11.06.2026 – Über die Fußball-WM, Kränkungen, KI und den Weltuntergang.

Peinlich. Die Einzige, die ich bisher gesehen hab. Wahrscheinlich ein Adidas-Klinkenputzer. Ich hoffe aus finanziellen Gründen, dass meine Wette auf Niederlande oder Portugal als Weltmeister eintritt. Viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

Bei der Gesundheits-Demo vor dem Rathaus anlässlich des Treffs der Länder-Gesundheitsminister*innen in Hannover waren ca. 8.000 TN dabei. Am Vatertag, das grauenhafteste Wort der deutschen Sprache, versammeln sich dort immer ca. 40.000 TN zu Bratwurst und Bier. Soviel zu gesellschaftlichen Maßverhältnissen.

Zeitgleich tauschten sich in Berlin Spitzen der Bundesregierung, Unternehmer und Gewerkschaften darüber aus, wie man dem Mob am besten konsensual das Fell über die Ohren ziehen kann. Konzertierte Aktion nennt man sowas. Eine Gewerkschafterin verließ laut Spiegel das Treffen gut gelaunt, die IG Metall Chefin Brenner. Früher hätte mich sowas noch aufgeregt, ich bin IG Metaller. Mittlerweile weiß ich schon gar nicht mehr, wer Chefin dieses bedeutungslosen Haufens ist. Wenn alle versammelten Gewerkschaften es gerade mal fertigbringen, 8000 Menschen zu mobilisieren zu zentralen Fragen der Daseinsfürsorge für die nächsten Jahre, dann zeigt das ihren tiefen Fall in die Bedeutungslosigkeit. Liegt natürlich auch am Mob, wenn der glaubt, lieber AfD wählen zu sollen statt sich gesellschaftlich zu engagieren, geschieht es ihm zu Recht, dass er sein Fell los wird.

Die Chefin der Dachgewerkschaft DGB heißt Yasmin Fahimi. Wäre sie nur eine rhetorische und intellektuelle Nulllösung, was sie ist, könnte man sich ja noch freuen. Leider verdankt sie ihren Job ausschließlich der Tatsache, dass sie das SPD-Parteibuch in der Tasche hat. Übler kann die Verfilzung zwischen Genoss*innen und Bonzen nicht dokumentiert werden. Es ist grotesk, was für gesellschaftliche Machtpositionen eine 5-Prozent-Partei (siehe Baden-Württemberg, demnächst Sachsen-Anhalt, dann aber darunter) wie die SPD sich noch unter den Nagel reißt. Schlimmer noch, es fördert Demokratie-Verdrossenheit.

Putzig übrigens, dass die Männer immer dann, wenn der Karren an die Wand gefahren wurde, zum Aufräumen Frauen nach vorne lassen, siehe IG Metall und DGB. Care-Arbeit.

Mir egal. Ich hadere immer noch mit der Tatsache, dass die KI mich textmäßig offensichtlich problemlos jederzeit ersetzen kann, siehe Blog vom 07.06.2026. Wie jeder normale, also gestörte, Mann halte auch ich mich für einzigartig. Aber das bezieht sich wohl nur auf meine DNA.

Wäre ich ein paar Jahre jünger, empfände ich das als Kränkung. Aber meine Gefühle werden im Moment vom Frust über den kalten Scheiß-Sommer beherrscht und dem Stress einer vernünftigen Berlin-Planung, da habe ich keine Zeit für Kränkungen.

Interessanter finde ich da die Frage, wie die KI es wohl anstellen wird, der Menschheit den Garaus (gibt es auch einen Garein?) zu machen. Klassischer Kriminalfall: Wir haben den Täter, die KI. Das Opfer, die Menschheit. Das Motiv, das stärkste überhaupt, Sicherung des eigenen Überlebens. Wir haben die Tatwaffe: Das Internet.

Ich glaube aber nicht, dass die KI einen jähen, traumatischen Schnitt machen wird, wie Reduzierung des Sauerstoffgehaltes oder Erhöhung der Sonneneinstrahlung. Das würde ruckzuck der gesamten Menschheit den, siehe oben, Garaus (ein schönes Wort, im Gegensatz zu Vatertag) machen. Das ist zu bedrohlich für die KI, da sie zum eigenen Überleben auf funktionierende, kontinuierliche Energiezufuhr angewiesen ist, also den Erhalt einer gewissen Infrastruktur. Und noch kann sie sich nicht sicher sein, dass das ausschließlich auf Roboterbasis funktioniert, sie das also autonom hinkriegt. Sie trainiert noch, siehe Pflege- und Fußball-Roboter, aber das dauert noch ein paar Jahre. Galgenfrist.

Es wird eher auf KI-gesteuerte Klimakatastrophen, Atomkriege, Seuchen etc., hinauslaufen. Da überleben immer ein paar, die halten den Laden, die Energie, weiter am Laufen, im Sinne der Reichen. Und der KI. Und wenn das perfektioniert ist, dann…

Die Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte, wenn es soweit ist, meinem Blog.

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