{"id":16442,"date":"2025-09-17T12:54:39","date_gmt":"2025-09-17T06:54:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16442"},"modified":"2025-09-17T13:01:13","modified_gmt":"2025-09-17T07:01:13","slug":"17-09-2025-der-seniorenteller-lebt-doch-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16442","title":{"rendered":"17.09.2025 \u2013 Der Seniorenteller lebt doch noch!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"702\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized-702x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16443\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized-702x1024.jpg 702w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized-206x300.jpg 206w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized-768x1120.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized-624x910.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_144337_resized.jpg 840w\" sizes=\"(max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Und zwar in Berlin, Pichelsdorf, im Stara Ku\u0107a.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_153204_resized.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_153204_resized-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16444\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_153204_resized-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_153204_resized-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_153204_resized-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_153204_resized.jpg 867w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Jugoslawe. Nennt sich zwar Kroate, aber diesen v\u00f6lkischen Quatsch mache ich nat\u00fcrlich nicht mit. Hinterher gab\u2019s einen Sliwowitz, aufs Haus, ordentlich eingeschenkt. Fr\u00f6hlich schwankend machte ich mich \u00fcber die Haveld\u00fcne auf den Weg nach Kreuzberg, lauter putzige Bilder im Kopf. Die SPD beispielsweise. Erinnerte mich nach dem NRW-Wahlergebnis an ein gek\u00f6pftes Huhn. Kopflose H\u00fchner flattern mitunter noch l\u00e4ngere Zeit \u00fcber den H\u00fchnerhof, nachdem der Bauer sie enthauptet hat, auch wenn das Gehirn schon ausgeschaltet ist. Reine Reflexsache. Ich komme vom Eichsfeld, hab das selber gesehen als kleiner P\u00f6ks und fand es, Asche auf mein verrohtes Haupt, einfach nur lustig.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sich die SPD dieses desastr\u00f6se Wahlergebnis sch\u00f6n schweigt, ist an Verdr\u00e4ngung des eigenen Kadaverzustandes kaum zu \u00fcberbieten. Es sind nicht so sehr die reinen Prozentzahlen, die so erschreckend sind. Es sind der Prozess und die Mentalit\u00e4ten, die dahinterstecken. Eine Halbierung der Wahlergebnisse in wenigen Jahren und vollst\u00e4ndige Vergreisung des eigenen W\u00e4hlerpotentials. Die SPD hatte in den Achtzigern hier die absolute Mehrheit im Lande und bis zu ihrem Genickbruch, der Agenda 2010, noch locker \u00fcber 40 Prozent. Jetzt w\u00e4hlen nur noch die halbsenilen \u00fcber 100j\u00e4hrigen Taubenz\u00fcchter und altersstarrsinnige AWO-Senioren diese Partei. In einem DLF-Interview zur NRW-Wahl r\u00f6chelte doch tats\u00e4chlich ein f\u00fchrender NRW-Sozi ins Mikro, die AfD sei eine Protestpartei. Der gute Mann glaubt wahrscheinlich auch, Willy Brandt sei Bundeskanzler und August Bebel SPD-Hauptkassierer.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso schlimm, schlimmer noch, weil ja nur halbverkalkt, die B\u00fcrgermedien, die die frohe Botschaft verk\u00fcndeten, immerhin h\u00e4tten ja fast 85 Prozent die AfD nicht gew\u00e4hlt und somit sei alles gut im Lande und Biedermann k\u00f6nnte weiter Hand in Hand mit den Brandstiftern beim Jugoslawen einen bechern gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Prozentfixierung ist typischer Medienquark, breitgetreten zwar, aber nicht stark. Entscheidend sind die Mentalit\u00e4ten, die psychosozialen Dispositionen, die den Mob an die Urne treiben, egal, wo er sein Kreuz macht. Und was f\u00fcr eine rohe Realpolitik von der b\u00fcrgerlichen Mitte exekutiert wird, surfend auf dieser Mentalit\u00e4t, sich immer weiter von der eigenen B\u00fcrgerlichkeit entfernend. Ein Bild aus einer surrealen Tragikom\u00f6die: Die Armen auspl\u00fcndern, den Reichen die Taschen vollstopfen. Und der P\u00f6bel schreit dazu: Kreuzige ihn. Womit er mal die Ausl\u00e4nder meint, im Zweifel immer die Juden, und d\u00fcmmstenfalls sich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Was da an den Urnen sich abspielt, ist nachrangig f\u00fcr gesellschaftliche Prozesse. Die werden woanders gemacht und haben jenseits der Sph\u00e4re der Politik ihre Auspr\u00e4gungen, bevor sie auf diese r\u00fcckwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist eben, was hinten rauskommt. <\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher war die SPD an Rhein und Ruhr eine Macht. Heute zitieren wir mal als Intro die Feuerzangenbowle, abgewandelt, und fragen, was ist denn \u00fcberhaupt die Ruhr: \u201eDa stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so: Die Ruhr ist eine Krankheit, die zu blutigem Durchfall f\u00fchrt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rest wird sich demn\u00e4chst auch noch von der SPD verabschieden. Jeden Tag Schlagzeilen \u00fcber Arbeitsplatzabbau in der Industrie. Heute Ford und Bosch, morgen VW und Mercedes. Die so verunsicherten Facharbeiter laufen in hellen (braunen) Scharen zur AfD \u00fcber. Der Amok laufende Kleinb\u00fcrger, das hatten wir schon mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auf dem H\u00fchnerhof der Demokratie flattert die kopflose SPD noch mit beiden Fl\u00fcgeln, hat aber keine Stimme mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss ein Bild, das mehr als 1000 Worte sagt, aus der ph\u00e4nomenalen Ausstellung \u201e<a href=\"https:\/\/www.hkw.de\/programme\/global-fascisms\">Global fascisms\u201c<\/a> in der Schwangeren Auster in Berlin. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16445\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized-624x468.jpg 624w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250912_193435_resized.jpg 1156w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und zwar in Berlin, Pichelsdorf, im Stara Ku\u0107a. 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