{"id":6578,"date":"2016-01-23T14:01:56","date_gmt":"2016-01-23T08:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=6578"},"modified":"2016-01-23T18:10:30","modified_gmt":"2016-01-23T12:10:30","slug":"23-01-2016-home-office-essig-und-oel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=6578","title":{"rendered":"23.01.2016 \u2013 Home-Office, Essig und \u00d6l."},"content":{"rendered":"<p>Ich bin arbeitsm\u00e4\u00dfig oft unterwegs, aber viel l\u00e4uft auch per Home-Office. F\u00fcr Leute, die von neurotischen Vorgesetzten gemobbt werden, \u00e4tzende Kolleginnen haben oder renitente Mitarbeiterinnen, mag das ja eine paradiesische Vorstellung sein. Hat ja auch was, im Sommer, wenn die Sonne \u201eFreiheit, Freiheit\u201c ruft, zwischendurch einfach mal zwei Stunden an den Kiesteich zum abh\u00e4ngen zu radln oder bei dem tr\u00fcben Wetter mal eben Mittagsschl\u00e4fchen einzulegen. Wo geht das schon im Erwerbsarbeitsleben?<br \/>\nWer aber jemals von der Naturgewalt der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prokrastination\">Prokrastination<\/a> \u00fcberrollt wurde, wei\u00df die Segnungen einer Stempeluhr und eines Vorgesetzten, der mit vorgehaltenem Abmahnungsschreiben auf Arbeits-Erledigung dr\u00e4ngt, zu sch\u00e4tzen.<br \/>\nNeulich sa\u00df ich an einem wichtigen Antrag auf F\u00f6rdermittel f\u00fcr ein Projekt. Der Antrag hatte schon Schimmel angesetzt, die Kostenkalkulation trieb mir, der noch nicht mal Gleichungen mit keiner Unbekannten l\u00f6sen kann, Bluttr\u00e4nen in die Augen. Da fiel mir pl\u00f6tzlich ein, dass ich unbedingt und sofort mein Rosmarin-K\u00f6rper\u00f6l neu ansetzen m\u00fcsste. An meinen alabasterfarbenen Luxusk\u00f6rper lasse ich nur erstklassige Ingredienzien. Der Rosmarin ist nat\u00fcrlich \u00d6ko aus dem eigenen Garten und das Oliven-\u00d6l (entz\u00fcndungshemmend) s\u00fcndhaft teure kalte, native Pressung. Rosmarin wirkt noch entz\u00fcndungshemmender als Oliven\u00f6l und l\u00e4sst mich mitunter wie einen juvenilen Mittf\u00fcnfziger durch die Strassen t\u00e4nzeln, v\u00f6llig Arthritis- und Rheumabefreit.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rosmarin-suchbild.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rosmarin-suchbild-150x150.jpg\" alt=\"rosmarin suchbild\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"aligncenter size-thumbnail wp-image-6579\" \/><\/a><br \/>\n<em>Rosmarinsuchbild.<\/em><br \/>\nIch schnitt also sofort Rosmarin, der ist winterhart, bereitete Gef\u00e4\u00dfe zum Ansetzen vor, nahm das \u00d6l zum Aufgie\u00dfen, das Telefon klingelte, ich erschrak mich zu Tode, war das etwa das zust\u00e4ndige F\u00f6rdermittel-Ministerium, dass den Antrag anmahnen wollte, das \u00d6l entglitt mir und ergoss sich auf den Tisch. An und f\u00fcr sich kein Drama &#8211; sieht man davon ab, das auf dem Tisch s\u00e4mtliche Unterlagen f\u00fcr den Antrag lagen.<br \/>\nNachdem mich der Notarzt wiederbelebt hatte, war mein erster Gedanke:<br \/>\n<em>&#8222;Lieber Gott, mach, dass ich wieder mit lauter Arschl\u00f6chern in einem normalen B\u00fcro sitze, gepeinigt von sadistischen Vorgesetzten und erdr\u00fcckt von Monsterbergen von Terminarbeit. Und vorne am Eingang lacht mich h\u00f6hnisch ein Zeiterfassungsger\u00e4t an.&#8220;<\/em><br \/>\nIch war in meinem Angestelltenleben die Krone der Dreistigkeit, aber Rosmarin-K\u00f6rper\u00f6l am Arbeitsplatz ansetzen, das h\u00e4tte selbst ich nicht gewagt.<br \/>\nZum Essig aus der \u00dcberschrift kommen wir in Teil 2 der Serie \u201eHome-Office \u2013 Fluch ohne Segen&#8220;. Ich muss am Wochenende den Antrag fertig kriegen, kann\u2019s mir zeitlich \u00fcberhaupt nicht leisten, hier rumzufaseln.<br \/>\nDas Telefon klingelt auch gerade \u2026..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin arbeitsm\u00e4\u00dfig oft unterwegs, aber viel l\u00e4uft auch per Home-Office. F\u00fcr Leute, die von neurotischen Vorgesetzten gemobbt werden, \u00e4tzende Kolleginnen haben oder renitente Mitarbeiterinnen, mag das ja eine paradiesische Vorstellung sein. 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