{"id":8102,"date":"2017-08-18T12:16:16","date_gmt":"2017-08-18T06:16:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=8102"},"modified":"2017-08-18T16:29:56","modified_gmt":"2017-08-18T10:29:56","slug":"15-08-2017-wasserbueffel-in-meinem-garten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=8102","title":{"rendered":"15.08.2017 \u2013 Wasserb\u00fcffel in meinem Garten"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/wasserb\u00fcffel.jpg\" alt=\"wasserb\u00fcffel\" width=\"1200\" height=\"900\" class=\"alignleft size-full wp-image-8103\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/wasserb\u00fcffel.jpg 1200w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/wasserb\u00fcffel-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/wasserb\u00fcffel-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/wasserb\u00fcffel-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/wasserb\u00fcffel-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><br \/>\n<em>Ein prachtvolles Bild, wenn die Wasserb\u00fcffel mit Urgewalt durch einen Graben pfl\u00fcgen.<\/em> Neulich in Berlin auf der Pfaueninsel brach direkt vor mir die dort ans\u00e4ssige Herde mit Schnauben und Prusten durchs Unterholz. Ich sinnierte gerade vor mich hin und erschrak demzufolge zu Tode. Fast, sonst k\u00f6nnte ich den Blogeintrag ja nicht schreiben. So eine Horde tue ich meinem Gartenteich doch lieber nicht an. Die Tatsache, dass ich in dem angesagten Viertel Hannovers, in Linden-Nord, einen Garten mit Teich mit direktem Zugang \u00fcber eine eigene Veranda besitze, d\u00fcrfte den Wert der Wohnung ins \u2013 fast &#8211; Unermessliche gesteigert haben. Stichwort Gentrifizierung. Wes Geistes Kind in gentrifizierten Gegenden herrscht, mag eine kleine Episode schildern: Hier findet einmal im Jahr ein Stra\u00dfenfest statt, das sogenannte Limmerstr.-Fest. Charmante Veranstaltung, der SCHUPPEN 68 wird seit Jahren angefragt, da auch \u201ewas\u201c zu machen. Das denn doch nicht, aber nett ist es da wie gesagt schon. Nat\u00fcrlich machen die Kneipen und Gesch\u00e4fte da einen M\u00f6rder-Umsatz und die Sogkraft des Kiezes als coole Gegend (mit entsprechendem weiteren Umsatz) wird erh\u00f6ht. Dieses Jahr scheitert die Organisation eventuell deshalb, <em>weil viele Kneipen und Gesch\u00e4fte sich weigern<\/em><a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Uebersicht\/Limmerstrassenfest-in-Hannover-Linden-von-Absage-bedroht\"><\/a>, den absolut l\u00e4ppischen Unkosten-Beitrag von 85 Euro daf\u00fcr abzulatzen. Ich formuliere es mal mit der mir inh\u00e4renten Contenance und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Courtoisie\">Courtoisie<\/a> (das verlink ich mal, wegen des Hinweises auf Norbert Elias): Was f\u00fcr Arschl\u00f6cher und was f\u00fcr ein Schei\u00dfviertel. Gottseidank gibt es hier auch schon graue langweilige Bars, vor denen graue langweilige Menschen mit grauem langweiligen dicken Portemonnaie sitzen. M\u00f6ge also dieser Kiez genannte Misthaufen so enden wie Prenzlauer Berg, wo wirklich nur noch Zombietouristen durchtorkeln. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Oder auch: Das Schwein bestimmt das Bewusstsein. (\u201eEs ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.\u201c K. Marx, Kritik der politischen \u00d6konomie, MEW 13, 9.) In manchen Dingen bin ich beinhart konservativ: Ich halte Frauen die T\u00fcr auf, helfe ihnen aus dem Mantel und in \u00f6konomischen Dingen bleibe ich Marxist. Ansonsten liebe ich die Moderne:<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/deutsches-historisches-muse.jpg\" alt=\"deutsches-historisches-muse\" width=\"825\" height=\"1100\" class=\"alignleft size-full wp-image-8104\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/deutsches-historisches-muse.jpg 825w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/deutsches-historisches-muse-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/deutsches-historisches-muse-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/deutsches-historisches-muse-624x832.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><br \/>\n<em>Lichtdurchfluteter Neubau des Deutschen Historischen Museums in Berlin.<\/em><br \/>\nWas bleibt? Coole Gegenden sind wie der Fu\u00dfball, wo weiterhin dumpfer Mob in die Stadien pilgert oder stumpf in Kneipen sich diesen Schwachsinn anglotzt: Jeder Einzelne tr\u00e4gt durch sein Handeln die Verantwortung daf\u00fcr, dass einstmals charmante, am\u00fcsante Dinge durch Massen-Konsum zu Tode gekreuzigt werden. Der Mob macht mir <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Langeweile\">Ennui<\/a>, man m\u00f6ge ihn entfernen.<br \/>\nMit diesem D\u00fcnkel bin ich wieder nah bei Marx. Der fand die damalige Arbeiterklasse auch nicht besonders prickelnd.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein prachtvolles Bild, wenn die Wasserb\u00fcffel mit Urgewalt durch einen Graben pfl\u00fcgen. Neulich in Berlin auf der Pfaueninsel brach direkt vor mir die dort ans\u00e4ssige Herde mit Schnauben und Prusten durchs Unterholz. Ich sinnierte gerade vor mich hin und erschrak demzufolge zu Tode. Fast, sonst k\u00f6nnte ich den Blogeintrag ja nicht schreiben. 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