
Mühle, in Kreuzberg. Berlin ist mitunter da am schönsten, wo es nicht nach Berlin aussieht.

Action, in Schöneberg. Das hinwiederum ist Berlin, wie es cruist und swingt. Ich stand länger grübelnd davor ob der Ikonographie des Bildes. Richtig schlau geworden bin ich immer noch nicht.

Ausstellung „Vessel and Voyager“, Berliner Akademie der Künste. Junge Stidendiat*innen stellen aus. Manche Texte dazu waren derartig verstiegen und verblasen, zeitgenössisches Katalog blablabla, das ich nicht die Bohne kapiert habe. Aber die ästhetische Sogwirkung der Bilder ist das, was am Ende zählt. Teilweise magisch.

Teilweise furchterregend. Körper-Innenansichten vs. Unterwelten.
Draussen vor der Akademie streckte ich mein Gesicht in die Sonne und stöhnte vor Wohlbehagen. Natürlich dezent, wir waren ja nicht in einer Fetish-cruising Bar. Für ein paar Momente vergaß ich die Krisen der Welt.

Anzeige aus dem Tagesspiegel. Die Werbekampagne für Olympia 2036 in Berlin nimmt an Fahrt auf. Olympiasieger Wohnungsbau halte ich für ein Gerücht. Gebaut wird teurer Luxus, sozialer Wohnungsbau kannste vergessen. Und noch mehr Touris hier? Das ist doch jetzt schon nicht zum aushalten. Und preistreibend ohne Ende. Eine Olympiasiegerin steht jetzt schon fest, vielleicht darf sie sogar die Spiele 36 eröffnen: Alice Weidel. Wenn alsbald die Inflation als Folge des Irankrieges anzieht, wie schon gehabt, mit „Explosionen“ bei Grundnahrungsmitteln und Energie, muss man kein stabiles Genie sein, um zu ahnen, dass die AfD davon profitiert. Wer mit kaltem Hintern hungernd im Winter 26/27 in seiner Bude hockt, im Rahmen von Industriekrise und Massenarbeitslosigkeit gerade „auf der Straße “ gelandet ist, dürfte für wohlfeiles Talkshowblablabla von bürgerlichen Parteien ungefähr so empfänglich sein wie Kälber für messerschwingende Sirenengesänge der Metzger vor dem Schlachthof. Dann doch lieber gleich das Original zumal die Kanzlerin für Olympia 36 diesesmal nicht so einen uncoolen Schnauzbart trägt.
Egal , heute Abend ist vergessen angesagt, Vernissage und Konzert in der Schwangeren Auster, dem phänomenalen Haus der Kulturen der Welt. Für lau. Das ist im Bundesbesitz und dem hat der Kulturobermetzger Weimer noch nicht den Hahn zugedreht.












