{"id":16615,"date":"2025-11-17T17:11:15","date_gmt":"2025-11-17T11:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16615"},"modified":"2025-11-17T17:11:15","modified_gmt":"2025-11-17T11:11:15","slug":"17-11-2025-friede-auf-erden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schuppen68.de\/?p=16615","title":{"rendered":"17.11.2025 \u2013 Friede auf Erden"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16616\" srcset=\"https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.schuppen68.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hafen-dipontische-inseln-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Irgendwo ankommen. Ich hege da keine gro\u00dfen Anspr\u00fcche, au\u00dfer 24 Stunden am Tag Sonne, 23 Grad warmes Meer, herrliche, einsame Str\u00e4nde, mit einer excellenten, unglaublich g\u00fcnstigen Taverne, wundervolle Panoramen beim Wandern, kein W-Lan, keine Breaking News. Und vor mir die kostbarste W\u00e4hrung, die es gibt: Zeit. &nbsp;Das w\u00fcrde mir reichen. Erstmal. Am Strand k\u00f6nnte ich mir ja weitergehende W\u00fcnsche \u00fcberlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Na ja, was soll\u2019s. Kann man nix machen. Wenden wir uns also widerwillig dem real existierenden Faschismus zu. Der speist sich ja neben den \u00f6konomischen und sozialen Voraussetzungen wie kapitalistischen Krisen mit nachfolgender sozialer Verelendung vor allem aus drei psychischen Kraftquellen: Angst, Hass, Erregung. Ein \u201ewundersch\u00f6nes\u201c praktisches <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/us-republikaner-streit-um-marjorie-taylor-greene-und-den-rassisten-nick-fuentes-risse-in-der-maga-bewegung-a-55c8ccc0-4de7-4401-b5c7-20bd64f518df\">Beispiel l\u00e4sst sich hier nachlesen,<\/a> leider hinter Bezahlschranke. Der Streamer Nicholas Fuentes, Anh\u00e4nger der Trumpschen Maga-Bewegung, dem die allerdings mittlerweile zu lasch ist. Auf X erhalten seine Posts bis zu 100 Millionen Aufrufe. Zum Vergleich: Diesen Blog hier hat pro Monat ca. 130.000 Visits und bis zu 500.000 Page Impressions. Immerhin und ich freue mich nat\u00fcrlich dar\u00fcber, mit Dank an alle Leser*innen, aber die Relationen sind eindeutig. Zitate aus dem Artikel: <em>\u201e \u2026 Nick Fuentes will den \u00bbarischen Endsieg\u00ab. Er fordert die Todesstrafe f\u00fcr \u00bbperfide Juden\u00ab. Er sagt, \u00bbFrauen sollten ihren verdammten Mund halten und Schwarze gr\u00f6\u00dftenteils ins Gef\u00e4ngnis\u00ab. \u2026. \u00bbIch bin ein Frauenhasser\u00ab, bekannte er stolz und behauptet, viele Frauen wollten vergewaltigt werden. Hitler finde er \u00bbrichtig fucking cool\u00ab. Das \u00bborganisierte Judentum\u00ab sei ein riesiges Problem.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Noch sind derartige Ansichten in der republikanischen Partei umstritten. Realistisch d\u00fcrfte sein, dass Fuentes einen Ausblick auf die MAGA-Bewegung nach Trump gibt. Die Geister, die Trump und seinesgleichen riefen, waren sie entweder selber, oder diese werden sich weigern, wieder in der Flasche zu verschwinden. Vielmehr werden sie allen \u201eliberalen\u201c, also lediglich halbfaschistischen Weicheiern an die Gurgel gehen, wenn ihnen erst der Sprung von der kulturellen Hegemonie in die Institutionen gelungen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese verbale Brachialrhetorik ist das Produkt der jahrelangen Erregungssteigerung in Worten und mittlerweile auch in Taten von Trump und seinen Anh\u00e4nger*innen. Manche, wie Marjorie Taylor Greene, merken, was sie da angerichtet haben. Wie das f\u00fcr sie ausgeht, bleibt abzuwarten. Gutes ist da nicht zu erwarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und da diese Art der Rhetorik kaum noch zu steigern ist, das faschistische Erregungslevel aber immer hochgehalten werden muss, vergleichbar mit Alkohol- und Drogensucht, zeichnet sich am Horizont der Umschlag der verbalen in konkrete, praktische Erregung ab. Vor der K\u00fcste Venezuelas ankert eine US-Flotte mit dem gr\u00f6\u00dften Flugzeugtr\u00e4ger der Erde. Krieg liegt in der Luft, die Climax der Erregung. Im Gegensatz zur sexuellen Erregung gibt es allerdings in der psychosozialen des Faschismus nie eine Entladung, Ermattung. Um die Leute bei der Stange (ein fauler Wortwitz, zugeben) zu halten, ist eine st\u00e4ndige Steigerung notwendig. <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/ausland\/donald-trump-usa-praesident-kommunikation-taktik-100.html\">Flood the zone with shit<\/a>,  das ist die Strategie. Und wenn die armen Venezolaner*innen am Strand an den Horizont schauen, haben sie das, was dabei konkret rauskommt, direkt vor Augen, einen Flugzeugtr\u00e4ger mit 90 Kampfflugzeugen und Hubschraubern. Ob die Napalm, siehe Vietnam, an Bord haben, wei\u00df ich nicht. Aber wenn der Kapitalismus den Imperialismus als Krisenl\u00f6sung w\u00e4hlt, ist der Faschismus nicht weit. <\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt, sind zwei Fragen: Ist der g\u00fcnstigste Zeitpunkt f\u00fcr den imperialistischen Angriff der Amis auf Venezuela die Weihnachtszeit, gem\u00e4\u00df dem christlichen Motto: Friede auf Erden? Und wann sitze ich wieder auf einem Schiff wie oben?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwo ankommen. Ich hege da keine gro\u00dfen Anspr\u00fcche, au\u00dfer 24 Stunden am Tag Sonne, 23 Grad warmes Meer, herrliche, einsame Str\u00e4nde, mit einer excellenten, unglaublich g\u00fcnstigen Taverne, wundervolle Panoramen beim Wandern, kein W-Lan, keine Breaking News. Und vor mir die kostbarste W\u00e4hrung, die es gibt: Zeit. &nbsp;Das w\u00fcrde mir reichen. Erstmal. 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