{"id":7752,"date":"2017-04-06T14:29:43","date_gmt":"2017-04-06T08:29:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7752"},"modified":"2017-04-07T01:33:27","modified_gmt":"2017-04-06T19:33:27","slug":"06-04-2017-kannibalisiert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7752","title":{"rendered":"06.04.2017 \u2013 Kannibalisiert"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-7753\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/OSK-Die-Mauer-zwischen-Arm-und-Reich-850x1024.jpg\" alt=\"OSK Die Mauer zwischen Arm und Reich\" width=\"625\" height=\"753\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/OSK-Die-Mauer-zwischen-Arm-und-Reich-850x1024.jpg 850w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/OSK-Die-Mauer-zwischen-Arm-und-Reich-249x300.jpg 249w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/OSK-Die-Mauer-zwischen-Arm-und-Reich-768x925.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/OSK-Die-Mauer-zwischen-Arm-und-Reich-624x752.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/OSK-Die-Mauer-zwischen-Arm-und-Reich.jpg 1179w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\n<em>Artikel NOZ \u00fcber die Mauer bei der Osnabr\u00fccker Sozialkonferenz.<\/em> Die Veranstaltung war toll, wie immer ein Erfolg. Die Mauer hat ihr Ziel erreicht, einpr\u00e4gsamere Bilder zu liefern als der \u00fcbliche Standard. Allerdings besteht in unserer Bilderorientierten Medienwelt die Gefahr, dass der Inhalt einer Veranstaltung vom Bild quasi kannibalisiert wird. Den sozialpolitischen Akteur in mir \u00e4rgert das. Den K\u00fcnstler freut\u2019s. Die Botschaft, die vielleicht alle im Kompromiss zusammenf\u00fchrt: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Und die Botschaft, die im Interesse aller Akteure lag, ist: Die Mauer zwischen Arm und Reich muss weg. Ein Bild pr\u00e4gt sich nun mal eher ein.<br \/>\nEin Bild wie dieses, work in progress.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/sarotti-mohr.bmp\" rel=\"attachment wp-att-7754\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-7754\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/sarotti-mohr.bmp\" alt=\"sarotti mohr\" width=\"1243\" height=\"1281\" \/><\/a><br \/>\n<em>Der Sarotti Mohr serviert Zigeunersosse zum Negerkuss anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation der Sonnenblume \u201eGoldener Neger\u201c, w\u00e4hrend der glatzk\u00f6pfige Neonazi Meister Propper im Hintergrund auf seinen Einsatz zum \u201eWhite Washing\u201c lauert.<\/em><br \/>\nIch \u00fcberlege, die Skulptur in Lebensgr\u00f6\u00dfe produzieren zu lassen und am 6.8, dem Tag der Pioniere des Anti-Imperialismus, in der Innenstadt zu enth\u00fcllen. Das Ganze wird von einer Campagne in den sozialen Medien flankiert. Auf den Shitstorm freue ich mich jetzt schon.<br \/>\nViel Arbeit, w\u00e4re aber eine Intervention auf der H\u00f6he ihrer Zeit. Die Kritik der bestehenden Verh\u00e4ltnisse muss immer auch eine Kritik der bestehenden \u00c4sthetik sein und insofern sie nicht auf dem jeweiligen aktuellen Stand der Reproduktionsverh\u00e4ltnisse und medialen Verfasstheit ist, ist sie nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern schlicht reaktion\u00e4r. Sie konserviert dann trotz guter Absicht den M\u00fcll von heute.<br \/>\nGestern haben mir zwei Professoren unabh\u00e4ngig voneinander best\u00e4tigt, dass bei den aktuell Studierenden absolut kein kritisches Bewusstsein vorhanden ist. Und das in den Bereichen Sozialarbeit und Medien. Holy shit.<br \/>\nSoviel zum Stand des kritischen Bewusstseins. Manchmal wird mir die Realit\u00e4t ein bisschen viel. Ich fahr jetzt konsumieren. Vielleicht hilft das.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel NOZ \u00fcber die Mauer bei der Osnabr\u00fccker Sozialkonferenz. Die Veranstaltung war toll, wie immer ein Erfolg. Die Mauer hat ihr Ziel erreicht, einpr\u00e4gsamere Bilder zu liefern als der \u00fcbliche Standard. Allerdings besteht in unserer Bilderorientierten Medienwelt die Gefahr, dass der Inhalt einer Veranstaltung vom Bild quasi kannibalisiert wird. 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