{"id":16385,"date":"2025-08-22T12:54:25","date_gmt":"2025-08-22T06:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16385"},"modified":"2025-08-22T12:59:07","modified_gmt":"2025-08-22T06:59:07","slug":"22-08-2025-nach-golde-draengt-am-golde-haengt-doch-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16385","title":{"rendered":"22.08.2025 \u2013 Nach Golde dr\u00e4ngt, am Golde h\u00e4ngt doch alles!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"996\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark-1024x996.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16386\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark-1024x996.jpg 1024w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark-300x292.jpg 300w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark-768x747.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark-624x607.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ddr-mark.jpg 1408w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Aluchip. DDR-W\u00e4hrung, Markst\u00fcck. Nach Gelde dr\u00e4ngt, Am Gelde h\u00e4ngt doch alles. Frei nach Faust.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gelde also: Der Haushalt muss saniert werden. Nicht meiner, obwohl der es n\u00f6tig h\u00e4tte. Gemeint ist nat\u00fcrlich der Bundeshaushalt. Da h\u00f6rt man Gruseliges aus dem Reichstag. In der Finanzplanung gibt es in den <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lars-klingbeil-finanzminister-schwoert-kabinettskollegen-aufs-sparen-ein-a-fc99ca8a-8a0a-484e-8617-98e510e54660v\">Jahren 2027 bis 2029<\/a> eine L\u00fccke von insgesamt rund 172 Milliarden Euro. Herrjemine, denkt da der deutsche Michel eingedenk des armseligen Fuffis, der in seinem Portemonnaie einsam vor sich hin knittert und bis Monatsende reichen soll. Die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/haushalt-kann-deutschland-1-000-000-000-000-euro-neue-schulden-stemmen-a-7436ef6a-9fc6-44ca-90de-480a35b3b8b3\">Neuverschuldung soll <\/a>\u00a0auf\u00a0 1.000.000.000.000 Euro steigen. Gigantisch. Viel Spa\u00df beim Nullen z\u00e4hlen. Ich hab\u2019s schon mal im Kabinett ge\u00fcbt. Da kommen mehr als doppelt so viel Nullen zusammen<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Also unvorstellbare Summen. Das kann ja gar nicht gehen. Alles geht den Bach runter. Denkt Michel, angefeuert von den Schreiberlingen der B\u00fcrgerpresse, deren national\u00f6konomischer Sachverstand sich auf dem Niveau eines Pudels (<em>Faust!<\/em>) bewegt. Die Magie der gro\u00dfen Zahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Verschwindet in dem Moment, wenn man sie in Relation setzt. Zahlen ohne Beziehungen zu anderen Gr\u00f6\u00dfen sagen gar nichts. Wenn ich sage, ich habe gestern 100 Euro beim Essengehen ausgegeben, sagt das gar nichts. Au\u00dfer dass ich vermutlich kein B\u00fcrgergeldbezieher bin. Wenn ich sage, dass ich das in einer D\u00f6nerbude ausgegeben habe, ist das gigantisch. H\u00f6rt sich nach Betrug an. Kein Mensch kann in einer D\u00f6nerbude 100 \u20ac ausgeben. Wenn ich sage, dass ich das in einem Dreisternerestaurant ausgegeben habe, ist das auch gigantisch. Gigantisch gelogen. Da sind Sie im Normalfall pro Person mit Weinbegleitung locker mehr los als ein B\u00fcrgergeldbezieher im Monat kriegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Relation sagt eine statistische Gr\u00f6\u00dfe nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 172 Mrd. Neuverschuldung f\u00fcr 2027 sagen gar nichts. Die Verschuldungsquote der BRD w\u00fcrde dadurch kaum messbar steigen. Sie liegt aktuell bei 62 Prozent, hat in den letzten Jahren rapide abgenommen, von 82 Prozent 2010. Schuldenquoten im Vergleich: USA 127 %, Japan 250 %. Beiden geht es \u00f6konomisch blendend. In Deutschland wachsen die Sozialbeitr\u00e4ge und Steuereinnahmen schneller als Staatsausgaben. Das Finanzierungsdefizit des Staates lag im 1. Halbjahr 2025 bei l\u00e4cherlichen 28,9 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen weiter mitteilt, war das staatliche Defizit somit um 19,4 Milliarden Euro niedriger als im 1. Halbjahr 2024. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen errechnet sich f\u00fcr das 1. Halbjahr 2025 eine Defizitquote von 1,3 %. Das ist grotesk niedrig. Kaum ein anderes Land auf der Welt hat sowas.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland ist eins der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_L%C3%A4\">kreditw\u00fcrdigsten L\u00e4nder<\/a> der Welt, mit der H\u00f6chstnote Triple A als Kreditrating. Daran wird sich nichts \u00e4ndern, auch wenn die Neuverschuldung auf eine Billion Euro klettert. Dem stehen \u00fcber 20 Billionen Euro Anlageverm\u00f6gen gegen\u00fcber. Fast 8 Billionen davon Privatverm\u00f6gen. Wer nun behauptet, \u201ewir\u201c m\u00fcssten sparen, d\u00fcrften auf keinen Fall noch mehr Schulden aufnehmen ist entweder dumm oder gef\u00e4hrlich. Gef\u00e4hrlich n\u00e4mlich dann, wenn derjenige behauptet, \u201ewir\u201c m\u00fcssten bei den Sozialausgaben sparen. Also weiter umverteilen von unten nach oben. Denn das Geld, was bei den Sozialausgaben gespart wird, landet zu erheblichen Teilen in der R\u00fcstungsindustrie, steigert dadurch deren Gewinne, Kurswerte und Dividendenaussch\u00fcttung, was sich in den Bilanzen der Anleger, der Verm\u00f6genden als weiter wachsender Reichtum bemerkbar macht. Gleiches Spiel auch bei einer m\u00f6glichen Reduzierung von Leistungen bei der Pflege, im Krankheitsfall etc., wie es diskutiert wird. Das muss privat bezahlt werden, macht die Menschen noch \u00e4rmer. Oder es wird von Gesundheitskonzernen privat angeboten und steigert deren Gewinne, Kurswerte und Dividendenaussch\u00fcttung usw, usf\u2026 siehe oben<\/p>\n\n\n\n<p>Und was macht die SPD, sprich Lars Klingbeil? Sich l\u00e4cherlich. Dazu im n\u00e4chsten Blog.<\/p>\n\n\n\n<p>Obiges <a href=\"https:\/\/www.deutschestextarchiv.de\/book\/view\/goethe_faustfragment_1790?p=106\">Originalzitat aus dem Faust endet \u00fcbrigens wie folg<\/a>t, als sich Margarete vor dem Spiegel betrachtend mehr Verm\u00f6gen w\u00fcnscht, weil Sch\u00f6nheit verg\u00e4nglich sei, wohl wissend, dass dieser Wunsch verderblich endet:<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Golde dr\u00e4ngt,<br \/>Am Golde h\u00e4ngt<br \/>Doch alles! <strong>Ach wir Armen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Na ja, h\u00e4ngt davon ab, wann man in Gold investiert hat. Seit November 2024 hat die Krisenw\u00e4hrung Gold um \u00fcber 30 Prozent zugelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wurde Donald Trump zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aluchip. DDR-W\u00e4hrung, Markst\u00fcck. Nach Gelde dr\u00e4ngt, Am Gelde h\u00e4ngt doch alles. Frei nach Faust. Zum Gelde also: Der Haushalt muss saniert werden. Nicht meiner, obwohl der es n\u00f6tig h\u00e4tte. Gemeint ist nat\u00fcrlich der Bundeshaushalt. Da h\u00f6rt man Gruseliges aus dem Reichstag. 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