{"id":7501,"date":"2016-12-26T13:50:42","date_gmt":"2016-12-26T07:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7501"},"modified":"2016-12-26T18:03:44","modified_gmt":"2016-12-26T12:03:44","slug":"26-12-2016-der-transport-von-tontafeln-und-pergamentrollen-durch-brieftauben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7501","title":{"rendered":"26.12.2016 \u2013 Der Transport von Tontafeln und Pergamentrollen durch Brieftauben"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/handyfreie-zone-1024x768.jpg\" alt=\"handyfreie zone\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignleft size-large wp-image-7502\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/handyfreie-zone-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/handyfreie-zone-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/handyfreie-zone-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/handyfreie-zone-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/handyfreie-zone.jpg 1063w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Kirchen \u2013 die letzten handyfreien Zonen.<\/em> St. Clemens, Weihnachten 2016.<br \/>\nZeitgem\u00e4\u00dfe professionelle Arbeit und Kommunikation ohne Smartphones ist kaum vorstellbar. Der Transport von Tontafeln und Pergamentrollen durch Brieftauben gestaltet sich bekanntlich schwierig. Aber nerven tun die Dinger schon mitunter, selbst im Theater oder in der Oper sieht man auch w\u00e4hrend der Auff\u00fchrungen leuchtende Disaplayinseln aus dem dunklen Meer der Versunkenheit blinken. In Kirchen ist das anders, da herrscht noch Rest-Respekt. Nach dem Ende der Veranstaltung macht man schon mal Fotos, aber vorher ist Ruhe im Karton.<br \/>\nIn St. Clemens, wo ich mit dem gesch\u00e4tzten Freund und Kollegen vom <a href=\"http:\/\/notizblaettchen.de\/\">&#8222;Notizbl\u00e4ttchen&#8220;<\/a> zu Ostern und Weihnachten abh\u00e4nge, war ich mal Messdiener. Ich sch\u00e4tze Rituale, so auch die zwei j\u00e4hrlichen Besuche in der Wirkungsst\u00e4tte meiner christlichen Vergangenheit. Selbst der sehr ausgepr\u00e4gte und sich nicht immer auf der H\u00f6he der Aufkl\u00e4rung befindliche Glauben des Freund und Kollegen vermiest mir die gute Weihnachtslaune nicht, zumal es hinterher immer ein paar Minuten hervorragende Orgelmusik gibt. Orgelmusik in solchen Resonanzr\u00e4umen hat eine \u00e4hnlich k\u00f6rperliche Dimension wie die Vibrationen eines Bass bei einem Reggaekonzert.<br \/>\nDem Glauben bringt mich das genauso wenig n\u00e4her wie mein mangelndes Verst\u00e4ndnis von Existenz und Beginn des Universums. Ich kapiere schon das Betriebssystem meines PC nicht, wie soll mich da so eine Petitesse wie das Universum in eschatologische Sph\u00e4ren katapultieren? Mir fehlt auch die strukturelle Veranlagung von zum Beispiel dogmatischen Ex-Linken, die felsenfest an die alleinseligmachende Wirkung in ferner utopischer Zukunft (= im Paradies) der Marx-Engels Werke, des Materialismus, des Klassenkampfes etc. pp. glaubten. Ich war und bin undogmatischer Linker, der das damals albern fand und wenn man auf solche Relikte heute st\u00f6\u00dft, nur noch deprimierend findet.<br \/>\nWenn man in 40 Jahren nichts dazu gelernt hat, obwohl die Rundheit des Kopfes f\u00f6rmlich dazu einl\u00e4dt, den Gedanken mal eine andere Richtung zu geben, ist das trauriger, als wenn sich solche Ex-Genossinnen auf den Marsch ins andere Paradies, in die Kirche begeben haben. Tragisch wird die Geschichte allerdings dann, wenn da Nazis draus werden, siehe Horst Mahler, Rabehl und andere.<br \/>\nWo wir schon bei der Vergangenheits\u00fcberw\u00e4ltigung durch die Kraft der Gegenwart sind, muss ich eins noch unbedingt kl\u00e4ren:<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/luci-bei-berstorff2-1024x687.jpg\" alt=\"luci bei berstorff2\" width=\"625\" height=\"419\" class=\"alignleft size-large wp-image-7503\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/luci-bei-berstorff2-1024x687.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/luci-bei-berstorff2-300x201.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/luci-bei-berstorff2-768x515.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/luci-bei-berstorff2-624x418.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/luci-bei-berstorff2.jpg 1090w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Wie kam die gro\u00dfe Liebe meines Lebens, meine Katze Luci, im Dezember 1996 an meinen damaligen Arbeitsplatz bei der Maschinenbau-Firma Berstorff,<\/em> immerhin 15 (!) Kilometer von meiner Home Base entfernt?! Ich hab absolut keine Erinnerung mehr, aber man nimmt doch keine Katze mit an einen Arbeitsplatz in der deutschen Industrie, wo v\u00f6llig andere Umgangsformen herrschen als etwa in der Werbebranche oder im \u00f6ffentlichen Dienst?<br \/>\nUnd was f\u00fcr eine Software ist das, die da auf diesem maximal 10 Zoll gro\u00dfen Bildschirm im Hintergrund l\u00e4uft?<br \/>\nMuss vor dem Urknall programmiert worden sein &#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirchen \u2013 die letzten handyfreien Zonen. St. Clemens, Weihnachten 2016. Zeitgem\u00e4\u00dfe professionelle Arbeit und Kommunikation ohne Smartphones ist kaum vorstellbar. Der Transport von Tontafeln und Pergamentrollen durch Brieftauben gestaltet sich bekanntlich schwierig. 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