{"id":16412,"date":"2025-09-01T14:29:03","date_gmt":"2025-09-01T08:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16412"},"modified":"2025-09-01T14:40:43","modified_gmt":"2025-09-01T08:40:43","slug":"01-09-2025-berlin-expo-2035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16412","title":{"rendered":"01.09.2025 \u2013 Berlin EXPO 2035!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"848\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden-848x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16413\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden-848x1024.jpg 848w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden-248x300.jpg 248w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden-768x928.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden-1271x1536.jpg 1271w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden-624x754.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/staeck-frieden.jpg 1586w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Plakat Klaus Staeck. 1980. Ausstellung \u201e<a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/ausstellungen\/detail\/zerreissprobe-kunst-zwischen-politik-und-gesellschaft\/\">Zerrei\u00dfprobe<\/a>. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft.\u201c Neue Nationalgalerie Berlin. Sammlung 1945 \u2013 2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Qualit\u00e4t geht nicht. Grandiose Langzeit-Ausstellung bis 2027 unter anderem mit Marina Abramovi\u0107, Joseph Beuys, Francis Bacon, Rebecca Horn, Valie Export, Wolfgang Mattheuer, Bridget Riley, Pippilotti Rist, Andy Warhol usw. usf. F\u00fcr mich auch anr\u00fchrend, weil anhand der einzelnen Epochen, nach denen die Ausstellung aufgebaut ist, sich auch die eigene Lebensgeschichte mit entfaltet. Kunst war nach Popmusik eine fr\u00fche Begleiterin f\u00fcr mich, wobei letztere irgendwann f\u00fcr mich sanft entschlummerte. <em>\u201eIch denke, Genossen, mit der Monotonie des Yeah Yeah Yeah und wie das alles hei\u00dft, ja, sollte man doch Schluss machen\u201c <\/em>(Walter Ulbricht auf dem XI. Plenum des ZK der SED zum Verbot westlicher Beatmusik in der DDR). Was h\u00e4tte der Mann erst zu Tekkno gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausstellung h\u00e4ngt auch eine Wand mit Plakaten von Klaus Staeck. Wer politisch in den 70ern sozialisiert wurde, kennt die Plakate. Staeck war ein wenig als SPD-Gebrauchsgrafiker verschrien. Umso erstaunlicher, wie fast alle Plakate den Zahn der Zeit \u00fcberstanden haben und nach wie vor politisch und \u00e4sthetisch g\u00fcltig sind, mitunter mehr denn je. Sei es zu Frieden, zum \u00a7 218, zu Klima und Umwelt, Reichtum und Armut.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber in den R\u00e4umen der Nationalgalerie eine Dauerausstellung mit 100 Werken von Gerhard Richter. Der im Vergleich zur \u201eZerrei\u00dfprobe\u201c relativ kraftlos wirkt, unentschlossen. Richter gilt als einer der bedeutendsten und teuersten zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstler. F\u00fcr mich ein Fall wie Bob Dylan, Thomas Mann, Champagner und Darjeeling. Macht man nichts falsch mit, ecken nirgendwo an. Klassische F\u00e4lle von Konsensso\u00dfe. Ich steh mehr auf Lou Reed und deutsche Winzersekte. Aber \u00fcber Geschmack l\u00e4sst sich bekanntlich nicht streiten. Ist ein freies Land, sach ich immer. Um sofort bedauernd hinzuf\u00fcgen: Leider.<\/p>\n\n\n\n<p>Freiheit ist in der b\u00fcrgerlichen Philosophie der h\u00f6chste Wert und sie als das in Frage zu stellen, kann sich nur leisten, wer \u2013 wir wir in unseren Breitengraden- dieses Gut im h\u00f6chsten Ma\u00dfe genie\u00dft. Das tue ich. Und daher nehme ich mir die Freiheit, sie als h\u00f6chstes aller erstrebenswertesten G\u00fcter in Frage zu stellen. Jene Freiheit zum Beispiel, die ich gerne anderen nehmen m\u00f6chte, z. B. den Millionen Faschisten hierzulande. Jene Freiheit zum Beispiel, die sich die dummdreiste Berliner CDU\/SPD-Betonmafia nach wie vor, nach Jahrzehnten, nimmt, um die Stadt im Interesse der Baukonzerne und der eigenen Taschen immer menschenunw\u00fcrdiger zu gestalten. <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/08\/berlin-a100-verlaengerung-stadtautobahn-staus-ampel-elsenbruecke.html\">Der neue Abschnitt der Berliner Stadtautobahn A100<\/a> Dreieck Neuk\u00f6lln nach Treptow hat \u00fcber 700 Millionen Euro gekostet und war schon vor Beginn seiner Planung v\u00f6llig dysfunktional und spottete jeder Stadtplanung, Klimapolitik und Verkehrslenkung Hohn. Am Er\u00f6ffnungswochenende staute sich der Verkehr dort auf den l\u00e4cherlichen 3 km f\u00fcr 20 Minuten. Das mache ich locker zu Fu\u00df. F\u00fcr den Erweiterungsbau werden jede Menge Clubs wegrasiert, die an der Strecke liegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Den Freiheitsbegriff sollten wir also vielleicht nochmal diskutieren, unter der Pr\u00e4misse: Wer nimmt sich welche Freiheit in wessen Interesse und wer nimmt dadurch wem welche anderen G\u00fcter? Zum Beispiel das auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit, wenn im irrsinnigen Berliner Verkehr auch dieses Jahr wieder x Radfahrerinnen von LKWs zu Tode gewalzt werden, weil der verpflichtende Einbau in allen LKW von nicht abschaltbaren Abbiegeassistenzsystemen (ein Wort, fast so t\u00f6dlich wie der LKW selber) nach wie vor aus Kostengr\u00fcnden nicht implementiert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da sind wir noch lange nicht bei den ganz gro\u00dfen Freiheitsfragen, wie im Ukrainekrieg zum Beispiel. Wer verteidigt da wessen Freiheit? Die armen Schweine, die keine M\u00f6glichkeit haben, sich freizukaufen vom Milit\u00e4rdienst, die Freiheit der ukrainischen Oligarchen, sich im zweitkorruptesten Land Europas die Milliarden westlicher Milit\u00e4rhilfe in die Taschen zu stopfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Und wo bleibt das Positive heute? Wenn schon die Realit\u00e4t Schei\u00dfe ist, dann sind wenigstens die Aussichten positiv<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16414\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/expo-2035.jpg 1734w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Berlin EXPO 2035. Ich trainiere jetzt schon daf\u00fcr\u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plakat Klaus Staeck. 1980. Ausstellung \u201eZerrei\u00dfprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft.\u201c Neue Nationalgalerie Berlin. Sammlung 1945 \u2013 2000. Mehr Qualit\u00e4t geht nicht. Grandiose Langzeit-Ausstellung bis 2027 unter anderem mit Marina Abramovi\u0107, Joseph Beuys, Francis Bacon, Rebecca Horn, Valie Export, Wolfgang Mattheuer, Bridget Riley, Pippilotti Rist, Andy Warhol usw. usf. 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