{"id":7861,"date":"2017-05-14T14:12:51","date_gmt":"2017-05-14T08:12:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7861"},"modified":"2017-05-14T16:07:32","modified_gmt":"2017-05-14T10:07:32","slug":"14-05-2017-anerkennung-der-analogen-toilettenlektuere-als-weltkulturerbe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=7861","title":{"rendered":"14.05.2017 \u2013 Anerkennung der analogen Toilettenlekt\u00fcre als Weltkulturerbe"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/weltkulturerbe-816x1024.jpg\" alt=\"weltkulturerbe\" width=\"625\" height=\"784\" class=\"alignleft size-large wp-image-7862\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/weltkulturerbe-816x1024.jpg 816w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/weltkulturerbe-239x300.jpg 239w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/weltkulturerbe-768x963.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/weltkulturerbe-624x783.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/weltkulturerbe.jpg 841w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><br \/>\nIch setze mich hiermit f\u00fcr die Anerkennung der analogen Toilettenlekt\u00fcre als immaterielles Weltkulturerbe ein. Eine entsprechende Petition bei <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/\">Openpetition.de<\/a>   ist in Arbeit.<br \/>\nZiel:<br \/>\nDie Deutsche Unesco-Kommission soll die analoge Toilettenlekt\u00fcre als Kulturform ins deutsche Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufnehmen. Das ist die Grundlage f\u00fcr eine Anerkennung als Weltkulturerbe. 2016 wurden von der <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/reise\/deutschland\/weltkulturerbe\/immaterielles-kulturerbe-49284214.bild.html\">Deutschen Unesco-Kommission unter anderem ins Verzeichnis aufgenommen<\/a>:<br \/>\nSpitzenkl\u00f6ppeln im Oberpf\u00e4lzer Wald, das Forster Hanselfingerhut-Spiel (Volksspiel mit derben Worten) und das Tonnenabschlagen (Reiterwettkampf mit Tonnen).<br \/>\nZur Begr\u00fcndung:<br \/>\nDie analoge Toilettenlekt\u00fcre, vulgo das Lesen von Druckerzeugnissen auf dem Klo, stirbt im Zeitalter des Smartphones aus. Das ist in Zeiten des zunehmenden Verfalls der Sitten und der wachsenden Spaltung der Gesellschaft eine kulturgesellschaftliche Z\u00e4sur von nicht zu untersch\u00e4tzendem Ausma\u00df. Ein herausragendes identit\u00e4tsstiftendendes und zentripetal wirkendes Merkmal unserer Gesellschaft <em>\u00fcber alle Klassengrenzen hinweg<\/em> war die analoge Toilettenlekt\u00fcre. Sei es der Comic-notorische Spie\u00dfer mit den h\u00e4ngenden Hosentr\u00e4gern und der \u201eBild\u201c, der Banker mit der FAZ, dem angesichts seines Aktienkurses der desastr\u00f6se Zustand der Welt am Arsch entlangging oder ganze WG Horden mit der taz, denen der desastr\u00f6se Zustand der Welt auf den Darm schlug, f\u00fcr sie alle galt auf der Toilette das Diktum von <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SBU85JimuFc\">J\u00fcrgen Marcus<\/a>, hier etwas abgewandelt:<br \/>\n<em>Ob sie arm sind oder reich<br \/>\nAuf dem Klo sind alle Menschen gleich <\/em><br \/>\nDie Form des Rituals war identisch, die Inhalte (der jeweiligen Lekt\u00fcre) wichen nur ideologiekritisch voneinander ab, waren aber strukturidentisch.<br \/>\nDas schaffte Einheit da, wo sonst Trennendes herrschte!<br \/>\nEs ist davon auszugehen, dass dieses Ritual im Zeitalter des Smartphones atomisiert wurde. Die Toilettenlekt\u00fcre ist digital geworden, sie ist beliebig und kaum kommunizierbar, vermutlich wird mittlerweile sogar auf der Toilette gearbeitet, nach dem Motto: schnell noch mal die Mails checken. <a href=\"http:\/\/www.computerbild.de\/artikel\/cb-News-Handy-Smartphone-Nutzung-Toilette-16378361.html\">Untersuchungen haben ergeben<\/a>: vier von f\u00fcnf Menschen nutzen das Smartphone auf der Toilette.<br \/>\nDas klassenspezifische Smartphone-Toilettenlekt\u00fcre-Verhalten bedarf dringend der Evaluation, hier tappt die Forschung noch zu sehr im Dunkeln.<br \/>\nAu\u00dferdem ist die digitale Toilettenlekt\u00fcre wesentlich unhygienischer als die analoge. Die Drucklekt\u00fcre verschwindet nach Erledigung in einem M\u00fclltrennungsbeh\u00e4ltnis. Das im Dauereinsatz befindliche Smartphone hingegen ist eine mikrobakterielle Brutst\u00e4tte. Gerade M\u00e4nner neigen zu mangelhafter Hygiene im technologischen Bereich, hier w\u00e4re in der Forschung unbedingt der Gender und Diversity Aspekt zu beachten.<br \/>\nEs kann unterstellt werden, dass \u2013 und hier orientieren wir uns an Michel Foucault, Jacques Derrida und Charles Latan \u2013 das Verschwinden von identit\u00e4ren Alltagsritualen auch den Kitt unserer Gesellschaft erodiert, anders formuliert:<br \/>\nDie wachsende Spaltung der Gesellschaft und das Aufkommen der braunen Brut von der AFD hat auch mit dem Verschwinden der analogen Toilettenlekt\u00fcre zu tun.<br \/>\nUm \u00fcberhaupt ein \u00f6ffentliches Bewusstsein f\u00fcr diese Problematik herzustellen und Ansto\u00df f\u00fcr tiefergehende Forschungen zu geben, wird hiermit der Startschuss zur Kampagne f\u00fcr Anerkennung der analogen Toilettenlekt\u00fcre als immaterielles Weltkulturerbe gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich setze mich hiermit f\u00fcr die Anerkennung der analogen Toilettenlekt\u00fcre als immaterielles Weltkulturerbe ein. 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