{"id":7091,"date":"2016-07-23T12:49:02","date_gmt":"2016-07-23T06:49:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7091"},"modified":"2016-07-23T12:49:28","modified_gmt":"2016-07-23T06:49:28","slug":"23-07-2016-frueher-war-alles-besser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7091","title":{"rendered":"23.07.2016 \u2013  Fr\u00fcher war alles besser."},"content":{"rendered":"<p>Sowieso. Die Steigerung dieses Spie\u00dferdiktums w\u00e4re: fr\u00fcher <em>war<\/em> alles. Heute <em>scheint<\/em> alles nur noch und selbst das ist nicht sicher. Schwere Gedankenkost an einem erfrischenden Samstagmorgen, wo Regenschauer die selbst in meiner Wohnung vorhandene schw\u00fclstickige Luft vertrieben haben. In meiner Wohnung wird es eigentlich nie \u00fcber 25 Grad, verschattet und direkt \u00fcber Keller: F\u00fcr die Heizkosten im Winter kann ich mir ne Zweitwohnung am Prenzlauer Berg kaufen, aber in hei\u00dfen Sommern ist das eine Labsal. Wenn die Klimakatastrophe so fortschreitet, werde ich mein nach Norden gelegenes Arbeitszimmer f\u00fcr teures Geld an Hitzefl\u00fcchtlinge vermieten. Dann brauch ich nicht mehr zu arbeiten, kann das Zimmer also weg.<br \/>\nSchreckliche Vorstellung. Schnell weg aus dem Kopf, aber ich hatte keine Lust, diesen komplexen Gedanken vom Anfang weiter zu verfolgen. Da landet man ja ruckzuck bei Platos H\u00f6hlengleichnis und wer will das schon.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/pfauenauge-1024x775.jpg\" alt=\"pfauenauge\" width=\"625\" height=\"473\" class=\"alignleft size-large wp-image-7092\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/pfauenauge-1024x775.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/pfauenauge-300x227.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/pfauenauge-768x582.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/pfauenauge-624x473.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/pfauenauge.jpg 1063w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Fr\u00fcher war alles besser. Da hatten wir im Garten noch ganze Schw\u00e4rme von Pfauenaugen<\/em> und Admir\u00e4len, die den Schmetterlingsflieder bev\u00f6lkerten. Wenn man vorbeiging, stoben Wolken von ihnen empor. Heute bin ich froh, wenn vier, f\u00fcnf da rumflattern, flankiert von zwei, drei Zitronenfaltern. Kann man nach dem Terroranschlag in M\u00fcnchen mit 10 Toten so leichthin seinen Blog schreiben? Man muss es sogar, als Autoimmunisierung. Au\u00dferdem gilt:<br \/>\nWer vom aktuellen Terror redet, darf vom Kapitalismus nicht schweigen. Die rasenden Verfalls-Zust\u00e4nde in der Gesellschaft und in den K\u00f6pfen der Individuen kann man nur mit den Kategorien von Kapitalismuskritik erfassen. Was nicht bedeutet, dass der b\u00f6se Kapitalismus an allem schuld ist. Selbstverantwortung gilt trotz allem, f\u00fcr Gesellschaften und Individuen. Ich kenne keinen ethischen Ansatz, der sagt: wenn der Kapitalismus dich nervt, gehe hin in alle Welt und richte Terror an.<br \/>\nWenn er Dich nervt, setze Dich f\u00fcr seine Abschaffung ein. Das w\u00e4re ok, steht aber nicht auf der Tagesordnung. Im Gegenteil: Die Welt geht zunehmend aus den Fugen und den Bach runter. Da zitiere ich mich mal wieder selbst, hoffe aber, dass ich damit \u00e4hnlich richtig liege, wie bei meinen Wetten zur Fu\u00dfball EM und bei den Lottozahlen, n\u00e4mlich komplett daneben.<br \/>\nEs h\u00f6rt gerade auf zu regnen. Das Tagwerk ruft. Ich h\u00f6r dann mal auf zu schreiben&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sowieso. Die Steigerung dieses Spie\u00dferdiktums w\u00e4re: fr\u00fcher war alles. Heute scheint alles nur noch und selbst das ist nicht sicher. Schwere Gedankenkost an einem erfrischenden Samstagmorgen, wo Regenschauer die selbst in meiner Wohnung vorhandene schw\u00fclstickige Luft vertrieben haben. 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