{"id":7574,"date":"2017-01-15T15:24:47","date_gmt":"2017-01-15T09:24:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7574"},"modified":"2017-01-15T15:28:28","modified_gmt":"2017-01-15T09:28:28","slug":"15-01-2017-alles-essig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7574","title":{"rendered":"15.01.2017 \u2013 Alles Essig?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/himbeeressig-1024x768.jpg\" alt=\"himbeeressig\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignleft size-large wp-image-7575\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/himbeeressig-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/himbeeressig-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/himbeeressig-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/himbeeressig-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/himbeeressig.jpg 1063w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Himbeer-Essig, selbst angesetzt, links zwei Jahre alt, rechts 6 Wochen.<\/em><br \/>\nIch hab ein Gef\u00e4\u00df zwei Jahre lang \u00fcbersehen, das Ergebnis sieht man. Und man schmeckt es, den dunklen Essig kann man pur trinken, geht in Richtung Madeira, mit beeriger Kopfnote, im Abgang extrem lang. Ein Anti-Depressivum, man strahlt beim Degustieren.<br \/>\nDepressionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen dagegen Reisen, zumal dienstlicher Natur. Nicht wegen der Inhalte, wegen der Bilder.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/bahnhof-1024x768.jpg\" alt=\"bahnhof\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignleft size-large wp-image-7577\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/bahnhof-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/bahnhof-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/bahnhof-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/bahnhof-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/bahnhof.jpg 1063w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Man strandet an Bahnh\u00f6fen, die so austauschbar, so trist, so grau, so einsam, so unendlich sind, dass es einen w\u00fcrgt.<\/em><br \/>\nDann wieder Orte, die quasi mythisch aufgeladen sind. Kennt jede, f\u00fcr den Wagner-Nazi Bayreuth, f\u00fcr die Klassikfreundin Weimar, f\u00fcr den Biertrinker Kulmbach. F\u00fcr mich gibt es da viele: Kassel und Documenta, Bilshausen und Heimat, aber auch der Ruhrpott mit Ikonenhaften St\u00e4tten.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/br\u00fccke-rheinhausen-1024x826.jpg\" alt=\"br\u00fccke rheinhausen\" width=\"625\" height=\"504\" class=\"alignleft size-large wp-image-7578\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/br\u00fccke-rheinhausen-1024x826.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/br\u00fccke-rheinhausen-300x242.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/br\u00fccke-rheinhausen-768x619.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/br\u00fccke-rheinhausen-624x503.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/br\u00fccke-rheinhausen.jpg 1063w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Wie die Br\u00fccke der Solidarit\u00e4t in Rheinhausen.<\/em> Diese Br\u00fccke \u00fcber den Rhein wurde 1987 von tausenden Stahlarbeitern besetzt, um gegen die Schlie\u00dfung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%BCtten-_und_Bergwerke_Rheinhausen#Das_Ende\">H\u00fctten- und Bergwerke Rheinhausen AG<\/a> des Krupp-Konzerns zu protestieren. Vergeblich, nach einem faulen Kompromiss wurden das Werk 1993 dicht gemacht. In den 30 vorangegangenen Jahren war die Belegschaft auf Grund von Produktivit\u00e4tsfortschritt und Rationalisierung um ca. 85 Prozent reduziert worden.<br \/>\nDas kann man durchaus als Masterfolie f\u00fcr Kapitalismus 4.0 nehmen, nur dass die Prozesse viel schneller ablaufen, den Besch\u00e4ftigten im Bankengewerbe z. B. wird noch schwindelig werden, so rasend-rotierend, und zwar nach drau\u00dfen, geht das.<br \/>\nEs gibt aber Unterschiede zwischen Heute und 1987. Damals waren Begriffe wie kollektive Gegenwehr, Klassenkampf und Utopie auch in Gewerkschaften noch nicht zu einer Satirenummer degeneriert, sondern hatten identit\u00e4tsstiftende Wirkung. Die IG Metall hatte zum Beispiel 1984 den Einstieg in die 35 Stunden Woche durchgesetzt. Ich hab da mitgestreikt, war aber mehr f\u00fcr die 25 Stunden Woche. Heute, wo der Kampf um eine dramatische Reduzierung der Wochenarbeitszeit perspektivisch n\u00f6tiger denn je w\u00e4re, weil es sogar um das \u00dcberleben von so etwas Sch\u00e4bigem wie Kapitalismus geht, ist die Forderung nach drastischer Reduzierung der Wochenarbeitszeit das sichere Mittel, sich als Gewerkschaftsdelegierter, wie ich es bin, in seiner Organisation l\u00e4cherlich zu machen.<br \/>\nFrei nach Walter Ulbricht: Was lernt uns das, Genossinnen?<br \/>\nAlles Essig?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Himbeer-Essig, selbst angesetzt, links zwei Jahre alt, rechts 6 Wochen. Ich hab ein Gef\u00e4\u00df zwei Jahre lang \u00fcbersehen, das Ergebnis sieht man. Und man schmeckt es, den dunklen Essig kann man pur trinken, geht in Richtung Madeira, mit beeriger Kopfnote, im Abgang extrem lang. Ein Anti-Depressivum, man strahlt beim Degustieren. 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