{"id":10373,"date":"2019-08-25T14:40:34","date_gmt":"2019-08-25T08:40:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10373"},"modified":"2019-08-25T18:02:28","modified_gmt":"2019-08-25T12:02:28","slug":"25-08-2019-logo-fuer-mehr-inklusion-barrierefreies-bauen-und-toleranz-gegenueber-menschen-mit-multiplen-behinderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=10373","title":{"rendered":"25.08.2019 \u2013 Logo f\u00fcr mehr Inklusion, barrierefreies Bauen und Toleranz gegen\u00fcber Menschen mit multiplen Behinderungen?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/twipsy.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/twipsy-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignnone size-large wp-image-10374\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/twipsy-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/twipsy-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/twipsy-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/twipsy.jpg 774w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Das ist nicht das Logo zu einer Kampagne f\u00fcr mehr Inklusion, barrierefreies Bauen und Toleranz gegen\u00fcber Menschen mit multiplen Behinderungen, sondern das Logo namens Twipsy der EXPO 2000 in Hannover.<\/em> Gesehen vor der Ausstellung im hann\u00f6verschen Kunstverein zur EXPO. Anders als in Lissabon, wo es ein grandioses Gel\u00e4nde von der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Expo_98#Nachnutzung\">dortigen EXPO<\/a> 1998 gibt, hat die EXPO hier keine nachhaltigen Spuren hinterlassen, au\u00dfer einem neuen Stadtteil und einem gut ausgebauten \u00d6PNV System. Immerhin. Weder hat die Armut durch die EXPO zugenommen, noch ist der Wohnraum knapp geworden, noch ist der Mensch in einer v\u00f6llig neuen Qualit\u00e4t den Interessen des Kapitals unterworfen worden. Das ist alles geschehen, allerdings hat die EXPO dazu ungef\u00e4hr so viel zu beigetragen wie das Oktoberfest in M\u00fcnchen. Es war eine einzige gro\u00dfe Party, die nicht einmal besonders gut besucht war. Ich bin, was die EXPO angeht, komplett vom Saulus zum Paulus geworden. Vorher war ich strikt dagegen, mit jenem klassischen Reflex vieler Altlinker bei jeder Gro\u00dfveranstaltung (Olympia! Komischerweise Fu\u00dfball nicht) nach Art des Hauses Marx: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xHash5takWU\">Whatever it is, I am against it<\/a>. Da ich damals bei einem EXPO Projekt arbeitete, musste ich zwangsweise auf dem Gel\u00e4nde abh\u00e4ngen. Und ward fortan bekehrt. Das Einzige, was ich bereue, ist, dass ich nicht jeden Tag auf dem Gel\u00e4nde war. Eine EXPO, bei der sich so friedfertig Menschen aus aller Welt zu einer Dauerparty treffen unter einmaligen \u00e4u\u00dferen Bedingungen jenseits allen Alltags, werde ich vermutlich in Hannover nicht mehr erleben.<br \/>\nOb ich irgendwas durch die EXPO gelernt habe? Mit einem uralt Siemens Handy, das vermutlich noch mit Kurbel betrieben wurde, mit Kopfh\u00f6rer zu telefonieren. Lohnenswert ist allerdings schon ein Blick in die Geschichte der zahlreichen Anti-Expo Zeitungen von damals.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/antifa-donald.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/antifa-donald-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"833\" class=\"alignnone size-large wp-image-10375\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/antifa-donald-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/antifa-donald-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/antifa-donald-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/antifa-donald.jpg 1548w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\nAntifa Donald. Als Donaldisten alter Schule erfreut mich sowas ja, wenn auch die arme, behinderte Twipsy echt keine Gegnerin war. Aber die Themen, die dort angesprochen wurden, sind auch heute noch, und mehr denn je, nach 20 Jahren aktuell. Wenn man es pr\u00e4zise betrachtet, virulenter denn je. Die Atomdiskussion hat angesichts der grassierenden Nachr\u00fcstung eine v\u00f6llig neue und nicht mehr erwartete Dimension bekommen. Und bei der Frage: wann hat es eigentlich die letzte Antifa-Demo hier gegeben, die in einen so breiten gesellschaftlichen Diskurs eingebettet war wie den Anti-Expo damals (ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Bewohnerinnen war gegen die Expo), komme ich ins Gr\u00fcbeln.<br \/>\n Ich bin hier vor Ort an einer Diskussion zu einer Wohn-Demo im Herbst beteiligt, dringender notwendig denn je, die Wohnungslosigkeit steigt rapide. Aber bei der Frage, wer da alles mitmacht und welche Bedeutung das haben wird, beschleicht mich Beklemmung.<br \/>\n Angst, Verdr\u00e4ngung, Resignation liegt wie Mehltau \u00fcber allem, angesichts des um sich greifenden Mobs. Bei allem Respekt gegen\u00fcber der Demo am Wochenende in der Nazi-Hochburg Dresden und gegen\u00fcber Fridays for Future: da muss sich noch beweisen, inwieweit das mehr als Eventcharakter und Partystimmung hat. Das ist nur der erste Schritt auf einem sehr langen Marsch in eine zivilisiertere Welt als die derzeitige.<br \/>\n Aber lassen wir\u2019s uns nicht verdrie\u00dfen. Die Sonne scheint ja.<br \/>\nNoch. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist nicht das Logo zu einer Kampagne f\u00fcr mehr Inklusion, barrierefreies Bauen und Toleranz gegen\u00fcber Menschen mit multiplen Behinderungen, sondern das Logo namens Twipsy der EXPO 2000 in Hannover. Gesehen vor der Ausstellung im hann\u00f6verschen Kunstverein zur EXPO. 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