{"id":6736,"date":"2016-03-18T13:45:53","date_gmt":"2016-03-18T07:45:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=6736"},"modified":"2016-03-18T13:49:56","modified_gmt":"2016-03-18T07:49:56","slug":"18-03-2016-eine-andere-welt-ist-machbar-herr-nachbar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=6736","title":{"rendered":"18.03.2016 \u2013 Eine andere Welt ist machbar, Herr Nachbar."},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;Ein grunds\u00e4tzlicher Wandel der Geschlechterrollen und Paarbeziehungen hat in den letzten 20 Jahren nicht stattgefunden&#8220;,<\/em> so das Fazit der aktuellen Genderforschung in einem Spiegelartikel \u00fcber eine wachsende Zahl von hochqualifizierten Frauen, die sich auf ihre Hausfrauenrolle zur\u00fcckziehen, w\u00e4hrend M\u00e4nne (ab hier O-Ton Autor) die Kohle ranschafft. Und sich nach 10 Jahren, wenn sich die Mutti Zuhause mit den zwei G\u00f6ren unattraktiv geackert hat, eine J\u00fcngere anschafft, was f\u00fcr Mutti im Zweifel die Falle &#8222;Altersarmut&#8220; bedeutet.<br \/>\nWas der Spiegel komplett ausblendet, ist die Tatsache, dass dieses individuell-resignative R\u00fcckzugsverhalten wie Arsch auf Eimer in den allgemeinen gesellschaftlichen Roll back passt. Ein derartiges Verhalten von (Haus)Frauen als Selbstverwirklichung auch nur zur Diskussion zu stellen, ist fast genauso reaktion\u00e4r wie das Verhalten der Frauen selber.<br \/>\nUnter anderem welcher solcher Hanswurstiaden lese ich den Spiegel nur auf Reisen und wenn mich mal die Titelgeschichte anspringt. Wie im vorliegenden Fall die \u00fcber die wachsende Spaltung zwischen Arm und Reich. Ohne gro\u00dfen Erkenntnisgewinn, au\u00dfer der Tatsache, dass es jetzt sogar Spiegel und <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/deutsch\">DIW <\/a>gemerkt haben.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/krallen-zeigen-fischmarkt-br\u00fcssel-696x1024.jpg\" alt=\"krallen zeigen - fischmarkt br\u00fcssel\" width=\"625\" height=\"920\" class=\"alignleft size-large wp-image-6737\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/krallen-zeigen-fischmarkt-br\u00fcssel-696x1024.jpg 696w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/krallen-zeigen-fischmarkt-br\u00fcssel-204x300.jpg 204w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/krallen-zeigen-fischmarkt-br\u00fcssel-624x918.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/krallen-zeigen-fischmarkt-br\u00fcssel.jpg 709w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Krallen zeigen \u2013 Br\u00fcssel Fischmarkt <\/em><br \/>\nDass M\u00e4nner sich dieses Verhalten von Frauen zunutze machen, so what. Warum soll der Profiteur sein Gesch\u00e4ftsmodell zur Diskussion stellen?<br \/>\nWenn ich mir allerdings f\u00fcr mich den umgekehrten, also aufgekl\u00e4rten, weil als Teil eines anderen Rollenverst\u00e4ndnisses in die Zukunft weisenden Fall vorstelle, dass ich Zuhause hocke, mehr oder weniger erfolglos die Brut aufziehe und versuche, den Haushalt nicht zur M\u00fclldeponie werden zu lassen, w\u00e4hrend die Mutti die Kohle ranbringt, w\u00fcrde ich mich wahlweise wahrscheinlich als &#8222;Opfer&#8220;, als &#8222;schwul&#8220; oder &#8222;behindert&#8220; f\u00fchlen (Hab vorhin auf dem Bahnsteig geh\u00f6rt, wie ein Halbw\u00fcchsiger die drei Begriffe in einem Satz unterbrachte. Ich dachte sofort: Das versuch ich auch mal. Voila.) Gruselig wird die Vorstellung, ich w\u00fcrde nebenbei (!) versuchen, als Kulturproduzent nennenswert Geld zu verdienen. Da k\u00f6nnte ich mir gleich ein T-Shirt h\u00e4keln mit der Aufschrift: LOSER. Im Laufe der Jahre hat sich leider herausgestellt, dass ich ein erfolgreicherer Kulturmanager als Produzent bin. Das ist f\u00fcr mich alleine schon eine Kr\u00e4nkung, die jeden Drogenabusus rechtfertigt.<br \/>\nEines muss frau dem Spiegel Artikel aber lassen. Die eigene Meinung eines Autoren (im vorliegenden Fall: Autorin!) schimmert im Journalismus ja grunds\u00e4tzlich in den letzten Zeilen eines Beitrags durch. Die bleiben haften, gerne auch in einem O-Ton versteckt.<br \/>\nUnd da besteht bei der Autorin Hoffnung. Also Zitat Spiegel Artikel:<br \/>\n<em>&#8222;Tobias Scholz<\/em> (einer jener wenigen Paradem\u00e4nner, die Gleichberechtigung praktizieren, d. A.) <em>findet: &#8222;M\u00e4nner k\u00f6nnen vom Feminismus profitieren.&#8220;<br \/>\nNicht vom weiblichen R\u00fcckzug in die Spielecke.&#8220;<\/em><br \/>\nDas ist genauso richtig wie die Erkenntnis, dass eine andere, sprich aufgekl\u00e4rtere, bessere, Welt machbar ist.<br \/>\nNur wann und mit wem?<br \/>\nAber dank dem Spiegel hab ich mir jetzt auch dar\u00fcber mal einen Kopf gemacht. Pr\u00e4ziser: Ich hab dar\u00fcber was in diesem Blog geschrieben.<br \/>\nDas hei\u00dft nicht automatisch, dass ich mir einen Kopf gemacht h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ein grunds\u00e4tzlicher Wandel der Geschlechterrollen und Paarbeziehungen hat in den letzten 20 Jahren nicht stattgefunden&#8220;, so das Fazit der aktuellen Genderforschung in einem Spiegelartikel \u00fcber eine wachsende Zahl von hochqualifizierten Frauen, die sich auf ihre Hausfrauenrolle zur\u00fcckziehen, w\u00e4hrend M\u00e4nne (ab hier O-Ton Autor) die Kohle ranschafft. 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