05.06.2026 – Demo 10.06, 12.30 Uhr, vor dem hannöverschen Rathaus

Demo-Aufruf. Anlass: Die 99. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder findet unter dem Vorsitz von Niedersachsen vom 10. bis 11. Juni 2026 in Hannover statt. Die Demo ist vor dem hannöverschen Rathaus. Dass der Ort Platz der Menschenrechte heißt, wissen wahrscheinlich nur die dort Beschäftigten. Ursache der Demo: Der größte Sozialraub seit der Agenda 2010. Was die Beteiligten, alle Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände, und natürlich die Landesarmutskonferenz, nicht so bezeichnen würden. Die meisten, bis auf die Landesarmutskonferenz, sind strukturell und personell eng mit den Parteien der Regierungskoalition im Bund verbunden, was naturgemäß die Beißhemmung fördert.

Hoffentlich kommen genug Teilnehmende, sonst wird dem Klassenfeind signalisiert, wie schwach unsere Truppen sind. Und sie sind es. Resignation, Frustration, Überforderung, Unterwerfung unter den Aggressor, Dummheit, Verblendung, der Ursachen sind viele, warum Widerstand zur seltenen Ware wird.  

Ich wäre sehr gerne dabei, nicht nur aus Überzeugung. Auch aus psychohygienischen Gründen. Ich lasse mich ungerne vom Feind durch einen Kakao ziehen, den ich hinterher auch noch austrinken soll. Im Ernst: Kakao trinken, wo es Champagner gibt. Wir sind doch nicht mehr in der Volksschule. Oder sagt man heute Brettergymnasium. Leider habe ich da einen Termin, gegen den eine Untersuchung beim Urologen eine Karnevalssitzung wäre…. Ich hoffe also, dass es zu einer spontanen revolutionären Aktion kommt, bei der als Fanal an die Herrschenden vom Rathaus kein Stein auf dem anderen bleibt.

Blödsinn. Falscher Ort, falsche Strategie, wenn überhaupt, müsste die hiesige Zentrale der Deutschen Bank brennen. Ich wäre auch deshalb gerne dabei, weil ich an den zentralen Orten der Metropole der norddeutschen Flachebene überall Markierungen in Form von Kunstperformances, Satireaktionen etc. hinterlassen habe, wie ein Hund, der sein Revier pinkelnd markiert. Mitunter, wenn ich an denen vorbeikomme, kommen Erinnerungen hoch. Die immer auch politisch grundiert sind, selbst wenn sie im Gewand einer, sagen wir mal Rolle Toilettenpapier daherkommen.

Aktion Hamsterkäufe, Klopapier verbrennen, 2020 zu Beginn von Corona. Die Deutschen fingen sofort an, Klopapier zu horten, Hamsterkäufe. Allein dieses Verhalten spricht vehement gegen eine Olympiavergabe 2036 an das Deutsche Reich, eine offensichtliche Ansammlung von 80 Millionen analen Zwangscharakteren. Hat eigentlich irgendeine Nation damals Kondome gehortet? Vorschriftsmäßig trage ich natürlich eine Maske, mit Frida Kahlo. Das ist insofern bemerkenswert, als dass das natürlich keine FFP2-Maske ist. Das setzte sich leider erst 2021 durch, war vorher selbst unter Fachleuten umstritten. Ich erinnere mich, dass mich der Widerstand gegen FFP2-Masken damals auf die Palme gebracht hat und ich im Blog hier dagegen gewütet habe. Was Corona-Schwurbelei und Verharmlosung anging, war ich ziemlich unversöhnlich, was mich zwischenmenschliche Beziehungen gekostet hat.

Die schlimmste Seuche ist eben Dummheit.

Aber die schönste der Erinnerungen an diese Aktion ist der Anruf der hiesigen Polizei bei mir und das Aufkreuzen eines Peterwagens bei der Verbrennung einer Rolle auf dem hiesigen Cityplatz „Am Steintor“. Ich hatte öffentlich angekündigt, dass ich an 68 Orten in Hannover Klopapier verbrennen wollte. Die Ordnungsmacht hegte wohl Bedenken, dass ich Hannover in Schutt und Asche legen würde, wie weiland Nero Rom, und untersagte mir weitere Brände. Für mich kein Problem. Ich hatte mein Pressefoto, siehe oben. Das allein zählt. Ich wäre im Leben nicht 68 Orte abgefahren. Arbeit, und die hab ich weiß Göttin nicht erfunden.

Was bleibt, ist die Frage nach der nächsten Seuche hierzulande. Ebola? Hanta? Chikungunya? Oder macht da doch KI das Rennen?

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