{"id":9613,"date":"2018-10-02T13:38:26","date_gmt":"2018-10-02T07:38:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=9613"},"modified":"2018-10-03T12:02:32","modified_gmt":"2018-10-03T06:02:32","slug":"02-10-2018-gedanken-zur-einheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=9613","title":{"rendered":"02.10.2018 \u2013 Gedanken zur Einheit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"352\" class=\"alignnone size-large wp-image-9614\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor-624x351.jpg 624w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/brandenbrger-tor.jpg 1805w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Aufbauarbeiten zur Einheitsfeier am Brandenburger Tor.<\/em><br \/>\nIch war von Anfang an gegen die Einheit, ich bin dagegen und kann mir keine Umst\u00e4nde vorstellen, unter denen ich daf\u00fcr sein k\u00f6nnte. Nicht, weil ich \u00fcberm\u00e4\u00dfige Sympathie f\u00fcr den ostzonalen Staatssozialismus gehegt h\u00e4tte, sondern aus systemtheoretischen Gr\u00fcnden: Wenn von zwei konkurrierenden Systemen eins verschwindet, erh\u00f6ht das \u00fcbrig gebliebene logischerweise sofort bei seinen Insassen den Preis f\u00fcr die Systemakzeptanz. Wenn von zwei B\u00e4ckereien in einer Stra\u00dfe eine verschwindet, m\u00fcssen die Anwohnerinnen der Stra\u00dfe ja auch die Br\u00f6tchen sofort teurer bezahlen. Logisch. Und deshalb m\u00fcssen der deutsche Michel und die deutsche Proletin ihre Zugeh\u00f6rigkeit zum konkurrenzlosen Kapitalismus immer teurer bezahlen. Wir haben aktuell fast eine Million Wohnungslose, demn\u00e4chst 1,3 Millionen. Das ist ein Preisschild von vielen, das an der Einheit h\u00e4ngt.<br \/>\nWem es hier nicht passt, der kann seine Arbeitskraft ja im Sudan zu Markte tragen.<br \/>\nAlso wieder her mit der Mauer. Wer braucht schon sowas wie K\u00f6then, Chemnitz und Sachsen.<br \/>\nAber man m\u00fcsse doch die Sorgen und \u00c4ngste der Menschen ernst nehmen, die da demonstrieren, ihnen zuh\u00f6ren und mit ihnen reden, h\u00f6re ich da Mrs. Mainstream raunen?<br \/>\nI bitt Sie, liebe Leserin, san\u2019s net narrisch. Wieso sollte ich die \u00c4ngste von Rassisten und Neonazis ernst nehmen, die vollkommen abgestumpft, empathielos und voller Hass anderen nach dem Leben trachten. Und glauben Sie mir, wenn sich jemand das Gebl\u00f6ke dieses Mobs anh\u00f6rt, dann ich. Ich begebe mich nach wie vor mittels Stra\u00dfen-Aktionen an sonnigen Wochenenden in die Niederungen von Stadtfesten, wie am 29.09 in L\u00fcneburg, mit wackeren Engagierten, und suche das Gespr\u00e4ch, mit der Macht des Argumentes, getrieben vom Furor der Aufkl\u00e4rung<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/l\u00fcneburg.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/l\u00fcneburg.jpg\" alt=\"\" width=\"940\" height=\"912\" class=\"alignnone size-full wp-image-9615\" srcset=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/l\u00fcneburg.jpg 940w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/l\u00fcneburg-300x291.jpg 300w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/l\u00fcneburg-768x745.jpg 768w, http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/l\u00fcneburg-624x605.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Ich, mit der Macht des Argumentes, getrieben vom Furor der Aufkl\u00e4rung, vor der Mauer zwischen Arm und Reich. In L\u00fcneburg, Aktion am 29.09.2018 zum Thema: \u201eWohnen (besser: Wohnung) ist ein Menschenrecht.<\/em>\u201c<br \/>\nWas ich da mitunter (es gibt auch sehr anr\u00fchrende Momente von gemeinsamem Gespr\u00e4ch, Austausch und Verstehen!) zu h\u00f6ren kriege, l\u00e4sst mich eher an die Macht des Hammers glauben. Gleich die erste Passantin baute sich mit verschr\u00e4nkten Armen vor mir auf:<br \/>\n<em>\u201eWir haben hier doch schon lange keine Redefreiheit mehr.\u201c <\/em><br \/>\nInnerlich quillt in mir nackter Hass hoch, ich wei\u00df aus jahrhundertelanger Erfahrung genau, wes Ungeistes Kind da vor mir steht. \u00c4u\u00dferlich bin ich gelassen, heiter und charmant:<br \/>\n<em>\u201eDie Grenzen der Redefreiheit zieht bei uns nur das Strafgesetzbuch und bei mir d\u00fcrfen Sie alles sagen.\u201c <\/em><br \/>\nVerschr\u00e4nkte Arme:<br \/>\n<em>\u201cAlso die Merkel ist doch eine FDJ Sekret\u00e4rin.\u201c<\/em><br \/>\nIch hole aus und strecke die vor mir Stehende mit einem wuchtigen Hammerhieb zu Boden. Innerlich.<br \/>\n\u00c4u\u00dferlich:<br \/>\n<em>\u201cIch finde das sehr interessant, was Sie da sagen. Und wie f\u00fchlen Sie sich dabei?\u201c<\/em><br \/>\nEs gibt auch andere Erfahrungen, siehe oben. Aber grunds\u00e4tzlich wei\u00df ich wovon ich rede, wenn ich hier schreibe, nicht nur intellektuell, sondern auch praktisch. Darauf k\u00f6nnen Sie mal einen lassen, liebe Leserin.<br \/>\nSch\u00f6ne Einheit noch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufbauarbeiten zur Einheitsfeier am Brandenburger Tor. Ich war von Anfang an gegen die Einheit, ich bin dagegen und kann mir keine Umst\u00e4nde vorstellen, unter denen ich daf\u00fcr sein k\u00f6nnte. 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