
Aufkleber in Warnemünde. Klassisches faschistisches Wording: Gelobt sei was hart macht, gestählte Körper im Kampf gegen den Feind, Gewalt ist der Weg und das Ziel. Und der Feind ist jede, die anders denkt und ist. Aufruf zu Gewalt und Totschlag.
Trump hat eher keinen gestählten Körper, aber seinen Hass auf alles, was anders ist, kotzt er täglich in eine dem Untergang geweihte Welt. Daher dachte ich eben bei der Meldung des missglückten Attentats auf ihn: Schade, aber aller guten Dinge sind drei. Das war ja das zweite missglückte.
Diese Regung ist übrigens nicht nur sehr menschlich, sondern auch moralphilosophisch begründbar: Tyrannenmord, und diese Wurst ist zwar erbärmlich aber eben ein Tyrann, ist nach jeder mir bekannten Moral nicht nur statthaft, sondern sogar geboten.
Selbst wenn man ihn nicht als Tyrann betrachtet, ist sein Tod durch Mord statthaft, nach der Philosophie des Utilitarismus, der sogenannten Moral des kleineren Übels. Nach der ist der Tod des Einzelnen, also Trump, abzuwägen gegen den massenhaften Tod auf Grund seiner Handlungen. Siehe seine Kriege, Überfälle, seine asoziale Politik gegen Arme und Prekäre etc. pp…. Also Daumendrücken für den dritten Versuch! Es muss sich doch in diesem durchgeknallten, Waffenstarrende Psychopathen-Staat USA ein traumatisierter Profikiller aus den Streitkräften finden, der mit einem McMillan TAC-50-Gewehr aus 3000 Meter Entfernung die Welt von diesem schrecklichen Föhnwellenanblick befreit. Soweit kann den niemand abschirmen.
Christliche Gedanken zur Zeit des Hochamtes. Kann auch daran liegen, dass ich zurzeit etwas frustriert bin. Gestern erreichte mich die Botschaft aus meinem Berliner Domizil, dem Kreuzberger Imbiss „Hades“, dass sie alle da wären, nur ich nicht: Ratten-Tina, Yuri der Finne, der Druckdichte, Blöder Bruno… da hockten wieder einige Jahre Zuchthaus bei Oettinger und Raki. Ist ne andere Welt, die bei weitem nicht so surreal ist wie die da draußen.
Ich will das nicht stilisieren, da steckt jede Menge Elend, Prekarisierung und gescheiterte Existenz dahinter. Wie im Fall des Druckdichten, dessen Großhandel mit Marihuana ein sechsköpfiges SEK-Kommando mit vorgehaltenen Pistolen unterband, der nach einem Schlaganfall von Grundsicherung lebt und dankbar ist, dass ich ihm über die Franz-Beckenbauer-Stiftung ein Elektro-Liegerad organisiert habe, mit dem er wenigstens Einkaufen fahren kann. Kann man sich nicht ausdenken, sowas.
Ich will dem „Hades“ schon lange ein literarisches Denkmal setzen, komme aber auf Grund von Leben nicht dazu. Es ist eine untergehende Welt. Unser Haus wurde von einem Investor aufgekauft und es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Hades und der Rest der Bewohnerinnen rausgedrängt ist.
Das Gute an diesem literarischen Denkmal wäre, ich bräuchte einfach nur aufschreiben. Die Geschichten, die da passieren, und vor allem die Menschen dort, das kann sich niemand ausdenken.
Der Druckdichte sagt, ihn kriegt hier aus dem Haus niemand lebend raus, bevor ihn das Amt nach Marzahn schickt, jagt er sich eine Kugel in den Kopf.

Seltsame Blüten in Marzahn, im Gewächshaus der Gärten der Welt. Sieht surreal aus.

















