{"id":15886,"date":"2025-01-20T16:54:40","date_gmt":"2025-01-20T10:54:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15886"},"modified":"2025-01-20T16:56:06","modified_gmt":"2025-01-20T10:56:06","slug":"20-01-2025-moegliche-auswirkungen-einer-cdu-afd-koalition-auf-laenderebene-teil-5-das-wurst-case-szenario","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15886","title":{"rendered":"20.01.2025 \u2013 M\u00f6gliche Auswirkungen einer CDU\/AfD-Koalition auf L\u00e4nderebene. Teil 5: Das Wurst-Case Szenario."},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/161114Die-Leibniz-Wurst-HAZ.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"337\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/161114Die-Leibniz-Wurst-HAZ-337x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15887\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/161114Die-Leibniz-Wurst-HAZ-337x1024.jpg 337w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/161114Die-Leibniz-Wurst-HAZ-99x300.jpg 99w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/161114Die-Leibniz-Wurst-HAZ.jpg 376w\" sizes=\"(max-width: 337px) 100vw, 337px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mir ist alles Wurst oder: Leibniz ging mir auf den Keks. HAZ, 14.11.2016.<br \/>Was eine m\u00f6gliche CDU\/AfD-Koalition 2027 in Niedersachsen oder 2029 im Bund angeht: Das ist, wie die Veganerin sagen w\u00fcrde, ein Wurst-Case-Szenario. W\u00e4re ich unseri\u00f6s, w\u00fcrde ich das, was ich hier dazu schreibe, als Trendforschung und Prognostik-Expertise bezeichnen. Es ist aber nichts weiter als Spekulatius. Kann alles auch ganz anders kommen. Der anst\u00e4ndige Fl\u00fcgel in der CDU, die nicht nur verbal an christlicher Ethik ausgerichteten Vertreter*innen da, setzt sich durch und die koalieren doch mit der SPD. Oder die CDU kopuliert mit den Gr\u00fcnen nach dem 23.02. Von dem absehbaren Kladderadatsch danach profitiert neben der AfD auch die SPD und f\u00e4hrt 2027 in Niedersachsen mit dem Liebling der Partei, dem Menschenfreund Olaf Lies, einen grandiosen Sieg ein. Oder die Linke erreicht die absolute Mehrheit. Oder Gr\u00f6nland und Panama erkl\u00e4ren der USA den Krieg. Kann alles passieren. Aber wer nicht mit dem Schlimmsten kalkuliert, macht seine Rechnung ohne den Wirt. Und das wird teuer. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen es die Akteure billiger machen? Meint: Welche solidarischen Strategien k\u00f6nnen die Akteure in Niedersachsen umsetzen, um das Schlimmste, also eine CDU\/AfD-Koalition zu verhindern? Es gibt zwei Wege: Den parlamentarischen und den au\u00dferparlamentarischen. Alles nichts umst\u00fcrzend Neues oder Originelles, man muss es halt nur wollen und machen, auf Ebene der Verb\u00e4nde, Initiativen, NGOs, aber auch der individuellen Personen, Verantwortlichen. Also raus aus der rotgr\u00fcnen Kuschelzone und Kontakte intensivieren zu \u201evern\u00fcnftigen, anst\u00e4ndigen\u201c CDU-Abgeordneten. Die findet man leicht in Gespr\u00e4chen mit Leuten, die im \u201eBetrieb\u201c sind, wie Abgeordnete, Referentinnen, Journalistinnen. Im Betrieb ist nichts ein Geheimnis: Wer mit wem v\u00f6gelt, wer Alkoholiker ist, wer zuverl\u00e4ssiger Demokrat ist und wer jetzt schon an der Brandmauer z\u00fcndelt. Mit den Anst\u00e4ndigen veranstaltet man regelm\u00e4\u00dfig parlamentarische Fr\u00fchst\u00fccke, besser noch: Abende. Mit Kultur. Irgendwas \u201eOriginelles\u201c, was die nicht kennen. Poetry Slam z. B. Das halten CDUler*innen f\u00fcr was absolut Cooles, Neues, Rebellisches, obwohl es im Zweifel der \u00f6deste und witzloseste Quark ist, den man sich vorstellen kann. Aber Der Wurm muss dem Fisch schmecken. Nicht dem Angler \u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Und was mit Alkohol machen. Alkohol geht immer. Und nicht sparen. Kein Sekt Schloss Stolzenfels oder sowas in der Art! Den gab es neulich beim DGB-Neujahrsempfang. Meine Geschmacksnerven haben ein Infarkt gekriegt. Ich bin auf dem Absatz umgedreht und gegangen. Ich lass mich doch nicht feuchtbeleidigen. Also jetzt anfangen, langfristiges Netzwerk herzustellen in die CDU hinein, nicht erst Anfang 2027. Klassische Lobbyarbeit. Und die Ansprechpartner peu \u00e0 peu bearbeiten, mit sozialpolitischen Argumenten und Appellen an das Demokratieverst\u00e4ndnis. H\u00f6rt sich dr\u00f6ge an, ist aber erprobtes Handwerkszeug. Und gegen dr\u00f6ge gibt\u2019s ja den Cr\u00e9mant. Das ist Sekt, nur besser. (F\u00fcr die Proleten aus dem Schweineg\u00fcrtel ein Fass Bier). Schwieriger wird die au\u00dferparlamentarische Ebene. Dazu m\u00fcssten sich alle geneigten Verb\u00e4nde, NGOs, Initiativen, Projekte verbindlicher als bisher vernetzen, in einem Netzwerk mit einpr\u00e4gsamen Namen. Etwas, worauf die Medien stehen, was selbst der Verfasser eher unterkomplexer Texte wie dem Obigen kapiert und gut findet. Also z. B. \u201eNetzwerk Demokratie bewahren\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p> Dann die Medien bearbeiten, raus in die \u00d6ffentlichkeit, einmal im Jahr buntes Demokratiefest. Soziale Medien, Pressetermine, Stra\u00dfenaktionen, auch in sozialen Brennpunkten!, etc. pp. Auch das ist alles klassisches Handwerk. Was allerdings aus meiner Wahrnehmung im Rahmen der allgemeinen politischen Ermattung der Zivilgesellschaft, um es mal euphemistisch zu formulieren, bei vielen Akteurinnen verk\u00fcmmert ist.<br \/>Alles Handwerk. Dazu muss man kein Genie sein. Noch nicht mal eine Mischung aus, und hier zitiere eine jener Formulierungen, auf die die Medien stehen und die in jede PM rein m\u00fcssen: Immanuel Kant und Lionel Messi.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir ist alles Wurst oder: Leibniz ging mir auf den Keks. HAZ, 14.11.2016.Was eine m\u00f6gliche CDU\/AfD-Koalition 2027 in Niedersachsen oder 2029 im Bund angeht: Das ist, wie die Veganerin sagen w\u00fcrde, ein Wurst-Case-Szenario. W\u00e4re ich unseri\u00f6s, w\u00fcrde ich das, was ich hier dazu schreibe, als Trendforschung und Prognostik-Expertise bezeichnen. 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