{"id":16357,"date":"2025-08-06T13:32:49","date_gmt":"2025-08-06T07:32:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16357"},"modified":"2025-08-06T13:34:15","modified_gmt":"2025-08-06T07:34:15","slug":"06-08-2025-heute-buttersaeure-morgen-brandbomben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16357","title":{"rendered":"06.08.2025 \u2013 Heute Butters\u00e4ure, morgen Brandbomben"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"713\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-713x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16358\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-713x1024.jpg 713w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-209x300.jpg 209w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-768x1104.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-1069x1536.jpg 1069w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-1425x2048.jpg 1425w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi-624x897.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flugi.jpg 1609w\" sizes=\"(max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Butters\u00e4ureanschlag auf linke Zusammenh\u00e4nge in Hannover-Linden. Linden ist f\u00fcr Hannover ungef\u00e4hr das, was St. Pauli f\u00fcr Hamburg und Kreuzberg f\u00fcr Berlin ist, also Faschofreie Zone, linksalternatives Biotop. Das war mal. Die ruhigen Zeiten sind vorbei. Die gesamtgesellschaftliche Entwicklung schl\u00e4gt \u00fcberall durch. Es kann jeden treffen, der anders ist, und da jede anders ist, kann es jede treffen. Heute linke Zusammenh\u00e4nge, Politikerinnen, Queere, Behinderte, Obdachlose, Migrantinnen, Morgen soziokulturelle Zentren und Projekte, Galerien, Demos, B\u00fcchereien, Veranstaltungen etc. pp. . Hinweis an alle linksalternativen Biotope und die dortigen ex-linken Eigentumsspie\u00dfer, die sich da seit Jahren selbstzufrieden in ihrer Bubble aalen: einfach mal in der Ostzone nachfragen, was da jetzt schon fl\u00e4chendeckend angegriffen wird. Demn\u00e4chst auch bei Ihnen im Programm. Tendenz: Heute Butters\u00e4ure, Morgen Brandbomben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ob hier die Unf\u00e4higkeit des Staates zu antifaschistischer Politik, mangelnder Wille und Kraft der Zivilgesellschaft zu Gegenreaktionen und Desorientierung und Marginalisierung des linken Widerstandes nicht schon schlimm genug w\u00e4ren, erodiert die Restgesellschaft an allen Ecken und Enden. Beispiel die von mir seit Jahren hier des \u00d6fteren polemisch (\u201eAb nach Syrien zum Minenr\u00e4umen!\u201c) attackierte Neuk\u00f6llner Parallelgesellschaft der antisemitischen Islamo-Machos. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/berlin-neukoelln-integrationsbeauftragte-guener-balci-ueber-wachsende-geschlechtertrennung-in-ihrem-bezirk-a-7a68963d-84c2-44ff-bf4c-7c5f24fb65d1\">Hier erkl\u00e4rt die aus Ostanatolien stammende Neuk\u00f6llner Integrationsbeauftrage <\/a>und profunde Kennerin der Verh\u00e4ltnisse,<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%BCner_Yasemin_Balc%C4%B1\"> G\u00fcner Balci <\/a> , wie sich ihr Heimatbezirk durch reaktion\u00e4re Imame und Kriminelle aus arabischen Gro\u00dffamilien ver\u00e4ndert hat.  \u00a0Das Interview hat aus meiner Sicht nur einen einzigen Mangel: Es w\u00e4re sch\u00f6n gewesen, wenn Balci den dort herrschenden extremistischen Antisemitismus angesprochen h\u00e4tte, aus dem sich die Militanz der Berliner Anti-Israel-Demos seit dem 7. Oktober speist.<\/p>\n\n\n\n<p>Zitate von G\u00fcner Balci:<\/p>\n\n\n\n<p><em> \u201e \u2026. Wenn ich zum Beispiel erleben muss, wie Islamisten und syrische Nationalisten hier auf der Stra\u00dfe feiern, dass in Syrien Andersgl\u00e4ubige abgeschlachtet werden, kann ich das kaum ertragen \u2026.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e \u2026 Neuk\u00f6lln war nie besonders frauenfreundlich. Es gab immer schon viel h\u00e4usliche Gewalt und Elend\u2026. \u00dcber die Jahre etablierte sich im Viertel dann aber diese kulturell und religi\u00f6s bedingte Geschlechtertrennung, die sich immer weiter ausbreitete. \u2026.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>SPIEGEL<em>:<\/em><\/strong><em> Worauf f\u00fchren Sie das zur\u00fcck?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Balci:<\/strong><em>Die Entwicklung fing mit dem Zuzug pal\u00e4stinensischst\u00e4mmiger Familien aus dem Libanon an, die ab den Achtzigerjahren ins Viertel kamen und zahlenm\u00e4\u00dfig schnell wuchsen. Die brachten eine sehr patriarchalisch gepr\u00e4gte Kultur mit. Die M\u00e4dchen in diesem Milieu waren fast unsichtbar. Man sah sie eigentlich nur, wenn sie ihre kleineren Geschwister in den Kindergarten brachten oder mit ihren M\u00fcttern zum Einkaufen gingen.<\/em> <em>\u2026.<\/em> <em>Durch die wachsenden streng patriarchalischen Strukturen trennte sich auch die Welt von Jungen und M\u00e4dchen zusehends. Wir haben lange untersch\u00e4tzt, wie gro\u00df dieses Ph\u00e4nomen werden w\u00fcrde.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u2026.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich erinnere mich an nur eine Moschee in meiner Kindheit. Inzwischen gibt es rund 30 in Neuk\u00f6lln, viele davon sind reaktion\u00e4r ausgerichtet. Ich wei\u00df von Imamen, die Eheberatung f\u00fcr 14-j\u00e4hrige M\u00e4dchen anbieten und es akzeptabel finden, wenn sich ein Mann eine Zweitfrau nimmt. Wenn man hinter die Strukturen schaut, sieht man schnell: Ah, die eine Moschee wird aus Katar finanziert, die andere hat Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft und so weiter.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcner Balci ist mittlerweile aus Neuk\u00f6lln weggezogen. Ihre k\u00f6rperliche Unversehrtheit und die ihrer Tochter ist dort gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wohin ziehen Sie, liebe Leserinnen, wenn es mal soweit ist?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Butters\u00e4ureanschlag auf linke Zusammenh\u00e4nge in Hannover-Linden. Linden ist f\u00fcr Hannover ungef\u00e4hr das, was St. Pauli f\u00fcr Hamburg und Kreuzberg f\u00fcr Berlin ist, also Faschofreie Zone, linksalternatives Biotop. Das war mal. Die ruhigen Zeiten sind vorbei. Die gesamtgesellschaftliche Entwicklung schl\u00e4gt \u00fcberall durch. 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