
Karneval der Kulturen 2025.
Seit sich abzeichnet, dass Trump der Ukraine Frieden aufzwingt gegen Gebietsabtretung, sind die Aktien der Rüstungskonzerne Rheinmetall und Hensoldt um ca. 20 Prozent gesunken. Da die Märkte immer Recht haben, können wir davon ausgehen, dass demnächst weniger geschossen wird in diesem Krieg. Eine Art Waffenstillstand auf Basis des Status Quo, der sich lange hinziehen kann. Nord- und Südkorea befinden sich nach 1953 de facto immer noch im Krieg. Ohne Friedensvertrag. Deutschland hat nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Friedensvertrag abgeschlossen. Es gibt den Zwei-Plus-Vier-Vertrag von 1990, der die Nachkriegsordnung nach dem Fall der Mauer regelt . Vorläufig und mit jeder Menge ungeklärtem Ärger wie der aggressiven Osterweiterung der Nato …. Wenn Russland den Vertrag kündigen würde, wie nach dem Überfall auf die Ukraine angedroht, könnte es sich das Recht vorbehalten, wieder in die Gebiete der ehemaligen DDR einzumarschieren. Ich hoffe, Kreuzberg ist davon ausgenommen. Die Vorstellung, es gäbe überall nur noch Borschtsch, Soljanka oder Piroggen, würde mir schwer im Magen liegen. Wobei auf Wochenmärkten in Marzahn und Hellersdorf gibt es nach wie vor Borschtsch und Soljanka für wenig Taler. Und Broiler.
Tief im Westen findet gerade eine retrograde Angleichung der Lebensverhältnisse statt. Kaffee wird zunehmend in Supermärkten vor der Kundschaft weggeschlossen und nur auf Verlangen rausgegeben, wie Spirituosen der etwas gehobenen Preisklasse jenseits von Doppelkorn. Kaffee wird immer teurer, wegen Klima, politischen Unsicherheiten, Transportkosten, Inflation, der Pöbel kann sich das Nervengift nicht mehr leisten und greift zur Selbsthilfe. Mich erinnert das an die Ostzone, wo Kaffee absoluter Luxus war. Meine Eltern haben auch lange Jahre Pakete für drüben gepackt. Da kam immer Kaffee rein. Und die drüben waren sowas von dankbar. Davon ist heute nichts mehr zu spüren. Und daher möchte ich Sie, liebe Leserinnen, daran erinnern, dass Morgen der 13. `Au gust ist, der Tag, an dem der antifaschistische Schutzwall errichtet wurde. Mit dessen Fall ging die ganze Scheiße los.
Also Angleichung der Lebensverhältnisse in West und Ost. Passt. Hat ja niemand gesagt, in welche Richtung…
Zusammenfassend kann ich sagen: Ich möchte nicht, dass der türkische Imbiss bei uns in der Yorckstr. in Kreuzberg, Hades genannt aus gutem Grund, plötzlich Pelmeni statt Pizza anbietet, wir uns alle da mit Towaritsch anreden sollen und Tayfun, der Wirt, auf einmal Josef Wissarionowitsch heisst, was im betrunkenem Zustand kein Mensch aussprechen kann.
Getreu der Goldenen Regel der Rhetorik „Immer mit was Lustigem enden“, hier die aktuellen Zahlen von Trumps Steuerreform: Die Ärmsten verlieren ca. 1.200 Dollar pro Jahr. Haushalte mit mittlerem Einkommen können mit 1.200 Dollar mehr rechnen. Das Einkommen der Wohlhabendsten steigt um mehr als 13.000 Dollar pro Jahr. Das wird finanziert durch die Abschaffung der staatlichen Krankenversicherung für mehr als 10 Mio. Amerikanerinnen. Das wird Hunderttausende das Leben kosten und insofern kann man Trump nicht vorwerfen, er sei ungerecht. Der Tod, den seine Politik für Millionen im globalen Süden bedeutet, trifft auch die Menschen im Lande. Ich bin mal gespannt, wie die Geschichtsschreibung dereinst unsere jetzige Zeit nennen wird. Die Goldenen Zwanziger…?













