{"id":15915,"date":"2025-01-30T16:44:45","date_gmt":"2025-01-30T10:44:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15915"},"modified":"2025-01-30T22:25:53","modified_gmt":"2025-01-30T16:25:53","slug":"30-01-2025-der-adenauer-hack-aus-dem-strategiepapier-der-cdu-parteizentrale-ueber-zukuenftige-kooperationen-mit-der-afd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=15915","title":{"rendered":"30.01.2025 \u2013 Der Adenauer-Hack: Aus dem Strategiepapier der CDU-Parteizentrale \u00fcber zuk\u00fcnftige Kooperationen mit der AfD"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"1014\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12-1024x1014.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15916\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12-1024x1014.jpg 1024w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12-300x297.jpg 300w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12-768x760.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12-624x618.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/10-nach-12.jpg 1507w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>10 nach 12. CDU-Parteizentrale Adenauer-Haus, Berlin. Steht die Uhrzeit f\u00fcr den Zustand der CDU allgemein oder nur f\u00fcr den der Datensicherheit in der Parteizentrale?  Der Hack des dortigen Servers hat das Zeug, in Fachkreisen als Adenauer-Hack zu kursieren. Ich zitiere im Folgenden aus einem Entwurf der Hauptabteilung SP (Strategische Planung), in dem es um zuk\u00fcnftige Kooperationen und Koalitionen mit der AfD geht. Das Papier ist 24 Seiten lang und in 7 Kapitel gegliedert: Von \u201eGrunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen \u2013 Quo vadis, Deutschland?\u201c \u00fcber \u201eTabus \u00fcberwinden \u2013 Zukunftsoffen denken!\u201c bis \u201eAusblick 29\u201c:<\/p>\n\n\n\n<ol>\n<li><strong>Grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen \u2013 Quo vadis, Deutschland?<\/strong><br \/>Die Gesellschaft in Deutschland Mitte der Zwanziger ist deutlich nach rechts ger\u00fcckt. Die Mitte verschwindet, der Rand wird st\u00e4rker. Wie gehen die Parteien der Mitte damit um? Wenn sie den Wandel gestalten wollen, m\u00fcssen sie mit der Zeit gehen, sonst werden sie von der Zeit \u00fcbergangen. Ein Blick \u00fcber die Grenzen zeigt: Dort, wo konservative Parteien auf ihren Positionen verharrten und geglaubt haben, mit einem klassisch-konservativen Profil den Aufstieg von Parteien vom rechten Rand zu verhindern, sind sie entweder verschwunden wie in Italien, werden an den Rand gedr\u00e4ngt wie in Skandinavien oder den Niederlanden oder finden sich in der Minderheit zu den Rechten wieder wie in \u00d6sterreich. Die Herausforderung der Zukunft kann daher f\u00fcr die CDU Deutschland nur lauten: Wie denken wir den klassisch-konservativen Ansatz so zusammen mit dem neuen rechten, dass wir am Ende dieser Entwicklung nicht marginalisiert sind. Wie integrieren wir also in einem dynamischen Prozess die deutlich nach rechts ger\u00fcckten gesellschaftlichen Positionen in unsere Programmatik und Praxis \u2026..<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Tabus \u00fcberwinden \u2013 Zukunftsoffen denken<\/strong><br \/>Was gestern Tabu war, ist heute  gesellschaftlicher Standard. Beispiele sind die Ehe f\u00fcr alle, die Legalisierung von Cannabis, Streichung des \u00a7 175. Auch wenn klassische Konservative mit gesellschaftlichen Erneuerungsprozessen mitunter Schwierigkeiten haben, sind sie meist aus der gesellschaftlichen Realit\u00e4t nicht mehr wegzudenken. Diese Realdynamik m\u00fcssen wir uns in der Grenz\u00fcberschreitung des Konservativen zunutze machen und heute zumindest an jene Tabus denken, die wir in drei, vier Jahren wohlvorbereitet langsam in den \u00f6ffentlichen Diskurs einspeisen, jenseits des Erregungsgeheuls der Rechten. Moderat-moderiert im Duktus, dem Konservativen angemessen, radikal im Inhalt.<br \/>Beispiele: Die Todesstrafe ist in unserer Gesellschaft zurzeit ein absolutes Tabu, sie taucht selbst bei der rechten Konkurrenz nur selten im Geschrei von randst\u00e4ndigen Existenzen auf. Oder Schie\u00dfbefehl an den EU-Au\u00dfengrenzen auf Illegale. Die Wiedereinf\u00fchrung von k\u00f6rperlicher Z\u00fcchtigung an unseren Schulen. Verbot von Abtreibung selbst bei Vergewaltigung.<br \/>Heute alles Beispiele f\u00fcr absolute Verlierer-Themen in \u00f6ffentlicher Diskussion. In 4 Jahren \u2026? \u2026<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Framing \u2013 vom Denken zum Handeln<\/strong><br \/>In der politischen Diskussion ist heutzutage Framing alles. Schon der gro\u00dfe Vordenker der CDU, Kurt Biedenkopf, hat vor \u00fcber 50 Jahren erkannt: Wir m\u00fcssen die Begriffe des Gegners \u00fcbernehmen, verwenden und gegen ihn wenden. Heute sind wir weiter: es ist egal, welche Begriffe wir verwenden, wie real, wahr, authentisch sie sind, Hauptsache, wir setzen uns mit ihnen auf der kommunikativen Ebene durch. \u00dcberspitzes Beispiel: Selbst, wenn die CDU in Bundesl\u00e4ndern und Kommunen x-fach mit der AfD kooperiert und koaliert, wird das offizielle Framing lauten: Es gibt keine Kooperation mit denen. Das wird solange aufrechterhalten, bis die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse radikal zu unseren Gunsten gewendet sind. Irgendein konkreter Anlass und Ausl\u00f6ser f\u00fcr die \u00c4nderung des Framing findet sich, ein Anschlag mit einem PKW, Bomben, was auch immer. Dann wird es lauten: Es gibt keine Kooperation mit denen, es sei denn, in begr\u00fcndeten Ausnahmef\u00e4llen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kooperation oder Koalition? \u00dcberwindung von Gegens\u00e4tzen<\/strong><br \/>\u2026.. Nachdem die Kooperation auf lokaler Ebene schon gut funktioniert, sollte die n\u00e4chste Stufe geplant werden: Eine CDU\/AfD-Koalition auf L\u00e4nderebene. Daf\u00fcr bietet sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden Niedersachsen und 2027 an \u2026.. \u2026..<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ausblick 29<\/strong><br \/>Wenn wir die hier skizzierten \u00dcberlegungen in eine langfristige Strategie auf allen Ebenen einflie\u00dfen lassen, wird eine CDU\/AfD-Koalition 2029 nicht nur machbar und wahrscheinlich, sondern in den Augen der meisten \u00f6ffentlichen Akteure auch w\u00fcnschenswert. Wir w\u00fcrden dann nur Vox populi exekutieren\u2026<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p>Noch vor einem Jahr w\u00e4re dieser Blogeintrag als Hirngespinst oder Satire abgetan worden. Aber wie das mit dem Leben und der Satire so ist: Ersteres \u00fcberholt die Satire spielend. Rufen Sie gerne in der CDU-Parteizentrale in Berlin an und erkundigen Sie sich nach dem Adenauer-Hack und dem Strategiepapier. Sie werden sich wundern \u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10 nach 12. CDU-Parteizentrale Adenauer-Haus, Berlin. Steht die Uhrzeit f\u00fcr den Zustand der CDU allgemein oder nur f\u00fcr den der Datensicherheit in der Parteizentrale? Der Hack des dortigen Servers hat das Zeug, in Fachkreisen als Adenauer-Hack zu kursieren. 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