verbrennt-Geld-595x1024.jpg 595w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/140928MoPo-Er-verbrennt-Geld-174x300.jpg 174w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/140928MoPo-Er-verbrennt-Geld-624x1073.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/140928MoPo-Er-verbrennt-Geld.jpg 714w\" sizes=\"(max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Passend zu mir: Geld verbrennen<\/p>\n\n\n\n<p>Ich tue mich ja ungern dicke (Phrase! Gelogen). Aber um zu dokumentieren, wie sehr meine Behauptung den Tatsachen entspricht, ich sei seit Jahren als weltweit einer der renommiertesten Aktionsk\u00fcnstler Teil des Kulturbetriebes mit intimen Kenntnissen desselben, habe ich hier wahllos ein paar Beispiele ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kultur soll, so behaupten es zumindest die Agenten des Betriebes, existentiell sein f\u00fcr die menschliche Existenz und Dostojewski verstieg sich gar zur These: K<a href=\"https:\/\/zitate-aphorismen.de\/zitat\/kunst-ist-ein-existenzielles-beduerfnis\/\">unst ist f\u00fcr den Menschen genauso ein Bed\u00fcrfnis wie Essen und Trinken. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Was soll er auch anderes sagen, er lebte von der Kunst. Ich f\u00fcr meinen Teil komme auch mal eine Woche ohne Kunst aus und gegen den zeitgen\u00f6ssischen Kulturbetrieb habe ich im Laufe der Zeit eine regelrechte Aversion entwickelt. Der hiesige Kulturbetrieb z\u00e4hlt mit den ihn pampernden Parteien der gr\u00fcnrot lackierten \u201elinken\u201c Mitte zum Juste Milieu einer &#8211; noch -semiliberalen \u00d6ffentlichkeit. Dieses \u2013 noch &#8211; wohlsaturierte Milieu interessierte sich in den letzten Jahren \u00fcberwiegend f\u00fcr Fragen der Diversit\u00e4t, Rassengleichheit, Dekolonisation, von K\u00f6rper und Identit\u00e4t, Postfeminismus, toxischen M\u00e4nnlichkeiten, Subjektivit\u00e4t und vor allem f\u00fcr Blablabla, <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/ausstellungen\/\">Zitat  <\/a>: \u201e Alexandra Pirici schafft eine lebendige Landschaft, in der sich menschliche K\u00f6rper der Performer*innen ebenso wie die der Besucher*innen inmitten chemischer Reaktionen, Mineralbildungen und anderen physikalischen Ph\u00e4nomenen bewegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Abzulesen, zu sehen ist der geschilderte Trend in den aktuellen Kunst-Ausstellungen in Berlin, wie immer dem Rest der Republik um Jahre voraus, siehe Link. Die handels\u00fcblichen Blockbuster wie Frans Hals oder SuppenKasper David Friedrich zur Erbauung des eher konservativen Milieus der rechten Mitte erg\u00e4nzen das Bild eines nur in Berlin mit hunderten von Millionen gef\u00f6rderten, nimmersatten Betriebs, dem eine wachsende Mehrheit der Bev\u00f6lkerung nicht nur fremd, sondern zunehmend aggressiv gegen\u00fcbersteht &nbsp;(Jeder Opernbesuch wird staatlich mit 220 Euro gef\u00f6rdert). Nicht dass die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung mit ihrer Ablehnung recht h\u00e4tte, im Grunde ist das eine reaktion\u00e4re Haltung. Berechtigt ist hingegen die Aversion gegen den exkludierenden Charakter des Kultur- und Politikbetriebes und die Haltung des sie tragenden Milieus.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Haltung ist gekennzeichnet von Desinteresse gegen\u00fcber den Interessen und Bed\u00fcrfnissen der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, von Ausgrenzung, ja Verachtung und Rohheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo in den ganzen Ausstellungen sind Fragen thematisiert nach den Bedingungen von prek\u00e4ren Arbeitswelten, nach Armut und Reichtum, Leben in sozialen Brennpunkten, B\u00fcrgergeld, Altersarmut, Kinderarmut, Ausschluss von prek\u00e4ren Existenzen bei Bildung, Gesundheit, Mobilit\u00e4t, Ern\u00e4hrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Parteien der linken Mitte wird das alles pflichtschuldig im Programm angesprochen und konsequenzlos abgehakt und ansonsten gilt die Parole: Mit Sozialpolitik gewinnt man keine Wahlen und ich muss jetzt zur n\u00e4chsten Vernissage in den Kunstverein, da sitze ich im Beirat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viele Kunstorte befinden sich wohl in sozialen Brennpunkten wie dem M\u00e4rkischen Viertel, in Teilen von Wedding, Reinickendorf, Neuk\u00f6lln etc. pp.? Wie viele dagegen in den Schicki-Micki Mitte, Prenzlau, von Kreuzberg ganz zu schweigen, das ist ein riesiges Freiluft-Kulturlabor mit 150.000 Dauerbesucherinnen plus dreimal so vielen Tagesg\u00e4sten \u2026 .<\/p>\n\n\n\n<p>Diese b\u00fcrgerliche Ignoranz r\u00e4cht sich gerade, bitter im Zerfall der Gesellschaft, und wird sich radikal und militant gegen deren Protagonisten wenden. Und ich merke, wie ich zusehends aggressiver gegen den Kulturbetrieb reagiere, wenn ich die zahlreichen kleinen Galerien und Kunstr\u00e4ume in Berlin erforsche, wo der Eintritt oft umsonst ist und ich ganz selten andere Besucherinnen antreffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessanterweise korreliert die hier geschilderte soziale und politische Ignoranz des Betriebes mit einem veritablen Antisemitismus. Aber daf\u00fcr reicht der heutige Blog-Platz nicht mehr, Deutschlands renommiertester Aktionsk\u00fcnstler arbeitet an einem neuen Projekt und hat keine Zeit mehr. In einem sozialen Brennpunkt. Bleiben Sie drin, liebe Leserinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passend zur Zeit: Sommerloch Passend zum Thema: Documenta (Im Bild der gesch\u00e4tzte Kollege H. Sievers) Passend zu mir: Geld verbrennen Ich tue mich ja ungern dicke (Phrase! Gelogen). 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