{"id":16028,"date":"2025-03-15T14:06:51","date_gmt":"2025-03-15T08:06:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16028"},"modified":"2025-03-15T15:40:48","modified_gmt":"2025-03-15T09:40:48","slug":"15-03-2025-is-so","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16028","title":{"rendered":"15.03.2025 \u2013 Is so."},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16029\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-2048x1536.jpg 2048w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250313_144832_resized-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Aufbau Aktionstag 15.03 IG Metall Hannover, Georgengarten. Im Hintergrund die Leibniz-Universit\u00e4t. Ob die Verantwortlichen dieser Aktion mit der Wahl des Ortes an die Einheit von Arbeiterklasse und Intelligenz appellieren oder die B\u00e4ume im Park umarmen wollten, entzieht sich meiner Kenntnis. Einen d\u00e4mlicheren Ort f\u00fcr die Demonstration vermeintlicher gewerkschaftlicher Macht gibt es kaum. Was wollen die da? Spazierg\u00e4nger erschrecken? Warum nicht gleich den hiesigen Maschsee nehmen, ein T\u00fcmpel, den die Nazis im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen ausbuddelten. Motto: Die IG Metall taucht ab.<br \/>Extrem witzig und originell auch die Wahl des Beginns der Aktion: 5 vor 12! Ha ha ha. Damit auch der D\u00fcmmste merkt, dass es f\u00fcr die Zukunft von Gewerkschaften bereits 5 nach 12 ist.<br \/>Dabei w\u00e4re die antifaschistische Tradition und Erfahrung von Gewerkschaften gefragt wie nie zuvor in der Nachkriegsgeschichte der BRD. Waren doch Mitglieder der Arbeiterklasse die Letzten, die organisierten Widerstand gegen die Nazis vor der Macht\u00fcbernahme leisteten und die Ersten, die danach in die KZs wanderten. Beim Appell an die staatsb\u00fcrgerliche Verantwortung der SPD nach den Bundestagswahlen musste jeder Schreiberling in den b\u00fcrgerlichen Medien den gelogenen Vergleich aus der Mythenkiste hervorkramen, die SPD sei ja schlie\u00dflich auch die einzige Partei gewesen, die gegen die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erm%C3%A4chtigungsgesetz_vom_24._M%C3%A4rz_1933\">Erm\u00e4chtigungsgesetze<\/a> gestimmt h\u00e4tte . Kein Wunder, wurden die KPD-Abgeordneten da bereits in den Kellern der SA zu Tode gefoltert, wenn sie nicht rechtzeitig untergetaucht waren.<br \/>Klassisches B\u00fcrgertum-Verhalten: Was einem peinlich ist, wird unter den Teppich gekehrt.<br \/>In den Folterkellern sind wir heute nat\u00fcrlich noch lange nicht. Und bis es eventuell mal wieder soweit ist, hat sich das mit den Gewerkschaften eh erledigt.<br \/><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/bundestagswahl-ist-die-afd-die-neue-arbeiterpartei\">Bei der letzten Wahl haben 38 Prozent der Arbeiter<\/a><em>*<\/em>innen-\u201cKlasse\u201c AfD gew\u00e4hlt. Angesichts von Massenentlassungen in der Industrie, Rezession, von Multikrisen und absoluter Missachtung von Interessen von Arbeiter*innen in der Politik d\u00fcrfte sich diese Zahl absehbar verdoppeln. Weniger als 5 Prozent der Abgeordneten im neuen Bundestag haben \u00fcber l\u00e4ngere Zeit mal in einem nichtakademischen Beruf gearbeitet. 40 Prozent der arbeitenden Bev\u00f6lkerung sind dagegen in einem Arbeiterberuf t\u00e4tig.<br \/>Den Anteil von Prek\u00e4ren, Erwerbslosen, Migrantinnen im neuen Bundestag k\u00f6nnen Sie gerne selbst googeln. Ich tu mir das nicht an, hab mal wieder den (roten) Kanal voll. (Leider kann man die Sendungen des<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_schwarze_Kanal\"> \u201eSchwarzen Kanal<\/a>\u201c nicht im Internet einsehen  . Vermutlich m\u00fcsste man aus der Distanz feststellen, dass Sudel-Ede mit 99 Prozent seiner Polemiken inhaltlich Recht gehabt hatte).<br \/>Der Erfolg der AfD ist vorerst nicht aufzuhalten. Sie hat es perfekt geschafft, den Klassenkonflikt zwischen Arm und Reich, Arbeit und Kapital, Unten und Oben umzuframen in einen zwischen Gefl\u00fcchteten und Eingeborenen, zwischen Innen und Au\u00dfen, zwischen Sozialschmarotzern und hart Arbeitenden, zwischen \u201eDie da\u201c und \u201eWir hier\u201c. Die Perfidie dieser Konstruktion ist durch Argumente, Logik, Fakten oder \u201egute Politik, die nach vorne f\u00fchrt\u201c \u2013 auch so eine Brechmittelphrase der letzten Zeit \u2013 nicht aufzubrechen. Sie gr\u00fcndet auf und appelliert an das Ressentiment.<br \/>Und da kommste nich ran. Is so.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufbau Aktionstag 15.03 IG Metall Hannover, Georgengarten. Im Hintergrund die Leibniz-Universit\u00e4t. Ob die Verantwortlichen dieser Aktion mit der Wahl des Ortes an die Einheit von Arbeiterklasse und Intelligenz appellieren oder die B\u00e4ume im Park umarmen wollten, entzieht sich meiner Kenntnis. Einen d\u00e4mlicheren Ort f\u00fcr die Demonstration vermeintlicher gewerkschaftlicher Macht gibt es kaum. 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