{"id":15299,"date":"2024-07-31T12:39:51","date_gmt":"2024-07-31T06:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15299"},"modified":"2024-07-31T13:15:21","modified_gmt":"2024-07-31T07:15:21","slug":"31-07-2024-recht-auf-faulheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15299","title":{"rendered":"31.07.2024 \u2013 Recht auf Faulheit!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"674\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP-674x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15300\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP-674x1024.jpg 674w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP-197x300.jpg 197w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP-768x1167.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP-624x949.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/911008-Wahlbericht-NP.jpg 971w\" sizes=\"(max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>NP, 08.10.1991. Wie wir einmal den Sieg der Linken verhinderten. Wenn schon Blick in den R\u00fcckspiegel, dann aber richtig. Einer meiner absoluten Lieblings-Medienskurrilit\u00e4ten, die \u00fcber mich erz\u00e4hlt wurden. Die Linken glaubten diesen Unsinn auch und boten uns eine proletarische Tracht Pr\u00fcgel an. Da w\u00e4r ich gerne dabei gewesen. Dieser Artikel ist aber insofern von unsch\u00e4tzbarer Dokumentationsqualit\u00e4t, ist hier doch nachgewiesen, dass SCHUPPEN 68 die erste Satirepartei in Deutschland war, die zu einer Wahl antrat. Die Parte \u201eDie Partei\u201c wurde erst 2004 gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>So erhaben der Blick zur\u00fcck sein mag, so trostlos ist der in die politische Gegenwart. Ganz zu schweigen von dem in die Zukunft. In den letzten beiden Blogs ging es um Fakten und Einordnung der aktuellen Hetzkampagnen gegen B\u00fcrgergeld-Empf\u00e4nger*innen, Populisten aller Art k\u00f6nnen sich der breiten Unterst\u00fctzung des Mobs dabei sicher sein. Die sind ja alle faul und wollen nicht arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, wenn es doch nur so w\u00e4re. Alle, die trostlose, schlecht bezahlte, krankmachende, sinnlose Arbeit verweigern, haben das moralische Recht auf ihrer Seite und verdienen das B\u00fcrgergeld allein als Schmerzensgeld f\u00fcr all die Kr\u00e4nkungen, die sie erfahren. Das B\u00fcrgergeld muss verdoppelt werden, allein f\u00fcr die Funktion des gesellschaftlichen S\u00fcndenbocks, die allen St\u00fctze-Bezieherinnen angeh\u00e4ngt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Teile der Begr\u00fcndung f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Recht_auf_Faulheit\">Recht auf Faulheit<\/a> liefert der Schweigersohn von Karl Marx, Paul Lafargue, in der gleichnamigen Schrift \u00a0von 1880!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Argumentation, die man heutzutage in der \u00d6ffentlichkeit nicht verwenden kann. Wer den Fetisch, die Religion \u201eArbeit\u201c antastet, begeht einen Tabubruch und wird f\u00fcr verr\u00fcckt und asozial erkl\u00e4rt. Dabei lie\u00dfe es der Stand der Produktivkr\u00e4fte l\u00e4ngst zu, alle entfremdete, zerst\u00f6rende Arbeit zu automatisieren. Was immer h\u00e4ufiger passiert, siehe Gastronomie- und Pflegeroboter. Das k\u00f6nnte den Menschen Freiheit von entfremdeter Arbeit bringen, w\u00fcrde aber die Axt an die Wurzeln des Kapitalismus legen. Daher kommen die Profite der Automatisierung weiter den Konzernen und Monopolen zugute, deren Reicht\u00fcmer unfassbare Ausma\u00dfe annehmen. Die Risiken und Kosten werden der Gesellschaft, dem Staat \u00fcberlassen. Der daraufhin eine Hetzjagd gegen die Opfer dieser Entwicklung lostritt. Was f\u00fcr eine verr\u00fcckte Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und niemand, noch nicht einmal die Filosofen, Denker und Kulturschaffenden denken mal radikal dagegen an, weil sie sich ersch\u00f6pft in die Verh\u00e4ltnisse ergeben haben. Alle. Bis auf einen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NP, 08.10.1991. Wie wir einmal den Sieg der Linken verhinderten. 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