
Neulich beim Griechen. Ich neige nicht zu Nostalgie, aber bei dem Anblick überfiel mich für einen Moment innige Sehnsucht nach früher. Damals, als man noch regelmäßig zum Griechen ging, vor Urlauben Wechselkurse umrechnen durfte, als die Welt wenigstens scheinbar noch in Ordnung war und der Himmel voller Geigen hing. Heute hängt er eher voller Pauken und Trompeten. Nichtsdestotrotz ist einer der schlimmsten Sätze von älteren Semestern beim Hören von „Oldies“ (allein der Begriff „Oldie“ verursacht Ohrenbluten), vorzugsweise vom Kaliber Roland Kaiser: „Ach (!) ja , das war unsere Zeit.“ Als ob sie jetzt schon tot, zumindest mumifiziert wären. Es bleibt dabei: The best ist yet to come.
Politisch sind da allerdings Zweifel angebracht. Hier ein paar Auszüge aus Presseberichten zu einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD:
FAZ: „ …. Positiv zu bewerten ist eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD hingegen aus fiskalpolitischer Perspektive, ist doch Stand heute die AfD diejenige Partei, die in nationalökonomischen Angelegenheiten am konsequentesten auf mehr Markt und weniger Staat setzt. Durch weniger Steuern für Unternehmen und Leistungsträger will die AfD die Investitionstätigkeit stärken und die Leistungsbereitschaft steigern. Motto: Leistung muss sich wieder lohnen. Durch dringend notwendige radikale Senkungen im Sozialbereich würde laut AfD die Staatsquote gesenkt und die Integration in Arbeit gefördert. Warum also nicht einen Versuch mit der AfD wagen. Unsere demokratischen Institutionen sind stark genug, um hier für einen Ausgleich konkurrierender Ideologien zu sorgen. Mehr Wettbewerb auch auf diesem Gebiet kann nicht schaden …“
Tageszeitung taz: „Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Schriftsteller:innen, sind entsetzt: Eine Beteiligung der AfD an der Regierung wäre der GAU, der größtmögliche anzunehmende Unfall auf der ohnehin immer noch viel zu großen Baustelle von Diversität und Geschlechtergerechtigkeit. Allein das Vorhaben der AfD, ein „Genderverbot“ per Bundesgesetz zu implementieren, verdient schärfsten Widerstand. Nur der Gedanke, geschlechtersensible Sprache auf allen staatlichen Ebenen zu untersagen, zeigt wes Geisteskind dann an den Hebeln staatlicher Macht säße. Völlig zu Recht ruft daher die IDEKÜWIS, die „Initiative demokratischer Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Schriftsteller:innen“ zu einer Mahnwache und Lichterkette vor der Berliner AfD-Zentrale auf im Vorfeld der Wahlen, wider den Ungeist des Genderverbotes. Das ist ein starkes zivilgesellschaftliches Signal, das Hoffnung macht ….
Bildzeitung: „ … Die AfD mit an die Macht? Hört sich erstmal komisch an, aber warum nicht! Warum nicht mal was ausprobieren, um den zunehmenden Krawall auf unseren Straßen zu stoppen!? Die AfD will kriminelle Messer-Ausländer noch vor der ersten Straftat ohne Gerichtsverfahren ausweisen, faulen Sozialschmarotzern die Hammelbeine langziehen und den grünen Klimaunsinn entsorgen! Genau das, was normale Menschen draußen im Lande auch wollen! Also anpacken, versuchen und wenn es nicht klappt, probieren wir was anderes. Das hat unser Land in der Vergangenheit stark gemacht, nicht das ewige Rummeckern ….“
Die Zeit: „ … Hic Rhodus, hic salta, würden die Einen sagen. Die, die einen vorsichtigen Versuch der Integration der AfD in staatliches Handeln befürworten. Kontrolle durch Einbindung, so sah es auch John Rawls, der einflussreichste politische Philosoph des 20. Jahrhunderts. Zumal über allem staatlichen Handeln das Bundesverfassungsgericht als mächtige Kontroll- und Regelungsinstanz wacht, als Hüterin demokratischer Rechte.
Principiis obsta, würden die Anderen sagen, nicht ohne ein „… sero medicina paratur …“ hinzuzufügen. Sie, die Skeptiker, führen an, dass der Ungeist, wenn er aus der Büchse der Pandora entlassen ist, nie wieder eingefangen werden kann. Wer hat nun recht? Time will tell, die Zeit wird es uns sagen, so der kühle Angelsachse. Hat er recht? …. “
Junge Freiheit: „ … Vor einer Regierungsbeteiligung der AfD zum jetzigen Zeitpunkt kann nur gewarnt werden. Eine Erneuerung des Vaterlandes kann nur durch einen grundlegenden nationalrevolutionären Prozess erfolgen, radikaler, als wir ihn uns jetzt noch vorstellen können. Eine Einbindung der AfD in die derzeitigen Machtstrukturen würde sie zu einem gezähmten Schoßhund der Globalisten und Systemlinge machen, die nichts weiter als Vollzugsorgane der globalen Eliten um Bill Gates und George Soros sind. In welche Richtung die Reise gehen muss, zeigen aktuell eindrucksvoll Donald Trump und Elon Musk in einem permanenten Radikalisierungsprozess ….













