
Na dann, Prost. Demnächst Steuererhöhung auf Grundnahrungsmittel.
Marcel Fratzscher, einer der wenigen Ökonomen, die nicht blindwütig neoliberalen Zynismus von sich geben, prognostiziert eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Auch Arme-Leute-Steuer genannt, da sie Arme natürlich überproportional belastet.
Begründung: An die Kohle kommt der Staat leichter ran als an Vermögenssteuern bei Reichen. Mit der Begründung kann man auch die Fahndung nach einem flüchtigen Mörder einstellen und den geschnappten Ladendieb zu 5 Jahren Knast verurteilen statt Geldstrafe, weil man den ja schon hat. Ist halt leichter.
Eine sowohl moralisch als auch politökonomisch vollkommen irre Entscheidung, wenn sie denn, ab 2027 ?, so käme. Bei diesem Thema reicht allein die Androhung, Leute mit wenig Geld erst auf die Zinne und dann zur AfD zu treiben. Steuer-Operation erfolgreich, 30 Mrd. Euro zusätzlich eingesackt, Patient – Demokratie – tot. Bei den zu erwartenden Schlagzeilen der nächsten Zeit der Blöd und anderer AfD-naher Pöbelorgane wie „Focus“, „Welt“ etc. , braucht sich die AfD keine Sorgen wegen ihrer Vettern- und Basenwirtschaft um den Erfolg bei den ausstehenden Landtagswahlen zu machen. Boulevard-Titel wie „Sind die da oben jetzt völlig verrückt geworden?“ oder „Berliner Diebesbanden wollen uns ausplündern!“ treiben den Mob, der sich nur zu gerne selber so bereichern würde wie die AfD-Bonzen, der Partei in Scharen zu. Wie eine Schafsherde in den Abgrund, wenn der Wolf unter sie fährt.
Also wer sich spätestens dann, nach Erhöhung der MWST, nicht zu Notwehrkollektiven zusammenschließt und durch strategisch geschicktes Vorgehen im Verbund Lebensmittel aus Supermärkten kostengünstig, nämlich zum Nulltarif wie damals bei der Roten-Punkt-Aktion in Hangover, in Volkseigentum überführt, dem und der ist nicht mehr zu helfen. Es sollten hier natürlich die körperlich tüchtigsten und ideologisch geschultesten Kader vorangehen, um durch ihr leuchtendes Beispiel den noch unschlüssigen Massen den Weg zu weisen.
Hatte ich letzten Blog versucht, Ladendiebstahl auf Basis des Naturrechts zu legitimieren, nämlich unter Rückgriff auf die überzeitlich gültigen Konventionen wie Menschenrecht auf Selbsterhalt, körperliche Unversehrtheit, Schutz der Menschenwürde, möchte ich in diesem Blog den Blickwinkel um den ökonomischen Aspekt der Umverteilung mittles Ladendiebstahl erweitern. Vier der 10 reichsten Deutschen ergaunern ihr Geld im Einzelhandel, Lidl-Schwarz, Aldi-Nord, Aldi-Süd, Beate Heister. Ihre Vermögen haben sich haben in den letzten 10 Jahren verdoppelt, durch Ausplünderung der Massen gerade während der Corona-Krise auf insgesamt über 100 Mrd. Euro. Sicherlich noch viel mehr, aber da schaut der Staat natürlich nie genau hin, drückt alle Augen zu. Das ist mehr als das Doppelte als der gesamte Landeshaushalt von Niedersachen. Eine Besteuerung wenigstens dieser enormen Krisengewinne, der sogenannten Windfall-Profits, fand nicht statt, findet nicht statt und wird bis zum Sankt-Nimmerleinstag nicht stattfinden. Da Aldi und Lidl jetzt die USA erobern, darf eine Vervielfachung dieser Profite und des Vermögens dieser postmodernen Raubritter erwartet werden.
Blöd nur, wenn irgendwann auch dem Mob aus der Mittelschicht die Kohle zum Konsum ausgeht, dann platzt das schöne Ausplünderungsmodell. Selbst die Sterne-Gastronomie muss mittlerweile den Gürtel enger schnallen und nagt mit dem einen Bein am Hungertuch, während sie mit dem anderen verzweifelt nach Luft und Ideen schnappt. Wenn schon das Kreuzberger Sterneetablissement „Nobelhart & Schmutzig“ Billigmenüs für 120 statt 190 Ocken anbietet, ist der Untergang des Abendlandes nicht mehr fern .










