
Brandenburger Tor, nach dem Anschlag vom 25.07.2026. Trauer ist immer individuell und es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, auch wenn kollektive Formen der Darstellung individueller Gefühle nicht meine Baustelle sind.

Dieses Detail hat mich positiv berührt. Ein Exemplar des Grundgesetzes . Visualisierung der Vorstellung, dass bei uns das Grundgesetz zu regieren habe und keine Form religiösen Wahns, wie die Scharia. Diese wahnhafte Idee war wohl in der Verwandtschaft des Attentäters vom Tiergarten vorherrschend und mich würde mal das Ergebnis einer Umfrage in der muslimischen community von Neukölln interessieren, was bei uns, in Berlin, Deutschland, der EU, Richtschnur des Handelns sein soll…Grundgesetz oder Scharia? Auf der Neuköllner Sonnenallee habe ich noch nie Schwule Hand in Hand flanieren sehen, im Gegensatz zu Friedrichshainer oder Kreuzberger Magistralen. Das wäre in Neukölln eine Art Selbstmordkommando.

Sowas berührt mich unangenehm, die vielen Stofftiere in den Trauerinszenierungen. Ich gehe davon aus, dass die Mehrzahl der Trauernden , die auch ihre Solidarität bekunden wollen, Erwachsene sind. Ist das ein ursprünglicher Ausdruck eines tiefen individuellen Gefühls wie Trauer, ein Stofftier, Kaufhaus-Utensil aus dem Regal eines Teenagers ?
Ich gehe dem vagen Gedanken vor dem Brandenburger Tor nicht weiter nach, es ist zu heiß. Kaum jemand auf den Straßen, selbst hier nur ein, zwei Handvoll, wo mitunter drangvolle Enge herrscht. Mich hat auch die massenhafte Beschwörung auf den vielen Zetteln dort der immer siegenden Liebe irritiert. Die richtige Hoffnung im falschen Leben?
Das Schöne an im Wortsinn Atem raubenden Temperaturen von nahe 40 Grad über dem Beton des Großstadtmolochs ist das wohlige Gefühl, das Denken einstellen zu dürfen, ohne dass einen Schuldgefühle überkommen. Man ist ja schon froh, wenn man lebendig irgendwohin kommt, egal wohin. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Veranstaltung in Hamburg heute gut über die Bühne geht.