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02.07.2026 – Tauchen Sie mit mir ein in die Erlebniswelt der Zahlungen!

Neulich im Restaurant. SO KÖNNEN WIR IHNEN EIN MODERNES, SICHERES UND ANGENEHMES ZAHLUNGSERLEBNIS BIETEN. UND ALLES IN VERSALIEN! WEIL ALLES GROSS UND WICHTIG IST. Die Welt als Schwafelmaschine. Aus allen Ritzen und Poren dringt ihr ein unendliches aufgeblähtes Blablabla. Für mich sind bei den Preisen Zahlungen in Restaurants immer mit einem Schlaganfallrisiko verbunden. Was allerdings tatsächlich ein Erlebnis wäre. Was soll’s.

An allen Ecken spüre ich eine Art Fin de Siècle-Stimmung, man möchte sich dem Dauerfeuer der brüllend-düsteren Schlagzeilen gerne entziehen, sehr lange und sehr intensiv. Geht aber nicht, wg. Resilienz-Ausbildung. Schließlich sind wir erst am Anfang. Von jenem Ende, das bekanntlich dick ist und zuletzt kommt, man weiß bloß nicht, wann. Also aus- und gegenhalten. Nur kurze Fluchten zwischendurch.

Zum Beispiel in die Welt des Nonsens. Dadada. Neulich schoss mir eine schöne dadaistische Gedichtzeile durch den Kopf. Sie hat nichts mit dem tragischen Schicksal des bedeutendsten Lyrikers deutscher Sprache der Nachkriegszeit, Paul Celan, zu tun , der 1970 Selbstmord beging, als Spätfolge der nationalsozialistischen Judenverfolgung.

Einfach nur klangzentrierter Nonsens. Die Zeile lautete: Celan hatte kein WLAN. Die Zeile erschien mir so einleuchtend schwachsinnig, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass vor mir noch niemand darauf gekommen war. Und so sprach ich also zwecks Verifizierung die allmächtige KI an:

Die Antwort der KI: „Sie haben absolut (!) recht. ….“ Absolut! Dieses eklig-schleimige Rangewanze der KI machte mich so aggressiv, dass ich ihr am liebsten mal die Fresse polieren möchte…

Potzdonner, dachte ich, was für ein enormer Schwachkopf doch die KI ist.

Viel wichtiger aber, mein Dichterhirn war über alle Maßen inspiriert, Reimlust war in alle Glieder und Gemüt gefahren, hatte mich gepackt. Der nächste Vers wurde in die Mühlen der KI geworfen

„Im 19. Jahrhundert gab es auf der Insel Guernsey

Noch kein Fernseh.“

Das ist völlig (!) richtig. Nicht nur richtig. Sondern völlig richtig. Es reichte. Ich polierte dem Drecksack KI aber mal so richtig die Fresse.

Irgendwie ist die KI richtig deutsch. Kriecherisch gegen alles, was höher rangiert. Man möchte sich nicht vorstellen, wie die KI mit allem, was unter ihr steht, umgeht. Irgendwer, Churchill oder Thatcher oder keine von beiden, hat mal gesagt: „Die Deutschen hat man entweder an der Kehle oder zu Füßen.“

Auf die Doitschen kann man sich verlassen, alles was rechts ist. Kaum hatte Jonathan Tah, schwarze Hautfarbe, den finalen Elfmeter bei der WM verschossen und den Ostgoten zur frühzeitigen Heimreise verholfen, ergoss sich in sozialen Medien eine Flut rassistischer Hetze über ihn.

Ob der Franzmann viel besser aufgestellt ist, was Rassismus angeht? Vermutlich nicht, wenn man sich den RN anguckt. Insofern war es mir ein innerer Reichsparteitag, als ich neulich die Spielerausstellung der bisher besten Mannschaft des Turniers, der Franzosen, sah. Bis auf eine Ausnahme alles Schwarze. Bis jetzt ging mir die WM am Arsch lang, abgesehen von meiner Wette, die ja schon geplatzt ist, was die Niederlande angeht, 1:20 Euro. Für meinen Tipp Portugal als Weltmeister, 1:8,50 Euro, sehe ich auch schwarz. Aber jetzt bin ich etwas emotional engagiert und drücke Frankreich die Daumen. Auf dass die Rassisten drüben sich schwarzärgern.