{"id":15619,"date":"2024-11-03T12:55:08","date_gmt":"2024-11-03T06:55:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15619"},"modified":"2024-11-03T22:25:09","modified_gmt":"2024-11-03T16:25:09","slug":"03-11-2024-marxriegel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15619","title":{"rendered":"03.11.2024 \u2013 Marxriegel?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-769x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15620\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-769x1024.jpg 769w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-768x1022.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-1154x1536.jpg 1154w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-1538x2048.jpg 1538w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-624x831.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-1-scaled.jpg 1923w\" sizes=\"(max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Marxriegel vor dem Frankfurter Institut f\u00fcr Sozialforschung? Als Zeichen gegen den allgemeinen Rechtsruck? <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-769x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15621\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-769x1024.jpg 769w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-768x1023.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-1153x1536.jpg 1153w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-1538x2048.jpg 1538w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-624x831.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-2-scaled.jpg 1922w\" sizes=\"(max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Wieder eine Aktion des gr\u00f6\u00dften und genialsten zeitgen\u00f6ssischen Instituts f\u00fcr Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung, vulgo SCHUPPEN 68?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"769\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-769x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15622\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-769x1024.jpg 769w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-768x1023.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-1153x1536.jpg 1153w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-1538x2048.jpg 1538w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-624x831.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/marx-3-scaled.jpg 1922w\" sizes=\"(max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br \/>Vermutlich man muss in Zeiten wie diesen von anschwellender Finsternis, Unbildung und Humanismusabwesenheit ein paar <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Institut_f%C3%BCr_Sozialforschung\">Worte \u00fcber dieses Institut<\/a> verlieren. Ob ich sie sp\u00e4ter mal wiederfinde, steht auf einem anderen Blatt.<br \/> Das Institut wurde 1923 vom Kaufmann und M\u00e4zen Hermann Weil gegr\u00fcndet. Schwerpunkte der kritischen Forschung dort waren Kapitalismus und seine Auswirkungen, eng verkn\u00fcpft damit Faschismustheorie und Antisemitismus, Bewusstseinsindustrie und Verbl\u00f6dung der Massen (vornehm wurde das \u201eVerblendungszusammenhang\u201c genannt), immer verkn\u00fcpft mit den sozialpsychologischen Auswirkungen auf die Individuen. Das Institut war Heimat dessen, was diesem Land heutzutage vollkommen abgeht: Kritische j\u00fcdische Intelligenz. Siehe auch j\u00fcdischer Humor, Ernst Lubitsch und Billy Wilder. Heute haben wir Till Schweiger.<br \/>Bekannte Protagonisten wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Marcuse mussten im Faschismus in die USA emigrieren. Der kl\u00fcgste Kopf des Instituts Walter Benjamin beging auf der Flucht vor seinen Nazim\u00f6rdern 1940 Selbstmord.<br \/>Nach dem Krieg wurde das Institut in Frankfurt von Adorno, Horkheimer und anderen wiedergegr\u00fcndet, war mit seiner kritischen Theorie mit pr\u00e4gend f\u00fcr den Diskurs der Nachkriegszeit in einem Ausma\u00df, das heutzutage f\u00fcr Philosophen, Sozialwissenschaftler*innen und \u00e4hnlich gestrickte unvorstellbar ist. Der 68er Aufbruch ist ohne die kritische Theorie nicht denkbar, bevor er sich dann in Sekten, Renegaten, Antisemiten und Idioten zerlegte. Marcuse war mit seinem offeneren Ansatz, heute w\u00fcrde man sagen: diversen, damals ein regelrechter Popstar der universit\u00e4ren und intellektuellen Szene.<br \/>Das alles ist hier extrem verk\u00fcrzt, unzureichend und ideologisch verf\u00e4lscht dargestellt und eventuell noch existierende Kenner oder gar Anh\u00e4nger der kritischen Theorie d\u00fcrften das hyperventilierend zur Kenntnis nehmen. Gut, dass wir mal angstfrei dr\u00fcber geredet haben. Angesichts des aktuellen extremen gesellschaftlichen Rechtsrucks, einer grassierenden Faschisierung der Gesellschaft, ist mir wichtig an Traditionen zu erinnern, die in sich den Kern einer besseren Gesellschaft tragen, fast Vergessenes im Sinn einer Dialektik aufzuheben, zu bewahren. Sei es mit solchen Blogeintr\u00e4gen oder direkten Aktionen.<br \/>Grunds\u00e4tzlich muss man zum Institut f\u00fcr Sozialforschung zweierlei sagen: Kennt und interessiert heute kein Schwein mehr. Das erste Google Angebot, wenn ich \u201eInstitut f\u00fcr Sozial \u2026 \u201c eingebe, ist: Institut f\u00fcr soziales Lernen mit Tieren, Dorfstrasse 6, 29690 Lindwedel.<br \/>Und: Ohne die Traditionslinie Karl Marx ist das Institut nicht denkbar. Alle f\u00fchrenden K\u00f6pfe waren Zeit ihres Lebens Marxisten, mal mehr, mal weniger, mal unorthodox, mal konservativ. Insofern haben Marx-Riegel vor dem Institut dialektische, k\u00fcnstlerische, zukunftsweisende und satirisch-metakritische Berechtigung: Linksdruck gegen Rechtsruck.<br \/><strong>Details im Laufe der n\u00e4chsten Tage hier. Bleiben Sie drin, liebe Lesende!<\/strong><br \/>Paralipomena: Nachdem die Nationalsozialisten im September 1930 bei der Reichstagswahl mit 107 Abgeordneten zweitst\u00e4rkste Partei geworden war, traf das Institut Vorbereitungen f\u00fcr den R\u00fcckzug aus Deutschland und transferierte das Stiftungsverm\u00f6gen 1931 ins Ausland.<br \/>Bei einer wann auch immer stattfindenden n\u00e4chsten Bundestagswahl wird die AfD zweitst\u00e4rkste Partei \u2026.<br \/>&#8211; Wenn, passend zum Karnevalsbeginn, die Jecken im Bundestag am 11.11 dem Scholz das Vertrauen im Rahmen einer Vertrauensfrage nicht aussprechen, weil die Ampelm\u00e4nner nicht mehr weiter rumampeln wollen, kann der Bundespr\u00e4sident den Bundestag binnen 21 Tagen aufl\u00f6sen. Dann m\u00fcssen innerhalb von 60 Tagen Neuwahlen stattfinden. Das Wochenende f\u00fcr eine Wahl w\u00e4re, je nach BuPr\u00e4-Entscheid, der 28.\/29.12.24 oder 04.\/05.01.25. Dann w\u00e4re Anlassbezogen die Republik entweder schon fl\u00e4chendeckend besoffen oder noch verkatert. Passt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marxriegel vor dem Frankfurter Institut f\u00fcr Sozialforschung? Als Zeichen gegen den allgemeinen Rechtsruck? Wieder eine Aktion des gr\u00f6\u00dften und genialsten zeitgen\u00f6ssischen Instituts f\u00fcr Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung, vulgo SCHUPPEN 68? Vermutlich man muss in Zeiten wie diesen von anschwellender Finsternis, Unbildung und Humanismusabwesenheit ein paar Worte \u00fcber dieses Institut verlieren. 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