{"id":9494,"date":"2018-09-07T10:30:14","date_gmt":"2018-09-07T04:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=9494"},"modified":"2018-09-07T12:40:53","modified_gmt":"2018-09-07T06:40:53","slug":"07-09-2018-offensichtlicher-mist","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=9494","title":{"rendered":"07.09.2018 \u2013 Offensichtlicher Mist"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"469\" class=\"alignnone size-large wp-image-9495\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/bahnhof.jpg 1032w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Hauptbahnhof Berlin, Tiefebene.<\/em><br \/>\nIch bin kein guter Fotograf und zu allem \u00dcbel habe ich mir auch noch angew\u00f6hnt, mein visuelles Tagebuch mit der Smartphone Kamera zu f\u00fchren. War meine Kompaktkamera schon m\u00e4\u00dfig, ist die Qualit\u00e4t der Smartphone Kamera eigentlich inakzeptabel. Der Zoom ist nat\u00fcrlich kein optischer, da wird also nur gerechnet, und das sieht man sofort, abgesehen davon, dass die bei prek\u00e4ren Lichtverh\u00e4ltnissen sofort \u00fcberfordert ist. Aber wer ist das nicht in heutigen Zeiten. Das Foto oben von der Tiefebene des Berliner Hauptbahnhofs, wo mein ICE meist einl\u00e4uft, ist aber von der Stimmung, die ich einfangen wollte, gelungen. Einsamkeit, Distanz, Fremde, Unwirtlichkeit, wenn ich nach solchen Stimmungsanfl\u00fcgen nicht sofort in das oben brodelnde Leben der Symphonie einer Gro\u00dfstadt eintauche, w\u00e4ren eigentlich ruckzuck Mother&#8217;s little Helper f\u00e4llig. Wenn Sie die Gelegenheit haben, sich den Film <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berlin_%E2%80%93_Die_Sinfonie_der_Gro%C3%9Fstadt\">\u201eSymphonie einer Gro\u00dfstadt\u201c<\/a> aus den Zwanzigern von Walter Ruttmann anzusehen, machen Sie es. Faszinierend. Das Gegenst\u00fcck zu D\u00f6blins Berlin Alexanderplatz, beides Dekonstruktionen einer linearen Erz\u00e4hlweise und die konsequente Anwendung des Montageprinzips auf die Kunst. Anders kann man die Komplexit\u00e4t einer Metropole auch nicht mehr einfangen. Kein Montageprinzip sondern sehr linear ist die Kameraarbeit bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EVAU5VC4cnc\">meinem Interview  im hiesigen Lokal TV h1<\/a> zum Thema \u201eaktuelle Armutsentwicklung\u201c. Ich gehe da gerne hin, einer Kamera sieht man nicht an, ob \u201edahinter\u201c ein paar tausend oder Hundertausende Zuschauerinnen zugucken. Also \u00fcbt h1 durchaus. Beim Angucken dachte ich: Da stimmt doch was nicht. Ich musste aber dreimal gucken, ehe ich die zwei sinnentstellenden Wortdreher von mir mitgekriegt habe. Offensichtlich wirkt mein Rededuktus zumindest f\u00fcr mich so \u00fcberzeugend, dass ich gar nicht realisiere, wenn da offensichtlicher Mist r\u00fcberkommt. Ich sollte in die Politik gehen. Mit dieser Drohung w\u00fcnsche ich Ihnen ein aufregendes Wochenende, liebe Leserinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hauptbahnhof Berlin, Tiefebene. Ich bin kein guter Fotograf und zu allem \u00dcbel habe ich mir auch noch angew\u00f6hnt, mein visuelles Tagebuch mit der Smartphone Kamera zu f\u00fchren. War meine Kompaktkamera schon m\u00e4\u00dfig, ist die Qualit\u00e4t der Smartphone Kamera eigentlich inakzeptabel. 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