{"id":16199,"date":"2025-05-29T11:58:31","date_gmt":"2025-05-29T05:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16199"},"modified":"2025-05-29T12:03:56","modified_gmt":"2025-05-29T06:03:56","slug":"29-05-2025-ich-trink-ouzo-und-was-machst-du-so","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16199","title":{"rendered":"29.05.2025 &#8211; Ich trink Ouzo und was machst Du so?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"865\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo-865x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16200\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo-865x1024.jpg 865w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo-254x300.jpg 254w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo-768x909.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo-1298x1536.jpg 1298w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo-624x738.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ouzo.jpg 1713w\" sizes=\"(max-width: 865px) 100vw, 865px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Ouzo nach dem Essen war immer ein dreifacher und tr\u00f6stete dar\u00fcber hinweg, dass die Preise in den letzten drei Jahren gef\u00fchlt, pi mal Daumen, mindestens um ca. 30 Prozent angezogen haben. Krassestes Beispiel: Einsames Bergdorf vor drei Jahren, wo aber doch ab und an vereinzelt Wandersleute auftauchten. In der einzigen Taverne gab es eine phantastische Moussaka, f\u00fcr 8 Euro. Die vereinzelten Wandersleute waren dar\u00fcber so entz\u00fcckt, dass sie das hymnisch auf den einschl\u00e4gigen Internetportalen bewerteten, mit entsprechenden grandiosen Fotos. Ergebnis: Die Moussaka kostet jetzt 17 Euro. Intelligenz des Schwarmes? Wer den Slogan aufgebracht hat, kann in Zeiten der Instagramisierung der Welt nur als Vollidiot bezeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Erkenntnisse sind weder neu noch originell, sie kriegen nur einen anderen Gehalt, wenn man sie selbst erf\u00e4hrt. Und lassen einen im besten Fall auch weiter denken. Bei dieser Entwicklung d\u00fcrften sich immer weniger Menschen Urlaub leisten k\u00f6nnen und das vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Urlaub mittlerweile das Auto als der Deutschen liebstes Kind eindeutig abgel\u00f6st haben d\u00fcrfte. Autos verlieren zumindest in Ballungsr\u00e4umen immer mehr an Bedeutung und an Status sowieso. Nichts peinlicher, als einen Tesla zu besitzen. Und die urbane Hipsterin nicht nur im Epizentrum des alternativen Wahnsinns, Kreuzberg, foltert die Nerven ihrer Mitb\u00fcrger mit den h\u00f6llischen und vollkommen r\u00fccksichtslosen Geschwindigkeiten ihrer elektrifizierten Lastenr\u00e4der. In denen leider meistens auch Brut hockt, so dass sich dieser \u00d6ko-Mob auch noch vermehre. Ein Auto?! Oh G\u00f6ttin, das haben wir schon seit Jahren nicht mehr! Aber auf Urlaub will niemand verzichten, koste er , was er wolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischenzeitlich macht sich allerdings im industriellen Kern unsere Gesellschaft, der aber an der Peripherie der Wahrnehmung liegt, Panik breit angesichts der zusammenbrechenden Autozulieferindustrie und den Massenentlassungen. Die IG Metall hat schon ruckzuck ihre Forderung nach einer Viertagewoche wieder eingepackt. Sie verliert dramatisch an Gestaltungsmacht, ihre Bataillone schmelzen dahin wie Butter in griechischer Sonne. Dabei w\u00e4re eine Viertagewoche, allerdings ohne Lohnausgleich, das probate Mittel zum Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen. Wenn das sinkende Produktionsvolumen in sinkender Arbeitszeit auf die gleiche Anzahl von K\u00f6pfen verteilt wird, haben alle in der \u00fcbrigbleibenden Arbeitszeit immer noch gleich viel zu tun. Logisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen macht sich aber immer weiter Angst breit, um den Kredit f\u00fcr das H\u00e4usle, f\u00fcr das Zweitauto, den Urlaub!, die Existenz. Wer davon profitiert, d\u00fcrfte so klar wie die legend\u00e4re Klo\u00dfbr\u00fche sein. Der AfD fallen die Koalitionsbeteiligungen bei den n\u00e4chsten Wahlen wie reife Oliven in den Scho\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sagen eigentlich die Zahlen, laut Statistischem Bundesamt?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reall\u00f6hne sind seit der Wiedervereinigung, also seit 35 Jahren, um ca. 25 Prozent gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Armutsquote ist seit Mitte der Neunziger um ca. 50 Prozent gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Milliard\u00e4re ist in den letzten 25 Jahren um 250 Prozent gestiegen, von 63 auf 250.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verm\u00f6gen des reichsten Deutschen, Schwarz, Lidl-Besitzer, ist in den letzten 18 Jahren um 300 Prozent gestiegen, von 10 auf 40 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein davon k\u00f6nnte man ca. 8.000 Kitas bauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber versuchen Sie mal, mit Zahlen und Fakten irgendjemanden zu beeindrucken. Ich freu mich jetzt schon auf meinen n\u00e4chsten Corfu-Urlaub, um diese ganze Schei\u00dfe hier mal zu vergessen. Prost.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ouzo nach dem Essen war immer ein dreifacher und tr\u00f6stete dar\u00fcber hinweg, dass die Preise in den letzten drei Jahren gef\u00fchlt, pi mal Daumen, mindestens um ca. 30 Prozent angezogen haben. Krassestes Beispiel: Einsames Bergdorf vor drei Jahren, wo aber doch ab und an vereinzelt Wandersleute auftauchten. 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