{"id":16361,"date":"2025-08-07T13:53:55","date_gmt":"2025-08-07T07:53:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16361"},"modified":"2025-08-07T13:53:55","modified_gmt":"2025-08-07T07:53:55","slug":"07-08-2025-meer-strand-sonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16361","title":{"rendered":"07.08.2025 \u2013 Meer, Strand, Sonne."},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16362\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/strand-meer-himmel-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Reicht, mehr braucht\u2019s nicht. Irgendwann, irgendwo auf den Diapontischen Inseln. Keine Zeitung, kein Handy, keine Gedanken.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen muss man sich Gedanken machen \u00fcber hiesige Erz\u00e4hlungen, die auch dadurch, dass sie zum 20sten Mal wieder erbrochen werden, nicht wahrer sind. Eine geht so: Den Firmen, der Wirtschaft geht es aktuell schlecht. Die m\u00fcssen entlastet werden. Umsatz und Gewinne m\u00fcssen steigen. Davon profitieren alle. Also Steuern f\u00fcr Unternehmen und Leistungstr\u00e4ger runter. Sozialleistungen k\u00fcrzen. Ma\u00dfhalten bei L\u00f6hnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und sp\u00e4ter, irgendwann profitieren dann auch die \u201ekleinen Leute\u201c davon. Das ist keine Geschichte aus Grimms M\u00e4rchen, sondern wird in der Volkswirtschaft, so eine Art Voodoo-Kult, als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trickle-down-%C3%96konomie#Kritik\">Trickle-Down-Effekt <\/a>,\u00a0oder auch Pferde\u00e4pfel-Theoriebezeichnet. Vereinfacht: Man muss den Pferden, dem Kapital, nur reichlich zu fressen geben, dann k\u00f6nnen sich die Spatzen, die kleinen Leute, hinterher was zum Picken aus deren Schei\u00dfe klauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Politik ist derzeit, wie grunds\u00e4tzlich in den letzten Jahrzehnten nach dem Siegeszug des Neoliberalismus, vorherrschendes Paradigma in westlichen Demokratien, oder was davon noch \u00fcbrig ist, siehe Trump, Merz, Meloni, Macron. Diesen Unsinn predigen CDU, AFD, SPD, Teile der Gr\u00fcnen, Splitterparteien wie die FDP sowieso, also glauben das \u00fcber 80 % des Wahlvolkes und \u00fcber 90 % der Medien.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df, dass es v\u00f6llig sinnlos ist, in Diskursen mit Fakten und Zahlen aufzuwarten, ich tue es trotzdem. Zur Steuerentwicklung der letzten 30 Jahre: Die K\u00f6rperschaftssteuer, also die Steuer f\u00fcr Unternehmen, betrug 1995, unter einer CDU\/FDP-Regierung von Helmut Kohl, 45 %. Sie wurde im Laufe der Jahrzehnte auf demn\u00e4chst 10 % gesenkt. Wg. Trickle-Down. Der Spitzensteuersatz f\u00fcr Hochverdienende betrug damals 57 %, jetzt    42 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Resultat: Die Eigenkapitalquote der umsatzst\u00e4rksten DAX-Konzerne betr\u00e4gt jetzt eine Billion, also tausend Milliarden, Euro. Ihre Schulden liegen bei ca. 250 Mrd. Euro. Also eine Schuldenquote von 25 %. Zum Vergleich: Die Verschuldung der BRD liegt bei 62 %. Die der USA \u00fcbrigens bei 120 %, die von Japan bei 240 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Der B\u00f6rsenwert der DAX-Konzerne hat sich seitdem verzehnfacht, ist um 1.000 Prozent gestiegen. Die Zahl der Milliard\u00e4re hat sich seitdem versechsfacht. Wobei 75 Prozent davon durch Erbschaften zu Milliard\u00e4ren wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist davon in den letzten 30 jahren bei den Spatzen angekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bruttol\u00f6hne sind real, also inflationsbereinigt, um 16 Prozent gestiegen, pro Jahr um ca. 0,5 %. Der Niedriglohnsektor hat um ca. 60 Prozent zugenommen. Mittlerweile arbeiten \u00fcber 7 Millionen Menschen zu L\u00f6hnen, von denen man, und vor allem frau, nicht existieren kann. Die Armutsquote hat um ca. 60 Prozent zugenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Wunder, dass uns die Demokratie um die Ohren fliegt. Und trotzdem wird diese Politik aktuell wieder verst\u00e4rkt umgesetzt. Da ist ungef\u00e4hr so, als ob man bei jemandem, der von einer Medizin immer kr\u00e4nker wird, einfach nur die Dosis erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde Vernunft in minimalen Dosen im Lande vorhanden sein, k\u00f6nnte man den Fakten zufolge wie folgt argumentieren: Die Unternehmen sind auf Grund der riesigen Eigenkapitalquote und minimaler Verschuldung zu tr\u00e4ge geworden, verw\u00f6hnt durch st\u00e4ndige Umverteilung von unten nach oben. Gem\u00e4\u00df dem Motto: Fordern statt f\u00f6rdern, muss man ihnen so viel Eigenkapital, sagen wir 75 %, wegnehmen und in die Infrastruktur investieren, dass sie Unternehmergeist an den Tag legen, investieren, forschen, entwickeln, damit sie wieder eine h\u00f6here Eigenkapitalquote erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal komme ich mir beim Schreiben irgendwie bl\u00f6d vor. Ich sollte hier vielleicht lieber Kinderm\u00e4rchen erz\u00e4hlen. Oder, das l\u00e4ge mir n\u00e4her, Reisegeschichten schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaun mer mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reicht, mehr braucht\u2019s nicht. Irgendwann, irgendwo auf den Diapontischen Inseln. Keine Zeitung, kein Handy, keine Gedanken. Stattdessen muss man sich Gedanken machen \u00fcber hiesige Erz\u00e4hlungen, die auch dadurch, dass sie zum 20sten Mal wieder erbrochen werden, nicht wahrer sind. Eine geht so: Den Firmen, der Wirtschaft geht es aktuell schlecht. Die m\u00fcssen entlastet werden. 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