{"id":7724,"date":"2017-03-27T13:50:04","date_gmt":"2017-03-27T07:50:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7724"},"modified":"2017-03-27T13:52:56","modified_gmt":"2017-03-27T07:52:56","slug":"27-03-2017-immer-wenn-ich-die-kloschuessel-sauber-mache-denke-ich-an-salat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7724","title":{"rendered":"27.03.2017 \u2013 Immer wenn ich die Klosch\u00fcssel sauber mache, denke ich an Salat"},"content":{"rendered":"<p>Wer jetzt Einblicke in Abgr\u00fcnde sexueller Devianz erwartet, wird entt\u00e4uscht. 99 Prozent aller S\u00e4uberungsaktionen im Haushalt nehme ich mit normalem Essig vor, 29 Cent der Liter. Billiger und nachhaltiger geht&#8217;s nicht und riechen tut das Zeug eben nach Salat.<br \/>\nZum Salat selbst nehme ich dann allerdings eigens angesetzten Himbeeressig. Wenn ich in manchen B\u00e4der Sagrotan sehe, sch\u00fcttele ich mein weises Haupt. Wie soll da die notwendige Resilienz entstehen. In Krankenh\u00e4usern und Altenheimen bin ich allerdings vorsichtig. T\u00fcren unauff\u00e4llig mit Ellenbogen auf und die Desinfektionsflaschen nutze ich  da immer. Als ich neulich eine \u00e4ltere Dame im Seniorinnenheim, wie wir es korrekt nennen wollen, besuchte, fiel mir nach dem Verlassen auf: Ooops, desinfizieren vergessen.<br \/>\nBevor der b\u00f6se Noro Virus mich atttackieren konnte, desinfizierte ich mir die H\u00e4nde mit meinem Ouzo Flachmann, der immer in meinem Rucksack ist.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ouzo-flachmann-768x1024.jpg\" alt=\"ouzo flachmann\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignleft size-large wp-image-7725\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ouzo-flachmann.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ouzo-flachmann-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ouzo-flachmann-624x832.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Ouzo Flachmann und Tagebuch am Strand.<\/em><br \/>\nIch sass im Zug, das Heim war ausw\u00e4rts. Der Zug war warm, der Ouzo kr\u00e4ftig. Ein intensiver Anis Geruch machte sich breit. Ich war guten Gef\u00fchls, der Besuch der alten Dame war mein gutes Werk f\u00fcr heute gewesen. Ich nahm einen kr\u00e4ftigen Schluck und Wohlbehagen breitete sich \u00fcber Gem\u00fct und K\u00f6rper aus.<br \/>\nWohlbehagen breitet sich morgens nicht bei mir aus, eher nackter Hass, wenn ich meine Zahnb\u00fcrste auf das Zahnputzglas legen will. Fr\u00fcher gab es abgeflachte, regelrecht quaderf\u00f6rmige Zahnb\u00fcrsten, die konnte man ohne weiteres auf dem Becher ablegen. Heute sind alle Zahnb\u00fcrsten abgerundet. Wenn man die auf dem Becher ablegt, rollt sie automatisch auf die Unterseite und die Zahnpasta kleckert runter. Wer denkt sich so eine Scheisse aus? Lobbyisten des milit\u00e4risch-industriellen Zahnpastakomplexes? Dass da die Friedensbewegung mal auf die Strasse geht. Aber nein. Da wird munter f\u00fcr Vietnam und Nicaragua demoliert, B\u00fcrger runter vom Balkon, Solidarit\u00e4t mit Vietcong und so weiter und so fort.<br \/>\nNeulich brachte es ein Intellektuellen-Darsteller in einem DLF Interview fertig innerhalb von drei S\u00e4tzen viermal den Begriff &#8222;Narrativ&#8220; unterzubringen. Auch da quillt Hass in mir empor. Wie ich \u00fcberhaupt der Meinung bin, dass der liebe Gott die Welt nur geschaffen hat, um mich st\u00e4ndigen Dem\u00fctigungen, Zumutungen und Mentalpestilenzen auszusetzen. Rex Gildo, ein Schlagerzombie aus Vietcong-Zeiten, beklagte sich am Ende seines Lebens: &#8222;Immer nur Hossa, die Leute wollten immer nur mein Hossa. (Sein gr\u00f6\u00dfter Hit, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=smh834dsYu8\">hier<\/a>. Bewegen konnte sich der Mann, chapeau).&#8220;<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/mauer-1024x768.jpg\" alt=\"mauer\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignleft size-large wp-image-7726\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/mauer.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/mauer-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/mauer-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/mauer-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Einer meiner Standards ist die Mauer zwischen Arm und Reich,<\/em> die gerne von Besuchern, Passanten, Teilnehmern etc. eingerissen wird. Wenn es darum geht, Veranstaltungen kreativ etwas aufzum\u00f6beln, steht die Mauer immer in der ersten Reihe. Ich beklage mich nicht. Der Wurm soll dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Aber es ist schon so, wie ein Freund und Kollege neulich bei der Vorbereitung einer Veranstaltung sagte:<br \/>\n<em>Die Mauer ist dein Hossa.<\/em><br \/>\nDas sass wie ein Leberhaken, kurz und schmerzhaft. Im Sommer der H\u00f6hepunkt meines Daseins als Mauer-Meister: Die Mauer in dreifacher Version beim Luther Jubil\u00e4um in der City von Hannover. Da das Einreissen der Mauer mittels Stand-Up moderiert werden muss, hab ich ein Problem. Wenn ich an den drei Stellen gleichzeitig auftauche, krieg ich \u00c4rger mit der evangelischen Kirche. Die haben es mit Wundern nicht so. Andererseits w\u00fcrde das bei den Katholen meine Chancen auf Seligsprechung erh\u00f6hen.<br \/>\nWas mir ganz klar zusteht. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer jetzt Einblicke in Abgr\u00fcnde sexueller Devianz erwartet, wird entt\u00e4uscht. 99 Prozent aller S\u00e4uberungsaktionen im Haushalt nehme ich mit normalem Essig vor, 29 Cent der Liter. 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