
William S. Burroughs – I. Zweitausendeins Verlag, 1978. Mit den Werken „Junkie. Auf der Suche nach Yage. Naked Lunch. Nova Express.“ Burroughs war neben Jack Kerouac der zentrale Protagonist der Beat-Generation, einem amerikanischen Literaturgenre der Fünfziger. Jack Kerouac, mit Burroughs ein früherer Lieblingsschriftsteller von mir, starb verarmt an den Folgen seines Alkohol- und Drogenkonsums 1969. Seinen Durchbruch erlebte er im Gegensatz zu Burroughs nicht mehr.
Eine bitter-zynische Volte der Geschichte: In der letzten Woche wurde die Original-Typoskript-Rolle von Jack Kerouacs Beat-Klassiker „On the Road“ für umgerechnet rund 10,5 Millionen Euro (12,1 Millionen US-Dollar) verkauft und stellte damit einen Rekord für ein literarisches Manuskript auf. Ohne die Lektüre von Kerouacs „On the road“ und von Burroughs wäre ich in den Siebzigern nicht selber on the road gegangen. Ihre Lektüre hatte bei mir den Hermann Hesse Innerlichkeitskitsch abgelöst. Die Meldung der Versteigerung von Kerouacs Manuskript rief bei mir Erinnerungen an die früheren Reisen on the road hervor. Sweet hitch hiker
Die Beatniks, als Protagonisten der Beatgeneration, waren mit ihrem Lebensstil, geprägt von Sex, Drugs and Jazz, zum Höhepunkt des Kalten Krieges Vorläufer der Hippies. Die Literatur von Burroughs und Kerouac war die erste moderne literarische Subkultur, gekennzeichnet durch Subjektivität, Montagetechniken, Improvisation, freie Bewusstseinsströme. Sie hatte ihre Entsprechung in der Musik im Bebop, in der Malerei unter anderem in Jackson Pollocks „action painting“, und nicht zufällig kam 1955 der Film „ … denn sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean in die Kinos, der überhaupt erst so etwas wie eine „Jugendkultur“ mit eigenen Styles und Codes mitbegründete. Die Eigenleistung der Beatniks in ihrer Abgrenzung zum bürgerlichen, reaktionären Mainstream der Nachkriegszeit lag in ihrer radikalen Innovation. Anders als die nachgeborenen Hippies, die auf ihren Schultern standen, als Mods, Punks etc. hatten sie keinerlei jugendorientierten subkulturellen Vorläufer, sie mussten gegen extreme Vorurteile und Repressionsdruck kämpfen. Nicht umsonst endet der 1969er „On the Road“-Film „Easy Rider“ als Bindeglied zwischen Beat-Generation und Hippiekultur damit, dass beide Protagonisten von Rednecks (Heute würde man sagen: Maga-America) aus dem Motorradsattel geschossen werden.
Irgendwann, deutlich jenseits der 40, hatte ich sowohl Zeit als auch die grandiose Schnapsidee, mal wieder auf meinen eigenen Spuren zu wandeln, als Sweet Hitch-Hiker on the road again. Umso größer meine Enttäuschung, als ich feststellen musste, dass im Zeitalter von Interrailtickets und eigenen Karren zum Abitur kein Schwein mehr trampte. Später musste ich in Portugal notgedrungen mal trampen, weil ich irgendwo in der Pampa festhing. Der freundliche Ami, der mich endlich mitnahm, erklärte mir, dass nur Verrückte und Gefängnisausbrecher noch trampen würden, und er mich nur mitgenommen hätte, weil ich eher wie ein Hänfling und mitleiderregend aussehen würde. Der Mann war ein Zweimeterhünenhafter Footballspieler, hatte mal eine Saison in Hannover gespielt und konnte noch das Wort „Lüttje Lage“ fehlerfrei aussprechen, was für einen Ami eine absolut sensationelle Leistung ist. Lüttje Lage ist ein Brechreizerregendes Mischgetränk aus Bier und Korn, was es so nur in Hannover gibt.
Derartige Erzählungen sind mit konstituierend für den Mythos von „on the road“, von Freiheit, Subjektivität, Rebellion. Mythos ist ein ganz zentraler Begriff der Postmoderne im Zerfall von Demokratie und Zivilisation. Auf dem „Mythos“ als argumentfreier, bewusstseinsprägender Strom von Bildern und Erzählungen fußt der Erfolg der aktuellen Gegenaufklärung, mit Narrativen wie „Heimat, Nation, Volk, Blut, Boden“. Am Mangel von eigenen Mythen, Narrativen, Bildern, emotionalen Erzählungen krankt die Aufklärung, die Linke, der Fortschritt nicht nur, sie geht daran kaputt.
Im nächsten Blog erzähle ich noch ein paar Geschichten von on the road. Das ist so, wie wenn Opa aus dem Krieg erzählt. Nur in pazifistisch.
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