{"id":16341,"date":"2025-08-04T15:08:07","date_gmt":"2025-08-04T09:08:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16341"},"modified":"2025-08-04T18:54:20","modified_gmt":"2025-08-04T12:54:20","slug":"04-08-2025-ueber-den-zustand-vom-widerstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16341","title":{"rendered":"04.08.2025 \u2013 \u00dcber den Zustand vom Widerstand"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16342\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/goerli-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>G\u00f6rlitzer Park, Kreuzberg, Baustelle Zaun. Nat\u00fcrlich ist dieser alberne Zaun um den \u201eG\u00f6rli\u201c nichts weiter als Symbolpolitik. Die Konservativen wollen ihrer Klientel signalisieren: Wir packen den Drogensumpf an und legen ihn trocken. Womit nicht die Brauereien gemeint sind. Einzige reale Baustelle im G\u00f6rli sind zwei L\u00f6cher an den Eing\u00e4ngen, einen Zaun gab es da schon immer, an denen zwei Malocher das Fundament f\u00fcr die Tore zum Park legen, die dann Nachts abgeschlossen werden sollen. Womit das Drogenproblem dann gel\u00f6st w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p>Widerstand gegen dieses l\u00e4cherliche Projekt besteht im wochenendlichen Tekkno-Krachmachen durch ein paar bekiffte Polit-Besoffskis, die damit den armen Anwohnerinnen den letzten Nerv rauben. Irgendwas Witziges wie die d\u00e4mlichen Baul\u00f6cher nachts wieder zuzusch\u00fctten oder die Bagger zu de-optimieren findet da nicht statt, ich hab jedenfalls bisher nix mitgekriegt. Der Zustand des hiesigen Widerstandes scheint erb\u00e4rmlich, zumindest am G\u00f6rli. Gibt es woanders Licht am Tunnel? Zum Beispiel beim Feminismus, der ja v\u00f6llig zu Recht ein Abschied vom Phalloz\u00e4n fordert, eine radikale Abkehr von den immer schlimmer werdenden Zust\u00e4nden in Testosteronistan?<\/p>\n\n\n\n<p>Die deprimierende Antwort gibt die famose Gertraud Klemm, 54, Schriftstellerin, vorher Beamtin, verheiratet, zwei S\u00f6hne, und seit Jahren eine der profiliertesten Stimmen des \u00f6sterreichischen Feminismus. Sie steht ganz offensichtlich mit beiden Beinen auf dem Boden jener Realit\u00e4t, von denen die privilegierten Trans-und Flinta-Feministinnen im elfenbeinernen Turm von Unis und Gleichstellungstellungsb\u00fcros nicht den Hauch einer Ahnung haben. Klemm bringt einerseits das Patriarchat wunderbar auf die kritischen Punkte. Und \u00fcbt andererseits eine radikale Kritik am aktuellen Feminismus, der sich nur in elit\u00e4ren Zirkeln bewegt, niemandem nutzt au\u00dfer ein paar Flinta-Beauftragten und dadurch, dass er die Bed\u00fcrfnisse und Interessen der \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit real existierender Frauen ignoriert, ausschlie\u00dflich der Gegenseite in die Karten spielt. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gertraud-klemm-und-der-abschied-vom-phallozaen-ich-bin-in-testosteronistan-aufgewachsen-a-a33c148b-3e41-4761-8ff8-31fb9e8bf235\">Hier der Link zum Interview <\/a>, leider hinter Bezahlschranke. Daher ein paar Zitate: \u201e <em>\u2026. Der realpolitische Feminismus liegt im Koma. Wir brauchen eine Frauenpolitik, die sich wieder die Gummistiefel anzieht und die feministische Drecksarbeit angeht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>SPIEGEL: <em>Was hei\u00dft denn das konkret?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Klemm: <em>Der Abtreibungsparagraf! Wir leben nicht in einem Gottesstaat, und trotzdem mischt die Kirche da mit. Dass wir Schwangerschaft \u00fcberhaupt abbrechen d\u00fcrfen, ist nach wie vor ein Gnadenakt. Und daran darf man blo\u00df nicht r\u00fchren! Das hat man ja gerade bei der Debatte um die Verfassungsrichterin in Deutschland wieder gesehen. Da spielen auch die Rechten eine Rolle, besonders \u00fcbrigens hier in \u00d6sterreich. Ich finde es auch ungeheuerlich, eine Riesenschweinerei, dass Verh\u00fctungsmittel f\u00fcr die allermeisten Frauen immer noch keine Kassenleistungen sind. Oder dass Gewalt gegen Frauen selten geahndet wird. Nun gut, geredet wird dar\u00fcber viel. Aber getan zu wenig. Dasselbe beim Gender-Pay-Gap. Wir m\u00fcssen ran an die Verteilung der Ressourcen zwischen M\u00e4nnern und Frauen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u2026..<\/em> <em>DerNetzfeminismus kommt mir vor wie eine Pseudoreligion. Ich wei\u00df nicht, wer die G\u00f6ttin ist, aber es gibt Prophetinnen wie die Gendertheoretikerin <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/judith_butler\/\">Judith Butler<\/a> und ein Glaubensbekenntnis, dazu eine Menge Moralapostel, die auf Social Media \u00fcberwachen, ob alle das Glaubensbekenntnis korrekt nachbeten.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0Butler ist \u00fcbrigens militante Antisemitin, die niedertr\u00e4chtigerweise den \u00dcberfall der faschistischen Hamas am 7. Oktober schon mal &#8222;Akt des Widerstandes&#8220; nennt. Das passt wie Arsch auf Eimer und ich \u00fcberlasse es meinen Leserinnen, zu entscheiden, wer Arsch und wer Eimer*in ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6rlitzer Park, Kreuzberg, Baustelle Zaun. Nat\u00fcrlich ist dieser alberne Zaun um den \u201eG\u00f6rli\u201c nichts weiter als Symbolpolitik. Die Konservativen wollen ihrer Klientel signalisieren: Wir packen den Drogensumpf an und legen ihn trocken. 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