
Original

Gleiche Straße, als Utopie mit ChatGPT.
Fössestr., Hannover. Gibt schönere Wohngegenden als meine. Zum Beispiel die gleiche Straße, in der KI, als Utopie-Entwurf. Die Menschheit besitzt die Produktionsmittel und die Fähigkeiten, um die Welt wenn schon nicht zu einem verkitschten KI-Produkt wie oben so doch zu einem besserem Ort zu machen. Utopie ist machbar, Herr Nachbar.
Stattdessen wird die Welt unter den Bedingungen des Kapitals zu einer Kloake. Bei uns noch notdürftig parfümiert durch die schöne Scheinwelt des Konsums. Fragt sich nur, wie lange noch. Immer mehr Millionen sind bereits jetzt real davon abgekoppelt, können sich immer seltener auskömmlich ernähren, sind in ihrer Wohnexistenz bedroht. Und immer mehr Millionen fühlen diese Entwicklung auf sich zukommen. Das Konsumklima ist laut GfK weiter gesunken im Oktober, es ist in den letzten 2 Jahren im tiefen Minusbereich . Nur die Hälfte aller Bürger*innen haben Rücklagen, um mindestens drei Monate laufende Ausgaben zu decken, falls kein Einkommen mehr da ist. 11 % können sich im Notfall noch nicht mal einen neuen Kühlschrank leisten.
9 Millionen.
Auf der anderen Seite hat der DAX, der Index der 40 größten Unternehmen in Deutschland, in den letzten drei Jahren um 75 Prozent zugenommen. Wohl dem, der da investiert hat.
Ich hatte den DAX letztes Jahr am Ende dieses Jahres bei 21.768 Punkten getippt (ich tippe auf alles, was sich bewegt), wegen der schwachen Konjunktur, der Krisen, der Konsumlaune. Eben gerade notiert er bei 25.804 und wird in zwei Monaten eher noch höher liegen. Ungeachtet des bevorstehenden Angriffs der USA und Israel auf den Iran.
Soviel zu meinen Prognosefähigkeiten, denen Sie, liebe Leserinnen, also zutiefst misstrauen sollten. Wie ich überhaupt hoffe, dass meine abgrundtiefe negative Sicht in diesem Blog der gesellschaftlichen Entwicklungen aber sowas von Lügen gestraft wird durch den realen Gang der Welt da draußen, was Kriege, Krisen, KI, Klima, überhaupt alles nicht nur mit K angeht. Die Hoffnung stirbt als letztes.
Wer das alles bezahlen soll, die Realisierung einer besseren Welt, wie oben das Paradies?
Ein Beispiel: Seit 1936 wird über eine Finanztransaktionssteuer diskutiert. John Maynard Keynes schlug eine Abgabe auf Devisengeschäfte vor. 1972 entwickelte James Tobin die Idee weiter (Tobin-Steuer). Nach der globalen Finanzkrise, als das kapitalistische System in den Abgrund blickte, bekam die Idee ab 2008 starken Aufwind. Ich habe seitens der Landesarmutskonferenz seitdem wahrscheinlich 20mal deren Umsetzung gefordert, um einen Beitrag für mehr Gerechtigkeit zu leisten. Wir sind aktuell weiter von der Realisierung entfernt als 1936.
Der letzte Plan beinhaltete eine Steuer von 0,2 Prozent auf Aktienkäufe, die ca. 3,5 Mrd. Euro per anno in Deutschland einbringen würde. Bezieht man alle Finanzprodukte wie Derivate und Hochfrequenzhandel ein, wären das bis zu 36 Mrd. Euro. Dadurch würde das Handelsvolumen an Spekulationen zurückgehen, um Kosten zu vermeiden.
Bedauerlich? Eher nicht. 90 bis 99 Prozent des täglichen Handels mit Finanzprodukten sind spekulativer Natur.
Beim Handel mit Aktien fällt übrigens keine Mehrwertsteuer respektive Umsatzsteuer an.
Wie lange das alles gut geht? Bei meiner Treffer Quote in Sachen Prognosen halte ich mich da mit einer Aussage zurück. Aber wohl dem, der einen Garten hat zum Anbau diverser Kräuter, für den Ernstfall.























